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Maßnahme
Maßnameart: Einrichtungen der beruflichen Reha Eignung und Berufsfindung Berufsvorbereitung und Grundausbildung Qualifizierung und Umschulung Weiterbildung und Berufsanpassung Personelle Unterstützung
Berufliche Trainingszentren für psychisch kranke Menschen (BTZ)
Zusammenfassung
Berufliche Trainings-Zentren für psychisch kranke Menschen (BTZ)

Kurzbeschreibung:

Du möchtest nach einer psychischen Erkrankung wieder in das Berufsleben zurückkehren, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Dann kann dir eine Aufnahme in ein Berufliches Trainingszentrum für psychisch kranke Menschen (BTZ) helfen.
BTZ sind Spezialeinrichtungen zur beruflichen Wiedereingliederung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sie unterstützen mit individuellen Trainings zur beruflichen Orientierung und Qualifizierung deine Integration auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Ziel:

Das Ziel ist die Erarbeitung einer langfristigen beruflichen Perspektive und die dauerhafte Wiedereingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zielgruppe:

BTZ sind für Erwachsene ab 18 Jahren, die nach einer psychischen Beeinträchtigung oder Krankheit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zurückkehren wollen. Dafür muss die medizinische Akutbehandlung bereits abgeschlossen sein. Menschen mit primären Suchterkrankungen können nicht in ein BTZ aufgenommen werden!
Für eine Aufnahme in ein BTZ ist das gewünschte Berufsfeld und dein Qualifikationsniveau (Schulabschluss) unerheblich.

Voraussetzungen:

Für die Aufnahme in ein BTZ musst du eine psychische Grunderkrankung (Ein- oder Mehrfachdiagnose, jedoch keine primäre Suchtsymptomatik) vorweisen.
Zunächst stellst du einen Antrag auf Leistungen am Arbeitsleben (LTA-Antrag) bei deinem zuständigen Reha-Träger. Anschließend kannst du ein Aufnahmegespräch in einem BTZ vereinbaren. Die Starttermine werden dann individuell vereinbart.

Inhalte:

Die BTZ bieten unterschiedliche berufsfördernde Maßnahmen an:

  • Einschätzung der Leistungsfähigkeit / Assessments (Eignungsabklärung),
  • Entwicklung eines individuellen Förderplans,
  • Maßnahmen zur Berufsfindung,
  • Praktika,
  • Weiterbildungen,
  • Individuelle berufliche Trainings unter betriebsnahen Bedingungen (Arbeitserprobung),
  • Umschulungen oder Qualifizierungen,
  • Unterstützung bei der Rückkehr in die Arbeitswelt / Nachbetreuung.

In einem BTZ wirst du von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, pädagogischen Fachkräften, Psychologinnen und Psychologen und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern unterstützt und betreut.

Deine Arbeitszeiten in einem BTZ steigern sich je nach individuellem Förderbedarf von 4 bis 8 Stunden am Tag. Die Dauer der Trainingsmaßnahmen wird individuell besprochen, dauern aber maximal bis zu einem Jahr an.

Finanzierung:

Die Leistungsträger der Maßnahmen in einem BTZ sind die zuständigen Reha-Träger (zum Beispiel Rentenversicherung, Arbeitsagentur, Jobcenter oder Berufsgenossenschaften).

Wusstest du?

Die meisten BTZ bieten Wohnmöglichkeiten vor Ort an oder unterstützen bei der Suche.

