Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Maßnahme
Maßnameart: Maßnahmen der WfbM Weiterbildung und Berufsanpassung Einrichtungen der beruflichen Reha
Berufliche Teilqualifizierung in einer WfbM
Zusammenfassung
Berufliche Teil-Qualifizierung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Kurzbeschreibung:

Einige Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) bieten Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an, die über die berufliche Grundqualifizierung im Berufsbildungsbereich hinausgehen. Dazu zählen: Berufliche Teil-Qualifizierungen auf der Grundlage anerkannter Ausbildungsberufe / Qualifizierungsbausteine nach § 69 Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Wenn du im Berufsbildungsbereich (BBB) einer WfbM bist und dich weiterbilden möchtest, kannst du an diesen Teil-Qualifizierungen teilnehmen. Erfolgreich abgeschlossene Qualifizierungsbausteine können dir beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt helfen.

Ziel:

Während der 24 Monate im Berufsbildungsbereich entscheidet sich in der Regel, ob du anschließend im Arbeitsbereich der WfbM eingesetzt wirst, oder ob ein Außenarbeitsplatz oder eine Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt in Frage kommt.
Ziel des Berufsbildungsbereiches ist es, deine Leistungsfähigkeit soweit wie möglich zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen. Nach Abschluss der Qualifizierung sollst du dazu in der Lage sein, wirtschaftlich verwertbare Arbeit zu leisten. Berufliche Teilqualifizierungen verbessern deine Chancen, einen Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bekommen.

Zielgruppe:

Du bist wegen der Art und Schwere deiner Behinderung auf besondere Unterstützung angewiesen?
Du hast im Moment oder in näherer Zukunft keine Chance eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden?
Dann hast du die Möglichkeit, zunächst einmal an einer berufsbildenden Qualifizierungsmaßnahme in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) teilzunehmen. Die Bildungsmaßnahme findet im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich der WfbM statt und dauert insgesamt 27 Monate. Das Eingangsverfahren dauert in der Regel drei Monate. Dort wird geklärt, ob die WfbM die geeignete Einrichtung für dich ist.

Voraussetzungen:

Nicht alle WfbM bieten in ihrem Berufsbildungsbereich Berufliche Teil-Qualifizierungen auf der Grundlage anerkannter Ausbildungsberufe / Qualifizierungsbausteine nach § 69 Berufsbildungsgesetz (BBiG) an. Das hängt von dem individuellen Konzept der WfbM im Berufsbildungsbereich ab.
In welcher WfbM du aufgenommen wirst, hängt in der Regel von deinem Wohnort ab. Alle WfbM verfügen über ein bestimmtes Einzugsgebiet. Du musst also im Einzugsgebiet einer WfbM wohnen, die solche Teil-Qualifizierungen anbietet. Wenn eine WfbM solche Teil-Qualifizierungen anbietet, kannst du in der Regel auch daran teilnehmen. Entscheidend ist, dass du Interesse an der Qualifizierung hast und über die gesundheitlichen Voraussetzungen verfügst.

Inhalte:

Bei einer Beruflichen Teilqualifizierung handelt es sich um inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Lerneinheiten, die aus den Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe entwickelt werden, so genannte Qualifizierungsbausteine.
Für abgeschlossene Qualifizierungsbausteine erhältst du in der Regel ein Zertifikat. Normalerweise bauen die einzelnen Bausteine nicht aufeinander auf. Sie können unabhängig voneinander absolviert werden.

Neben dem fachlichen Wissen und Können erwirbst du im Berufsbildungsbereich auch soziale und lebenspraktische Kompetenzen (zum Beispiel: Sozialverhalten, Arbeitsverhalten, persönliche Zukunftsplanung).

Teilqualifizierungen können in einer WfbM, in einem Betrieb oder in Zusammenarbeit mit anderen Bildungsanbietern durchgeführt werden. Ein Qualifizierungsbaustein dauert mindestens 4 und höchstens 12 Monate.

Finanzierung:

Die Agenturen für Arbeit kommen in den meisten Fällen als Kostenträger für die Finanzierung der Qualifizierungsmaßnahme in den Werkstätten in Betracht. Die Maßnahme wird maximal 27 Monate (Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich) gefördert.

Für Menschen, die bereits im Arbeitsleben standen, sind in vielen Fällen die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung für die Beratung und Finanzierung zuständig.

Wusstest du?

Als Alternative können die Leistungen im Berufsbildungsbereich auch außerhalb der WfbM ganz oder teilweise bei einem anderen Leistungsanbieter in Anspruch genommen werden.

