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Maßnahme
Maßnameart: Eignung und Berufsfindung Berufsvorbereitung und Grundausbildung
Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit (DIA-AM)
Zusammenfassung
Diagnose der Arbeits-Markt-Fähigkeit (DIA-AM)

Kurzbeschreibung:

Du befindest dich im Bereich zwischen den Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes und der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und es ist nicht klar, was für die Teilhabe am Arbeitsleben geeigneter wäre? Dann ist die Maßnahme 'Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit besonders betroffener behinderter Menschen' (DIA-AM) vielleicht das Richtige für dich! Mit einer DIA-AM wird herausgefunden, welche berufliche Rehabilitationsmaßnahme für dich geeignet ist. So sollen Bedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten ermittelt werden, die deine Integration in den Arbeitsmarkt sicherstellen.

Ziel:

Ziel der DIA-AM ist es, durch eine Eignungsanalyse und eine betriebliche Erprobung herauszufinden, welche beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen für einen Menschen mit Behinderung geeignet sind. Dadurch sollen Bedingungen und Unterstützungen zu Integration auf den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie die zukünftige Beschäftigungsart geklärt werden.

Zielgruppe:

Zielgruppe für DIA-AM sind Menschen mit Behinderungen, deren berufliches Potenzial im Grenzbereich der Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes und den Zugangsvoraussetzungen der WfbM liegt.

Zur Zielgruppe gehören:

  • Menschen mit Lernbehinderung im Grenzbereich zur geistigen Behinderung,
  • Menschen mit geistiger Behinderung im Grenzbereich zur Lernbehinderung,
  • Menschen mit nachhaltigen psychischen Störungen und / oder Verhaltensauffälligkeiten.

Voraussetzungen:

Ob du an einem DIA-AM-Verfahren teilnehmen kannst, muss individuell mit deinem Reha-Beratenden geklärt werden. Das hängt von den Empfehlungen der Schule (Zeugnisse, Gesamtbeurteilungsbogen) und den Fachgutachten ab, die von Ärztlichen oder Psychologischen Diensten der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt werden.

Inhalte:

Die Maßnahme gliedert sich in zwei Phasen:

Phase 1: Eignungsanalyse
Die Eignungsanalyse erfolgt individuell für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es werden Einzeltests, Erprobungen und Beobachtungen in der Gruppe durchgeführt. Untersucht werden beispielsweise Orientierung, Mobilität, Motorik, Belastbarkeit, selbständiges Arbeiten, Konzentrationsfähigkeit oder Arbeitsgeschwindigkeit.
Am Ende der Eignungsanalyse werden die fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beurteilt. Wird nach der Analyse Werkstattbedürftigkeit festgestellt, endet die Maßnahme.

Phase 2: Betriebliche Erprobung
Die betriebliche Erprobung findet in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes statt. Hier wird durch gezielte Steigerung der Anforderungen und Belastung getestet, ob berufliches Potenzial für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorliegt. Die Erprobung kann auch in mehreren Betrieben und in unterschiedlichem Umfeld stattfinden.

Während des DIA-AM-Verfahrens werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Psychologinnen und Psychologen betreut.

Die Dauer der einzelnen Phasen ist individuell; soll aber insgesamt nicht länger als 12 Monate dauern.

Am Ende des DIA-AM-Verfahrens wird dein Leistungsvermögen, ein konkreter Vorschlag für die Integration auf den Arbeitsmarkt und Unterstützungsbedarfe in einem Abschlussbericht festgehalten und mit allen Beteiligten besprochen.

Finanzierung:

In der Regel wird die DIA-AM von der Agentur für Arbeit finanziert. Für Rehabilitandinnen und Rehabilitanden können auch die Rentenversicherung, die Unfallversicherung oder die Berufsgenossenschaften für die Finanzierung zuständig sein.

Wusstest du?

Die Reha-Beraterinnen und -Berater der Arbeitsagentur treffen auf Grundlage des DIA-AM-Verfahrens eine Entscheidung: Entscheiden sie sich für eine Maßnahme in der WfbM, wird das Eingangsverfahren in der Werkstatt auf vier Wochen verkürzt. Ist die Arbeitsmarktfähigkeit gegeben, so steht den Reha-Beratungskräften die ganze Palette der beruflichen Reha-Maßnahmen für den allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Kurz-Text

Diagnose der Arbeits-Markt-Fähigkeit heißt kurz: DIA-AM
Bei der Maßnahme DIA-AM werden deine beruflichen Fähigkeiten
Und deine Belastbarkeit getestet.
Es wird festgestellt:
  • Ob du auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten kannst
  • Oder ob für dich die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) besser geeignet ist.

Lang-Text

Diagnose der Arbeits-Markt-Fähigkeit heißt kurz: DIA-AM
Bei der Maßnahme DIA-AM werden deine beruflichen Fähigkeiten
Und deine Belastbarkeit getestet.
Es wird festgestellt:
ob du auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten kannst
Oder ob für dich die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) besser geeignet ist.

Die Maßnahme DIA-AM geht über einen Zeitraum von maximal 12 Wochen.
In dieser Zeit hast du die Möglichkeit,
dich mit deiner zukünftigen beruflichen Situation zu beschäftigen.
Bei der Maßnahme DIA-AM wird festgestellt:
  • Das sind deine Stärken und Schwächen
  • Das könnte der richtige Weg für dich sein
Die Maßnahme DIA-AM besteht aus 2 Teilen:

1. Eignungs-Test

Der Eignungs-Test dauert maximal 4 Wochen.
Dabei werden Grund-Arbeits-Fähigkeiten trainiert.
Dazu zählen zum Beispiel:
  • Pünktlichkeit
  • Selbst-Ständigkeit
  • Arbeits-Geschwindigkeit
  • Und weitere Dinge
Es findet auch eine Vorbereitung
auf die danach anstehende Betriebliche Erprobung statt.

