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Maßnahme
Maßnameart: Einrichtungen der beruflichen Reha Eignung und Berufsfindung Berufsvorbereitung und Grundausbildung Weiterbildung und Berufsanpassung Personelle Unterstützung
Reha-Einrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK)
Zusammenfassung
Reha-Einrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK)

Kurzbeschreibung:

Du hast eine psychische Erkrankung überstanden und möchtest wieder in die Arbeitswelt starten? Dabei können dich Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) unterstützen!
Sie bieten medizinische, berufliche und psychosoziale Angebote und bereiten dich wohnortnah auf die berufliche Rückkehr in das Arbeitsleben vor. Es werden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) miteinander verknüpft.

Ziel:

Ziel von RPKs ist eine langfristige (Wieder-) Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zielgruppe:

RPKs sind spezielle Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Voraussetzungen:

Um in RPKs aufgenommen zu werden, musst du einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) bei deinem Rehabilitationsträger stellen. Dies wird in einigen Fällen bereits im Zuge der medizinischen Rehabilitation eingeleitet. Zusätzlich müssen eine Stellungnahme der behandelnden Ärztinnen und Ärzte und eine Stellungnahme der RPK-Einrichtung vorgelegt werden.

Inhalte:

Die Leistungen der RPKs sind individuell und entwicklungsorientiert ausgerichtet. Dabei wird zunächst ein individueller Rehabilitationsplan entsprechend deinen Unterstützungsbedarfen entwickelt.

Folgende Maßnahmen werden angeboten:

  • Kennenlernen der eigenen Erkrankung und möglicher Bewältigungsstrategien,
  • Berufliche Eignung und Belastbarkeit (Eignungsabklärung),
  • Individuelle Trainingsmaßnahmen,
  • Arbeitserprobung,
  • Berufsvorbereitung,
  • Berufliche Anpassung,
  • Sozialpädagogische und psychosoziale Begleitung,
  • Unterstützung beim Übergang in den Beruf (Bewerbungstraining, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche).

Die Dauer der Leistungen hängt von deinem individuellen Förderbedarf ab, liegt aber bei bis zu 12 Monaten.

Während deiner Zeit in einer RPK wirst du von ärztlichen, psychotherapeutischen und sozialpädagogischen Fachkräften begleitet und unterstützt.

Finanzierung:

Die Finanzierung der Maßnahmen der RPK übernehmen die zuständigen Rehabilitationsträger (zum Beispiel deine Krankenversicherung, deine Rentenversicherung oder die Arbeitsagentur).

Wusstest du?

RPKs sind meist sehr kleine Einrichtungen mit nur 10 bis 50 Plätzen. Sie sind regional vernetzt und bieten ein breites Spektrum an individuellen Angeboten (von stationär bis ganztägig ambulant) an.

Kurz-Text

RPK Einrichtungen bieten
medizinisch-berufliche Rehabilitations-Maßnahmen
für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen.
RPK steht für: Rehabilitation für psychisch erkrankte Menschen
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.
Das kurze Wort für Rehabilitation ist Reha.
Bei der RPK-Maßnahme findet zunächst die medizinische Reha statt.
Danach geht es sofort mit der beruflichen Reha weiter.

Lang-Text

RPK Einrichtungen bieten
medizinisch-berufliche Rehabilitations-Maßnahmen
für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen.
RPK steht für: Rehabilitation für psychisch erkrankte Menschen
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.
Das kurze Wort für Rehabilitation ist Reha.

Die RPK-Maßnahme besteht aus einer medizinischen
Und einer beruflichen Phase.
Die beiden Phasen können jeweils bis zu 1 Jahr dauern.
Die RPK-Maßnahme dauert insgesamt maximal 2 Jahre.
Im Einzel-Fall ist eine Verlängerung um 6 Monate möglich.