Personen, die Anspruch auf Leistungen im Eingangsverfahren oder Berufsbildungsbereich einer WfbM oder bei einem anderen Leistungsanbieter haben, können als Alternative zur WfbM auch die Leistung Budget für Ausbildung wahrnehmen. Mit Hilfe des Budgets für Ausbildung ist auch eine reguläre Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglich.

Kurz-Text

Einige Werkstätten für behinderte Menschen bieten
im Berufs-Bildungs-Bereich berufliche Teil-Qualifizierungen an.
Bei der beruflichen Teil-Qualifizierung lernst du
einzelne Lern-Einheiten von einer richtigen Berufs-Ausbildung.
Die einzelnen Lern-Einheiten heißen auch: Qualifizierungs-Bausteine.

Lang-Text

Manche Menschen mit Behinderungen
können keine normale Ausbildung in einem Unternehmen machen.
Sie müssen mehr gefördert und unterstützt werden
als andere Menschen mit Behinderungen.
Diese Menschen lernen zum Beispiel
in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Das kurze Wort ist: WfbM

Berufliche Bildung ist für alle Menschen wichtig.
Auch für Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten.
Die Ausbildung in der WfbM findet im Berufs-Bildungs-Bereich statt.
Die Ausbildung ist aber auf dem allgemeinen Arbeits-Markt nicht anerkannt.
Im Berufs-Bildungs-Bereich können Menschen mit Behinderungen
verschiedene Sachen lernen.
Dabei werden sie von Fach-Leuten unterstützt.
Denn sie sollen nach der Zeit im Berufs-Bildungs-Bereich
zum Beispiel:
  • eine Ausbildung machen können
  • einen Arbeits-Platz in der Werkstatt bekommen
  • Oder auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können
Einige Werkstätten bieten im Berufs-Bildungs-Bereich
berufliche Teil-Qualifizierungen an.
Bei der beruflichen Teil-Qualifizierung lernen Menschen mit Behinderungen
einzelne Lern-Einheiten von einer richtigen Berufs-Ausbildung.
Die einzelnen Lern-Einheiten heißen auch: Qualifizierungs-Bausteine.
Ein Qualifizierungs-Baustein soll mindestens 4 Monate
Und höchstens 2 Jahre dauern.
Die Qualifizierungs-Bausteine sind so gemacht,
dass die Menschen mit Behinderungen gut lernen können.
Zum Beispiel gibt es Lern-Unterlagen in Leichter Sprache.

Die Teil-Qualifizierungen können hier gemacht werden:
  • in der WfbM
  • in einer Firma auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
  • Oder in Zusammen-Arbeit mit der WfbM und einer anderen Bildungs-Einrichtung
Warum sind Teil-Qualifizierungen in der WfbM
wichtig für die Teilhabe am Arbeits-Leben?
Menschen mit Behinderungen bekommen
  • Zeugnisse
  • Oder Zertifikate
für die erfolgreich abgeschlossenen Teil-Qualifizierungen.
Andere Wörter für Zertifikat sind:
  • Bescheinigung
  • Oder Urkunde
Auf dem Zertifikat steht,
welche beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten man erworben hat.
Mit dem Zertifikat können Menschen mit Behinderungen leichter
einen Job auf dem allgemeinen Arbeits-Markt finden.
Mögliche Arbeit-Geber können sich auf dem Zertifikat informieren,
was die Menschen mit Behinderungen können.

Die Qualifizierung in einer WfbM bezahlt in der Regel die Agentur für Arbeit.
Die Qualifizierungs-Maßnahme dauert maximal 27 Monate.
Die Qualifizierungs-Maßnahme findet im Eingangs-Verfahren
Und im Berufs-Bildungs-Bereich statt.
Das Eingangs-Verfahren dauert bis zu 3 Monate.
Dort wird geprüft
  • Ob eine Person mit Behinderungen in der WfbM arbeiten kann
  • Und wo die Person in der WfbM arbeiten kann
Der Berufs-Bildungs-Bereich dauert 24 Monate.

Bei erwachsenen Menschen,
die ihren alten Beruf wegen einer Behinderung aufgeben mussten,
können auch
  • die Renten-Versicherung
  • Oder die Kranken-Versicherung
für die Kosten aufkommen.

Hier werden Schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:

Agentur für Arbeit
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft Menschen,
die eine Arbeit suchen.
Und sie hilft Menschen,
damit sie ihre Arbeit behalten können.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch Arbeit-Gebern.
Zur Bundes-Agentur für Arbeit gehören alle
Agenturen für Arbeit in Deutschland.
Die Agentur für Arbeit in deiner Stadt ist für dich zuständig.
Oder eine Agentur für Arbeit in deiner Nähe.
Allgemeiner Arbeits-Markt
Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,
wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.
Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
wenn man
  • In einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
  • Bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
  • Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
Wer auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeitet, hat zum Beispiel:
  • einen Arbeits-Vertrag mit einer Firma
  • Und einen festen Lohn
Menschen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
können auch arbeits-los werden.
WfbM-Beschäftigte arbeiten nicht
auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Renten-Versicherung
Die Renten-Versicherung ist ein Teil
von der Sozial-Versicherung in Deutschland.

