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Maßnahme
Maßnameart: Einrichtungen der beruflichen Reha Berufsausbildung Ausbildungswege Berufsvorbereitung und Grundausbildung Eignung und Berufsfindung
Berufliche Ausbildung in Berufsbildungswerken (BBW)
Zusammenfassung
Berufliche Ausbildung in Berufs-Bildungs-Werken (BBW)

Kurzbeschreibung:

Du möchtest einen Beruf erlernen, benötigst dabei aber Unterstützung? In Berufsbildungswerken (BBW) kannst du beides gleichzeitig! Hier kannst du einen neuen Beruf erlernen, der zu deinen Stärken passt und individuell auf dich abgestimmt ist. Gleichzeitig erhältst du dabei die Unterstützung, die du für einen gelungenen Start ins Berufsleben brauchst.

Ziel:

Ziel von Berufsbildungswerken ist, die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Jugendlichen zu erkennen, passende Berufsperspektiven zu entwickeln (Berufsvorbereitung) und diese dann in der Praxis zu erlernen (Berufsausbildung).

Zielgruppe:

Zielgruppe sind Jugendliche mit und ohne Behinderung, die verschiedene Teilhabebedarfe haben.

Voraussetzungen:

Die Reha-Beraterinnen und -Berater der Arbeitsagentur entscheiden über die Aufnahme in ein Berufsbildungswerk.

Inhalte:

Berufsbildungswerke bieten diverse, individuell abgestimmte Reha-Angebote an:

  • Diagnostik, Eignungsabklärung und Arbeitserprobung,
  • Berufsfindung,
  • Berufsvorbereitung,
  • duale Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf,
  • Verzahnte Ausbildung (VAmB),
  • Ausbildungen zur Fachpraktikerin bzw. zum Fachpraktiker,
  • Praktika,
  • Wohnen im Internat und Freizeitgestaltung,
  • Bewerbungs- und Motivationstrainings,
  • Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt.

Zusätzlich stehen den Jugendlichen ein professionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen und Sozialarbeitenden mit rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikationen (ReZA) zur Verfügung.

Finanzierung:

Die Finanzierung von Angeboten in Berufsbildungswerken übernimmt in der Regel die Agentur für Arbeit. Dabei erhältst du Ausbildungsgeld und einen Zuschuss zu Familienheimfahrten. Zudem werden die Kosten für die Berufsausbildung, die Verpflegung und das Wohnen in Internaten übernommen.

Wusstest du?

Berufsbildungswerke bieten eine Verzahnte Ausbildung (VAmB) mit Betrieben an. Dabei lernst du einen Beruf in den Betrieben und erhältst Unterricht und Unterstützung im Berufsbildungswerk. Der Übergang in eine betriebliche Ausbildung ist dabei jederzeit möglich.

Kurz-Text

Viele junge Menschen können wegen ihrer Behinderung
keine normale Regel-Ausbildung machen.
Sie brauchen viel Unterstützung,
damit sie eine Ausbildung schaffen können.
Deswegen gibt es für Menschen mit Behinderungen
besondere Ausbildungs-Möglichkeiten.
Dazu zählt zum Beispiel
eine Ausbildung in einem Berufs-Bildungs-Werk.

Lang-Text

Junge Menschen mit Behinderungen
sollen eine Ausbildung machen können.
Aber häufig können junge Menschen wegen ihrer Behinderung
keine normale Regel-Ausbildung machen.
Sie brauchen viel Unterstützung,
damit sie eine Ausbildung schaffen können.
Deswegen gibt es für Menschen mit Behinderungen
besondere Ausbildungs-Möglichkeiten.
Dazu zählt zum Beispiel:
eine Ausbildung in einem Berufs-Bildungs-Werk
Das kurze Wort für Berufs-Bildungs-Werk ist: BBW

Die Jugendlichen können dort
eine außer-betriebliche Ausbildung machen.
Außer-betrieblich bedeutet:
Du machst die Ausbildung nicht in einem Betrieb.
Du machst die Ausbildung in einer Bildungs-Einrichtung
Oder in einer beruflichen Reha-Einrichtung.
Ein Berufs-Bildungs-Werk
ist wie eine Schule für Menschen mit Behinderungen.
Dort kannst du eine staatlich anerkannte Ausbildung machen.
Ein anderes Wort für außer-betrieblich ist:
über-betrieblich

In den Werkstätten von den Berufs-Bildungs-Werken
lernen die Auszubildenden die praktische Arbeit.
In der Berufs-Schule lernen sie die Theorie.
Die Berufs-Bildungs-Werke arbeiten häufig
mit Betrieben aus der Umgebung zusammen.
In den Betrieben können die Jugendlichen ein Praktikum machen.