2. Betriebliche Erprobung

Die Betriebliche Erprobung dauert maximal 8 Wochen.
Bei der Betrieblichen Erprobung arbeitest du dann in einem Betrieb.
Das nennt man Probe-Arbeit.
In der Regel wirst du von einer Begleit-Person am Arbeits-Platz unterstützt.

Nach der Probe-Arbeit wird ein Bericht geschrieben.
Darin steht:
  • was du besonders gut kannst
  • wobei du Hilfe brauchst
  • was du noch lernen kannst
  • wo du arbeiten kannst.
Mit dem Bericht kannst du zum Beispiel
zu deinem Berater bei der Agentur für Arbeit gehen.
Dein Berater kann Dir dann besser helfen,
einen festen Arbeits-Platz zu finden.

Hier werden Schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:

Agentur für Arbeit
Die Arbeits-Agenturen sind die örtlichen Dienst-Stellen
von der Bundes-Agentur für Arbeit (BA).
In Deutschland gibt es fast 900 Arbeits-Agenturen.
Alle Menschen in Deutschland sollen eine Arbeit haben.
Darum gibt es die Bundes-Agentur für Arbeit.
Die Bundes-Agentur für Arbeit ist wichtig
für den Arbeits-Markt in Deutschland.

Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft allen Menschen in Deutschland.
Zum Beispiel:
  • Wenn sie eine Arbeit suchen.
  • Oder wenn sie ihre Arbeit verlieren.
In jeder Arbeits-Agentur gibt es auch ein Reha-Team.
Dort können sich Menschen mit Behinderungen beraten lassen.

Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch den Arbeit-Gebern.
Allgemeiner Arbeits-Markt
Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,
wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.
Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
wenn man
  • In einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
  • Bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
  • Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
Wer auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeitet, hat zum Beispiel :
  • einen Arbeits-Vertrag mit einer Firma
  • Und einen festen Lohn
Menschen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
können auch arbeits-los werden.

Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
arbeiten nicht auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Die Arbeits-Plätze in der WfbM werden vom Staat mit Geld unterstützt.
Die WfbM-Beschäftigten erhalten nur ein geringen Lohn.
Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
Die Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen ist: WfbM
Viele Menschen mit Behinderungen
bekommen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
keinen Ausbildungs- oder Arbeits-Platz.
Deshalb arbeiten Sie in einer WfbM.

WfbM machen die Teilhabe am Arbeits-Leben möglich.
Das heißt:
Sie schaffen Arbeits-Plätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
In einer WfbM gibt es verschiedene Arbeits-Plätze.
Die Arbeits-Plätze sind behinderungs-gerecht gestaltet.
Menschen mit Behinderungen bekommen hier
viel Unterstützung bei der Arbeit.

Die WfbM sollen den Werkstatt-Beschäftigten zum Beispiel:
  • Passende Arbeits-Plätze anbieten
  • Eine gute berufliche Bildung anbieten
  • Ihre Persönlichkeit fördern
  • Oder den Übergang auf den allgemeinen Arbeits-Markt ermöglichen.
Diese Bereiche gibt es in einer WfbM:
  • Eingangs-Verfahren
  • Berufs-Bildungs-Bereich
  • Arbeits-Bereich
  • Und Förder- und Betreuungs-Bereich
Das Eingangs-Verfahren
Wenn eine Person neu in die WfbM kommt,
dann macht sie zuerst beim Eingangs-Verfahren mit.
Hier kann sie viele verschiedene Arbeits-Bereiche ausprobieren.
Und sie lernt, wie in der WfbM gearbeitet wird.

Die WfbM prüft in Eingangs-Verfahren zum Beispiel:
  • Ob eine Person mit Behinderungen in der WfbM arbeiten kann
  • Und wo die Person in der WfbM arbeiten kann
  • In dem Eingangs-Verfahren bleibt die Person 1 bis 3 Monate
Dann kommt sie in einen anderen Bereich.

Der Berufs-Bildungs-Bereich:
Hier können Menschen mit Behinderungen verschiedene Sachen lernen.
Dabei werden sie von Fach-Leuten unterstützt.
Denn sie sollen nach der Zeit im Berufs-Bildungs-Bereich
zum Beispiel:
  • Eine Ausbildung machen können
  • Einen Arbeits-Platz in der Werkstatt bekommen
  • Oder auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können
Im Berufs-Bildungs-Bereich
können Menschen mit Behinderungen auch lernen:
  • Dass sie pünktlich bei der Arbeit sein müssen
  • Wie sie mit Ihrem Geld umgehen sollen
  • Und worauf sie im Straßen-Verkehr achten müssen. Damit ihnen nichts passiert
Der Berufs-Bildung-Bereich dauert 2 Jahre.

Der Arbeits-Bereich
Jeder Mensch mit Behinderungen soll die Arbeit machen,
die er am besten kann.
Dabei wird er in der WfbM von Fach-Leuten unterstützt.
Wenn ein Mensch im Arbeits-Bereich von der WfbM arbeitet,
dann hat er dort einen festen Arbeits-Platz.
Den Arbeits-Platz kann er so lange behalten,
wie er die Arbeit machen kann.
Und für die Arbeit bekommt er Geld.

Der Förder- und Betreuungs-Bereich
Manchmal können Menschen mit Behinderungen
nicht in der WfbM arbeiten.
Zum Beispiel:
Weil die Behinderung zu schwer ist.
Dann können sie in eine Förder-Gruppe gehen.
Oder sie gehen in die Tages-Förder-Stätte.

Weitere Informationen

Referenznummer:

R/bild71


Informationsstand: 18.04.2024