Bei der RPK-Maßnahme findet zunächst die medizinische Reha statt.
Danach geht es sofort mit der beruflichen Reha weiter.
Das ist das Ziel von der RPK-Maßnahme:
Bei der medizinischen Reha soll die Gesundheit von den Patienten
  • erhalten
  • Oder verbessert
werden.

Die Patienten sollen nach der medizinischen Reha
wieder möglichst viele Dinge selbst-ständig machen können.
Nach der beruflichen Reha sollen die Patienten
wieder auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können.
Dabei kann es
  • um die Rückkehr an den alten Arbeits-Platz
  • um die Rückkehr in den alten Beruf
  • Oder um das Finden einer neuen Tätigkeit
gehen.

Während der beruflichen Reha wird die Arbeits-Fähigkeit
von den Patienten geklärt.
Und es finden berufliche Förder-Maßnahmen statt.
Zum Beispiel:
  • Berufliche Eignungs-Abklärung
  • Arbeits-Erprobung
  • Trainings-Maßnahmen
  • Berufs-orientierende Bildungs-Angebote
  • Berufs-Vorbereitung auf eine anschließende Umschulung oder Ausbildung
  • Berufliche Anpassung im erlernten Beruf
  • Bewerbungs-Training
  • Oder Vorbereitung auf Vorstellungs-Gespräche
Die Patienten werden bei der RPK-Maßnahme
von Fach-Leuten unterstützt.
Zum Beispiel:
  • Ärzte
  • Psychologen
  • Ergo-Therapeuten
  • Physio-Therapeuten
  • Sozial-Pädagogen
  • Oder berufliche Trainer
Alle kennen sich gut aus
mit Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Denn sie haben viele Jahre Erfahrung.

RPK-Einrichtungen sind kleine Einrichtungen.
In der Regel gibt es dort 10 bis 50 Behandlungs-Plätze.
Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 60 RPK-Einrichtungen.
Dort gibt es etwa 2 Tausend Behandlungs-Plätze.

Wer eine RPK-Maßnahme machen will,
kann sich direkt an eine RPK-Einrichtung wenden
Und sich dort beraten lassen.
Die Mitarbeiter in der RPK-Einrichtung erklären auch,
welche Anträge man stellen muss.
Zunächst muss ein Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
  • bei der Kranken-Versicherung
  • Oder bei der Renten-Versicherung
gestellt werden.

Für die anschließende berufliche Reha
muss in der Regel ein 2. Antrag gestellt werden:
Ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
Das kurze Wort ist: LTA-Antrag
Der Antrag muss in der Regel
  • bei der Agentur für Arbeit
  • Oder bei der Renten-Versicherung
gestellt werden.
Die Mitarbeiter in der RPK-Einrichtung
unterstützen bei der Antrag-Stellung.

Hier werden Schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:

Agentur für Arbeit
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft Menschen,
die eine Arbeit suchen.
Und sie hilft Menschen,
damit sie ihre Arbeit behalten können.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch Arbeit-Gebern.
Zur Bundes-Agentur für Arbeit gehören alle
Agenturen für Arbeit in Deutschland.
Die Agentur für Arbeit in deiner Stadt ist für dich zuständig.
Oder eine Agentur für Arbeit in deiner Nähe.
Arbeits-Erprobung
Eine Arbeits-Erprobung hilft dabei,
den richtigen Beruf zu finden.
Eine Arbeits-Erprobung dauert in der Regel 4 Wochen.
Sie findet in einer beruflichen Reha-Einrichtung statt.
Zum Beispiel
  • in einem Berufs-Bildungs-Werk
  • Oder in einem Berufs-Förderungs-Werk
Bei der Arbeits-Erprobung lernen die Teilnehmer
die typischen Tätigkeiten in einem Beruf kennen.
Sie können testen,
  • ob ihr Wunsch-Beruf das Richtige für sie ist
  • Und ob sie die körperlichen Voraussetzungen für den Beruf haben.
Eine Arbeits-Erprobung ist
  • für junge Menschen mit Behinderungen
  • Und für Erwachsene mit Behinderungen
Berufliche Anpassung
Eine berufliche Anpassungs-Qualifizierung
ist eine Weiterbildungs-Maßnahme für Menschen,
die schon mal im Berufs-Leben standen.
Manche Menschen haben wegen einer Erkrankung
Oder Behinderung längere Zeit nicht mehr in ihrem Beruf gearbeitet.
Bei diesen Menschen ist das berufliches Wissen
vielleicht nicht mehr auf dem aktuellsten Stand.
Bei einer Anpassungs-Qualifizierung können sie in ihrem alten Beruf
  • bestehende Wissens-Lücken schließen
  • ihr Fach-Wissen aktualisieren und erweitern
  • neue Entwicklungen kennen-lernen
  • Und sich beruflich weiter-entwickeln
Berufliche Reha
Reha ist das kurze Wort für Rehabilitation.
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.
Berufliche Rehabilitation bedeutet zum Beispiel:
Frau Müller war lange krank.
Jetzt will Frau Müller wieder arbeiten gehen.
Damit das klappt, muss sie eine Weiter-Bildung machen.
Nach der erfolg-reichen Weiter-Bildung
kann sie bei ihrem alten Arbeit-Geber weiter arbeiten.
Eignungs-Abklärung
Eine Eignungs-Abklärung hilft dabei, herauszufinden,
welcher Beruf für eine Person in Frage kommt.

Bei der Eignungs-Abklärung wird zunächst fest-gestellt:
  • In welchem Gesundheits-Zustand befindest sich die Person?
  • Welche Einschränkungen hat die Person?
  • Welche beruflichen Interessen hat die Person?
  • Welche Stärken und Schwächen hat die Person?
Es finden auch verschiedene Tests statt.
Die Test-Ergebnisse helfen dabei,
den richtigen Beruf für die Person zu finden.
Ergo-Therapeuten
Die Fach-Leute von der Ergo-Therapie heißen
Ergo-Therapeutinnen und Ergo-Therapeuten.
Sie unterstützen Menschen dabei,
selbst-ständig zu leben.
Sie trainieren mit den Menschen zum Beispiel:
  • das Anziehen und Ausziehen
  • Oder das Gedächtnis
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
Teilhabe bedeutet: dabei sein, mitmachen können.
Teilhabe am Arbeits-Leben bedeutet:
Man kann arbeiten.
Und Geld verdienen.

Menschen mit Behinderungen
Und ihre Arbeit-Geber können Förder-Leistungen bekommen.
Damit Menschen mit Behinderungen einen Job bekommen
Oder ihren Job behalten können.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben sind Hilfen für die Arbeit.
Zum Beispiel:
  • Hilfs-Mittel am Arbeits-Platz
  • Eine Assistenz bei der Arbeit - Eine Assistenz ist eine Person, die bei der Arbeit hilft.
  • Berufs-Vorbereitende Bildungs-Maßnahmen
  • Kurse für Weiterbildungen
  • Oder Umschulungen
Das sind nur ein paar Beispiele.
Es gibt noch mehr Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
Medizinische Reha
Reha ist das kurze Wort für Rehabilitation.
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.
Medizinische Rehabilitation bedeutet:
Herr Schmitz hatte einen Auto-Unfall
Und wurde schwer verletzt.
Nach dem Kranken-Haus soll Herr Schmitz
Kranken-Gymnastik machen.
Damit er wieder so laufen kann wie früher.
Physio-Therapeuten
Die Fachleute von der Physio-Therapie heißen
Physio-Therapeutinnen und Physio-Therapeuten.
Sie helfen Menschen mit körperlichen Problemen.
Physio-Therapie hilft auch, körperlichen Problemen vorzubeugen.
Sie machen dann bestimmte Übungen.
Man sagt dazu auch: Kranken-Gymnastik.
In der Therapie machen Sie zum Beispiel
  • Wasser-Gymnastik
  • Übungen an Geräten
  • Und Massagen.
Psychologen
Psychologen erforschen die Seele von Menschen.
Sie versuchen durch Gespräche Menschen zu verstehen.
Sie versuchen zu verstehen,
was im Menschen drin vorgeht.
Renten-Versicherung
Die Renten-Versicherung ist ein Teil
von der Sozial-Versicherung in Deutschland.