Vor der Ausbildung finden in den Berufs-Bildungs-Werken
auch häufig Berufs-Vorbereitungs-Maßnahmen statt.
Dabei lernen die Jugendlichen ihre Stärken
Und Schwächen kennen.
Die Berufs-Vorbereitungs-Maßnahmen
helfen den jungen Menschen mit Behinderungen dabei,
den passenden Beruf zu finden.

Die Berufs-Bildungs-Werke
  • unterstützen bei der Berufs-Auswahl
  • bilden gemeinsam mit Betrieben aus
  • Und qualifizieren bis zum anerkannten Ausbildungs-Abschluss
Diese Ausbildungen kannst du in einem Berufs-Bildungs-Werk machen
  • eine Regel-Ausbildung
  • eine Fachpraktiker-Ausbildung oder Werker-Ausbildung
  • Oder eine Verzahnte Ausbildung
Alle Ausbildungen sind staatlich anerkannt

Außerdem gibt es in den Berufs-Bildungs-Werken besondere Unterstützung.
Zum Beispiel:
  • Nachhilfe
  • besondere Übungen vor Prüfungen
  • Und Beratung
Die Berufs-Bildungs-Werke bieten
neben den beruflichen Leistungen weitere Hilfen an.
In den Berufs-Bildung-Werken arbeiten auch:
  • Sozial-Arbeiter
  • Ärzte
  • Psychologen
  • Und Menschen aus anderen Berufen, die sich um die Gesundheit kümmern.
Sie alle helfen,
damit du viel lernen kannst
Und damit es dir gut geht.

Oft gibt es für Auszubildende auch ein Internat.
Dort können sie wohnen,
wenn die Ausbildung weit weg von ihrem Zuhause ist.
Oder wenn die Jugendlichen eine Schwer-Behinderung haben.
Die Reha-Träger bezahlen die Kosten für Unterkunft und Essen.
Die außer-betriebliche Ausbildung ist dann
eine Leistung zur Teilhabe am Arbeits-Leben.

In Deutschland gibt es über 50 Berufs-Bildungs-Werke.
Die Berufs-Bildungs-Werke qualifizieren Jugendliche
Und junge Erwachsene mit Behinderungen in über 250 Berufen.
In enger Zusammen-Arbeit mit Betrieben werden jedes Jahr
über 15 Tausend junge Menschen
auf den allgemeinen Arbeits-Markt vorbereitet.

Der Weg ins Berufs-Bildungs-Werk
führt in der Regel über die Agentur für Arbeit.
Die zuständigen Reha-Berater bei den Agenturen für Arbeit
entscheiden gemeinsam mit den Jugendlichen,
welches Angebot der beruflichen Bildung passend ist.
Auch Jugendliche ohne Schul-Abschluss
können eine Ausbildung im Berufs-Bildungs-Werk machen.

Hier werden Schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:

Agentur für Arbeit
Die Arbeits-Agenturen sind die örtlichen Dienst-Stellen
von der Bundes-Agentur für Arbeit (BA).
In Deutschland gibt es fast 900 Arbeits-Agenturen.
Alle Menschen in Deutschland sollen eine Arbeit haben.
Darum gibt es die Bundes-Agentur für Arbeit.
Die Bundes-Agentur für Arbeit ist wichtig
für den Arbeits-Markt in Deutschland.

Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft allen Menschen in Deutschland.
Zum Beispiel:
  • Wenn sie eine Arbeit suchen.
  • Oder wenn sie ihre Arbeit verlieren.
In jeder Arbeits-Agentur gibt es auch ein Reha-Team.
Dort können sich Menschen mit Behinderungen beraten lassen.

Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch den Arbeit-Gebern.
Allgemeiner Arbeits-Markt
Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,
wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.
Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
wenn man
  • In einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
  • Bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
  • Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
Wer auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeitet,
hat zum Beispiel:
  • einen Arbeits-Vertrag mit einer Firma
  • Und einen festen Lohn
Menschen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
können auch arbeits-los werden.

Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
arbeiten nicht auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Die Arbeits-Plätze in der WfbM werden vom Staat mit Geld unterstützt.
Die WfbM-Beschäftigten erhalten nur einen geringen Lohn.
Berufliche Reha
Berufliche Reha ist das kurze Wort für:
Berufliche Rehabilitation
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.

Berufliche Rehabilitation bedeutet zum Beispiel:
Frau Müller war lange krank.
Jetzt will Frau Müller wieder arbeiten gehen.
Damit das klappt, muss sie eine Weiter-Bildung machen.
Nach der erfolg-reichen Weiter-Bildung
kann sie bei ihrem alten Arbeit-Geber weiter arbeiten.
Fachpraktiker-Ausbildung
Kannst du wegen deiner Behinderung
keine normale Regel-Ausbildung machen?
Dann ist vielleicht eine besondere Ausbildung das Richtige:
Eine Fachpraktiker-Ausbildung.
Eine Fachpraktiker-Ausbildung ist leichter
als eine normale Ausbildung.