Kurz-Text

Du hast eine psychische Erkrankung und benötigst Hilfe,
um wieder dauerhaft ins Berufs-Leben einsteigen zu können?
Dabei können Berufliche Trainings-Zentren helfen.
Berufliche Trainings-Zentren
sind besondere berufliche Reha-Einrichtungen
für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Lang-Text

Du hast eine psychische Erkrankung und benötigst Hilfe,
um wieder dauerhaft ins Berufs-Leben einsteigen zu können?
Bei vielen Menschen mit einer psychischen Erkrankung
kann man nicht genau sagen
  • ob sie in ihrem alten Beruf zurück-kehren können
  • Oder ob sie einen ganz neuen Beruf erlernen müssen.
Dabei können Berufliche Trainings-Zentren helfen.
Das kurze Wort für die Berufliches-Trainings-Zentrum ist: BTZ
BTZ sind besondere berufliche Reha-Einrichtungen
für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

BTZ unterstützen Menschen aus allen Berufs-Gruppen
bei der Rückkehr auf den allgemeinen Arbeits-Markt.
In einem 3- bis 12-monatigen Training
bereiten dich BTZ Schritt für Schritt auf
  • Arbeit
  • Ausbildung
  • Oder Umschulung
vor.

Dabei wirst du von vielen verschiedenen Fach-Kräften unterstützt.
In einem BTZ arbeiten zum Beispiel:
  • Ergo-Therapeuten
  • Pädagogen
  • Psychologen
  • Sozial-Arbeiter
  • Ärzte
  • Und berufliche Trainer
BTZ bieten viele berufs-fördernde Maßnahmen an.
Zum Beispiel:
  • Berufs-Findungen
  • Arbeits-Erprobungen
  • Berufliches Training
  • Berufliche Vorbereitungs-Maßnahmen
Einige BTZ bieten nach dem beruflichen Training auch
  • Berufliche Ausbildungen
  • Und Umschulungen
an.

Wer eine berufs-fördernde Maßnahme in einem BTZ machen will,
muß vorher einen Antrag stellen.
Der Fach-Begriff dafür lautet:
Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
Die Abkürzung dafür heißt: LTA-Antrag

Bei den BTZ kann man sich beraten lassen.
Auf den Internet-Seiten von den einzelnen BTZ
findest du Infos zu den Beratungs-Möglichkeiten.

Hier werden Schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:

Allgemeiner Arbeits-Markt
Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,
wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.
Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
wenn man
  • In einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
  • Bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
  • Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
Wer auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeitet, hat zum Beispiel:
  • einen Arbeits-Vertrag mit einer Firma
  • Und einen festen Lohn
Menschen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
können auch arbeits-los werden.
WfbM-Beschäftigte arbeiten nicht auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Arbeits-Erprobung
Eine Arbeits-Erprobung hilft dabei,
den richtigen Beruf zu finden.
Eine Arbeits-Erprobung dauert in der Regel 4 Wochen.
Sie findet in einer beruflichen Reha-Einrichtung statt.
Zum Beispiel
  • in einem Berufs-Bildungs-Werk
  • in einem Berufs-Förderungs-Werk
  • Oder in einem Beruflichen Trainings-Zentrum
Bei der Arbeits-Erprobung lernen die Teilnehmer
die typischen Tätigkeiten in einem Beruf kennen.
Sie können testen,
  • ob ihr Wunsch-Beruf das Richtige für sie ist
  • Und ob sie die körperlichen Voraussetzungen für den Beruf haben.
Die Teilnehmer wissen am Ende von der Arbeits-Erprobung:
  • Ob sie diesen Beruf gut finden
  • Und ob sie in diesem Beruf gut arbeiten können.
Berufliche Reha
Berufliche Reha ist das kurze Wort für:
Berufliche Rehabilitation
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.

Berufliche Rehabilitation bedeutet zum Beispiel:
Frau Müller war lange krank.
Jetzt will Frau Müller wieder arbeiten gehen.
Damit das klappt, muss sie eine Weiter-Bildung machen.
Nach der erfolg-reichen Weiter-Bildung
kann sie bei ihrem alten Arbeit-Geber weiter arbeiten.
Ergo-Therapeut
Ergo-Therapeuten kennen sich gut aus mit Hilfs-Mitteln.
Menschen mit Behinderungen können sich
von einem Ergo-Therapeuten beraten lassen.
Ergo-Therapeuten wissen:
  • Welche Hilfs-Mittel gibt es?
  • Wie kann man Sachen umbauen?
  • Wie kann der Mensch gut arbeiten?
Zum Beispiel: bei der Arbeit mit einer Maschine.