Zur Sozial-Versicherung gehören
  • die Renten-Versicherung,
  • die Kranken-Versicherung,
  • die Pflege-Versicherung,
  • die Arbeitslosen-Versicherung
  • Und die Unfall-Versicherung.
Die Renten-Versicherung hilft den versicherten Personen:
Wenn sie wegen Krankheit oder einer Behinderung nicht mehr voll arbeiten können.
Oder gar nicht mehr arbeiten können.
Das nennt man Minderung der Erwerbs-Fähigkeit.
Oder Erwerbs-Minderung.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung Leistungen zur Rehabilitation.
Und Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.

Wenn sie alt sind und nicht mehr arbeiten müssen.
Statt Arbeits-Lohn bekommen sie dann Rente.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung die Rente.
Und Geld für die Kranken-Versicherung der Rentner.

Wenn der Ehe-Mann oder die Ehe-Frau gestorben ist.
Oder wenn der Vater oder die Mutter gestorben ist.
Dann bezahlt die Renten Versicherung Geld an die Hinterbliebenen.
Die Rente nennt man Hinterbliebenen-Rente.

Zu den Aufgaben der Renten-Versicherung gehört auch:
Die Beratung
  • von versicherten Personen,
  • von Rentnern
  • Und von Arbeit-Gebern.
Unfall-Versicherung
Die gesetzliche Unfall-Versicherung
gehört zur deutschen Sozial-Versicherung.
Die Sozial-Versicherung ist für alle Menschen in Deutschland.

Zur deutschen Sozial-Versicherung gehören auch:
  • Die Arbeitslosen-Versicherung.
  • Die gesetzliche Kranken-Versicherung.
  • Die Pflege-Versicherung.
  • Und die Deutsche Renten-Versicherung.
Jeder Mensch in Deutschland soll gut leben können.
Auch wenn er krank ist.
Oder arbeitslos.
Die Sozial-Versicherung hilft den Menschen.
Die versicherten Menschen bekommen im Ernst-Fall finanzielle Unterstützung und schnelle Hilfe.

Die gesetzliche Unfall-Versicherung kümmert sich um Menschen,
die einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder die einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder die eine Berufs-Krankheit haben.

Die Berufs-Genossenschaften und die Unfall-Kassen
sind die Träger der gesetzlichen Unfall-Versicherung.
Das bedeutet:
Sie machen die Verwaltung und sie bezahlen Geld.
Sie kümmern sich um die Menschen, wenn sie einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder in der Schule oder im Kindergarten.
Oder wenn Menschen durch die Arbeit krank werden.

Eine Berufs-Genossenschaft ist eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Dort sind alle Arbeit-Nehmer versichert.

Eine Unfall-Kasse
ist auch eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Die Unfall-Kasse ist aber vor allem für Arbeit-Nehmer,
die im öffentlichen Dienst arbeiten.

Öffentlicher Dienst bedeutet:
Die Arbeit-Nehmer arbeiten für den Staat oder ein Bundes-Land.

Zum Beispiel:
  • In einer Schule.
  • In einem Kranken-Haus.
  • Oder bei der Müll-Abfuhr.
Diese Personen sind ebenfalls bei einer Unfall-Kasse versichert:
  • Kinder in Kinder-Tageseinrichtungen.
  • Schülerinnen und Schüler.
  • Studentinnen und Studenten.
  • Oder auch wenn jemand im Ehren-Amt arbeitet.
Ehren-Amt bedeutet:
Jemand macht die Arbeit freiwillig und bekommt kein Geld.
Er arbeitet ehren-amtlich.

Weitere Informationen

Referenznummer:

R/bild43


Informationsstand: 22.04.2024