Die Ausbildungs-Inhalte von einer Fachpraktiker-Ausbildung
orientieren sich an den Ausbildungs-Inhalten
von anerkannten Ausbildungs-Berufen.
Wer eine Fachpraktiker-Ausbildung macht,
hat weniger Theorie und mehr Praxis.
Das bedeutet:
Du hast weniger Unterricht in der Berufs-Schule.
Dafür arbeitest du mehr im Betrieb.
Außerdem kannst du diese Ausbildung
auch ohne Hauptschul-Abschluss machen.
Oft machen Jugendliche mit Lern-Schwierigkeiten
eine Fachpraktiker-Ausbildung.

Eine Fachpraktiker-Ausbildung kannst du
  • in einem normalen Betrieb
  • Oder in einer speziellen Ausbildungs-Einrichtung, zum Beispiel in einem Berufs-Bildungs-Werk
machen.

Ausbildungen als Fachpraktiker
sind von den Kammern anerkannte Ausbildungen.
Das sind die Kammern:
Zum Beispiel:
  • Handwerks-Kammer
  • Industrie- und Handels-Kammer
  • Oder Landwirtschafts-Kammer
Wenn du eine Fachpraktiker-Ausbildung machen willst,
musst du bei der zuständigen Kammer vorher einen Antrag stellen.
Den Antrag kann auch deine gesetzliche Betreuungs-Person stellen.
Den Ausbildungs-Platz musst du
zu diesem Zeit-Punkt bereits sicher haben.

Wenn die Kammer den Antrag an-nimmt,
werden die Ausbildungs-Inhalte an deine Behinderung angepasst.
Die Ausbildung dauert 2 bis 3,5 Jahre.
Die Abschluss-Prüfung findet bei der zuständigen Kammer statt.
Es gibt viele verschiedene Fachpraktiker-Ausbildungen.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
Teilhabe bedeutet: dabei sein, mitmachen können.
Teilhabe am Arbeits-Leben bedeutet:
Man kann arbeiten.
Und Geld verdienen.

Menschen mit Behinderungen
Und ihre Arbeit-Geber können Förder-Leistungen bekommen.
Damit Menschen mit Behinderungen einen Job bekommen
Oder ihren Job behalten können.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben sind Hilfen für die Arbeit.
Zum Beispiel:
  • Hilfs-Mittel am Arbeits-Platz
  • Eine Assistenz bei der Arbeit. Eine Assistenz ist eine Person, die bei der Arbeit hilft.
  • Berufs-Vorbereitende Bildungs-Maßnahmen
  • Kurse für Weiterbildungen
  • Oder Umschulungen
Das sind nur ein paar Beispiele.
Es gibt noch mehr Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
Psychologen
Psychologen erforschen die Seele von Menschen.
Sie versuchen durch Gespräche Menschen zu verstehen.
Sie versuchen zu verstehen,
was im Menschen drin vorgeht.
Regel-Ausbildung
Die häufigste Ausbildung ist die betriebliche Ausbildung
auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Man sagt auch Regel-Ausbildung dazu.
Bei dieser Ausbildung
lernt man den theoretischen Teil in der Berufs-Schule.
Den praktischen Teil lernt man im Betrieb.
Reha-Träger
Reha-Träger ist das kurze Wort für Rehabilitations-Träger
Reha-Träger übernehmen die Kosten
für Leistungen zur Reha und Teilhabe.
In Deutschland sind dies verschiedene Ämter.
Zum Beispiel:
  • Gesetzliche Kranken-Versicherung
  • Gesetzliche Renten-Versicherung
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Gesetzliche Unfall-Versicherung
  • Sozial-Hilfe
Werker-Aubildung
Fachpraktiker-Ausbildungen heißen in einigen Bundes-Ländern auch
  • Werker-Ausbildungen
  • Oder Helfer-Ausbildungen
Verzahnte Ausbildung
Manche Auszubildenden machen auch eine VAmB.
VAmB ist die Abkürzung für:
Verzahnte Ausbildung mit Berufs-Bildungs-Werken.

Bei dieser Ausbildung arbeiten ein Ausbildungs-Betrieb
Und ein Berufs-Bildungs-Werk zusammen.
Der Auszubildende unterschreibt den Ausbildungs-Vertrag
bei dem Berufs-Bildungs-Werk.
Das Berufs-Bildungs-Werk bezahlt auch den Lohn
Und die Sozial-Versicherung.
Der Auszubildende macht dann die Ausbildung im Betrieb
Und im Berufs-Bildungs-Werk.
Bei Fragen oder Problemen hilft das Berufs-Bildungs-Werk
  • dem Betrieb
  • Und auch dem Auszubildenden.
Nach der verzahnten Ausbildung kann der Betrieb
den Auszubildenden einstellen.

Weitere Informationen

Referenznummer:

R/bild79


Informationsstand: 22.04.2024