Der Ergo-Therapeut schaut sich genau an:
In welchen Situationen hat der Mensch Probleme?
  • Welche Sachen kann der Mensch gut?
  • Welche Sachen kann der Mensch nicht so gut?
Die Menschen sollen gesund bleiben.
Auch bei der Arbeit.
Der Arbeits-Platz soll so sein,
dass man sich gut bewegen kann
Und keine Schmerzen bekommt.
Zum Beispiel: Keine Rücken-Schmerzen.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
Teilhabe bedeutet: dabei sein, mitmachen können.
Teilhabe am Arbeits-Leben bedeutet:
Man kann arbeiten.
Und Geld verdienen.

Menschen mit Behinderungen
Und ihre Arbeit-Geber können Förder-Leistungen bekommen.
Damit Menschen mit Behinderungen einen Job bekommen
Oder ihren Job behalten können.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben sind Hilfen für die Arbeit.
Zum Beispiel:
  • Hilfs-Mittel am Arbeits-Platz
  • Eine Assistenz bei der Arbeit (Eine Assistenz ist eine Person, die bei der Arbeit hilft.)
  • Berufs-Vorbereitende Bildungs-Maßnahmen
  • Kurse für Weiterbildungen
  • Oder Umschulungen
Das sind nur ein paar Beispiele.
Es gibt noch mehr Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
LTA-Antrag
LTA ist das kurze Wort für:
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
LTA bezahlen verschiedene Ämter.
Diese Ämter heißen: Rehabilitations-Träger
Man sagt kurz: Reha-Träger
In Deutschland gibt es verschiedene Reha-Träger.
Jeder Reha-Träger hat eine bestimmte Aufgabe.
Die Reha-Träger arbeiten zusammen.
Damit Menschen die Hilfe bekommen,
die sie brauchen.
Diese Reha-Träger bezahlen die LTA:
Zum Beispiel:
  • die Agentur für Arbeit
  • die Kranken-Versicherung
  • die Renten-Versicherung
  • Oder die Unfall-Versicherung
Sie müssen meistens einen Antrag stellen für die Leistungen.
Sie müssen nicht wissen,
wer die Leistung bezahlen muss.
Sie reichen den Antrag bei einem Reha-Träger ein.
Die Reha-Träger einigen sich dann unter sich,
wer zuständig ist.
Psychische Erkrankung
Psychische Erkrankung ist ein anderes Wort für:
Seelische Erkrankung.
Psychisch spricht man so: psü-chi-sch.

Wenn die Seele krank ist,
spricht man von einer psychischen Erkrankung.
Eine psychische Erkrankung kann man nicht sehen.
Trotzdem ist sie da.
Bei einer psychischen Erkrankung geht es um
die Gefühle und Gedanken von einem Menschen.

Es gibt verschiedene psychische Erkrankungen.
Ein bekanntes Beispiel ist die Erkrankung Depression.
Menschen mit Depression sind oft traurig.
Sie sind müde und haben keine Freude am Leben.
Sie möchten häufig nichts mehr machen.
Zum Beispiel:
  • nicht mehr aus dem Bett aufstehen
  • sich nicht mehr waschen
  • nicht mehr andere Leute treffen
Bei anderen psychischen Erkrankungen hat man andere Probleme.
Jeder Mensch kann eine psychische Erkrankung bekommen.
Psychische Erkrankungen können das tägliche Leben
von erkrankten Menschen sehr schwer machen.
Psychologe
Psychologen erforschen die Seele von Menschen.
Sie versuchen durch Gespräche Menschen zu verstehen.
Sie versuchen zu verstehen,
was im Menschen drin vorgeht.

Weitere Informationen

Referenznummer:

R/bild37


Informationsstand: 22.04.2024