Zur Sozial-Versicherung gehören
  • die Renten-Versicherung,
  • die Kranken-Versicherung,
  • die Pflege-Versicherung,
  • die Arbeitslosen-Versicherung
  • Und die Unfall-Versicherung.
Die Renten-Versicherung hilft den versicherten Personen:
Wenn sie wegen Krankheit
Oder einer Behinderung nicht mehr voll arbeiten können.
Oder gar nicht mehr arbeiten können.
Das nennt man Minderung der Erwerbs-Fähigkeit.
Oder Erwerbs-Minderung.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung Leistungen zur Rehabilitation.
Und Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.

Wenn sie alt sind und nicht mehr arbeiten müssen.
Statt Arbeits-Lohn bekommen sie dann Rente.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung die Rente.
Und Geld für die Kranken-Versicherung der Rentner.

Wenn der Ehe-Mann oder die Ehe-Frau gestorben ist.
Oder wenn der Vater oder die Mutter gestorben ist.
Dann bezahlt die Renten Versicherung Geld an die Hinterbliebenen.
Die Rente nennt man Hinterbliebenen-Rente.

Zu den Aufgaben der Renten-Versicherung gehört auch:
Die Beratung
  • von versicherten Personen,
  • von Rentnern
  • Und von Arbeit-Gebern.
Unfall-Versicherung
Die gesetzliche Unfall-Versicherung
gehört zur deutschen Sozial-Versicherung.
Die Sozial-Versicherung ist für alle Menschen in Deutschland.

Zur deutschen Sozial-Versicherung gehören auch:
  • Die Arbeitslosen-Versicherung
  • Die gesetzliche Kranken-Versicherung
  • Die Pflege-Versicherung
  • Und die Deutsche Renten-Versicherung
Jeder Mensch in Deutschland soll gut leben können.
Auch wenn er krank ist.
Oder arbeitslos.
Die Sozial-Versicherung hilft den Menschen.
Die versicherten Menschen bekommen im Ernst-Fall finanzielle Unterstützung und schnelle Hilfe.

Die gesetzliche Unfall-Versicherung kümmert sich um Menschen,
die einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder die einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder die eine Berufs-Krankheit haben.

Die Berufs-Genossenschaften und die Unfall-Kassen
sind die Träger der gesetzlichen Unfall-Versicherung.
Das bedeutet:
Sie machen die Verwaltung und sie bezahlen Geld.
Sie kümmern sich um die Menschen,
wenn sie einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder in der Schule oder im Kindergarten.
Oder wenn Menschen durch die Arbeit krank werden.

Eine Berufs-Genossenschaft ist eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Dort sind alle Arbeit-Nehmer versichert.

Eine Unfall-Kasse
ist auch eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Die Unfall-Kasse ist aber vor allem für Arbeit-Nehmer,
die im öffentlichen Dienst arbeiten.

Öffentlicher Dienst bedeutet:
Die Arbeit-Nehmer arbeiten für den Staat oder ein Bundes-Land.

Zum Beispiel:
  • In einer Schule
  • In einem Kranken-Haus
  • Oder bei der Müll-Abfuhr
Diese Personen sind ebenfalls bei einer Unfall-Kasse versichert:
  • Kinder in Kinder-Tageseinrichtungen
  • Schülerinnen und Schüler
  • Studentinnen und Studenten
  • Oder auch wenn jemand im Ehren-Amt arbeitet
Ehren-Amt bedeutet:
Jemand macht die Arbeit freiwillig und bekommt kein Geld.
Er arbeitet ehren-amtlich.
Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
Die Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen ist: WfbM
Viele Menschen mit Behinderungen
bekommen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
keinen Ausbildungs- oder Arbeits-Platz.
Deshalb arbeiten Sie in einer WfbM.

WfbM machen die Teilhabe am Arbeits-Leben möglich.
Das heißt:
Sie schaffen Arbeits-Plätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
In einer WfbM gibt es verschiedene Arbeits-Plätze.
Die Arbeits-Plätze sind behinderungs-gerecht gestaltet.
Menschen mit Behinderungen bekommen hier
viel Unterstützung bei der Arbeit.

Die WfbM sollen den Werkstatt-Beschäftigten zum Beispiel:
  • Passende Arbeits-Plätze anbieten
  • Eine gute berufliche Bildung anbieten
  • Ihre Persönlichkeit fördern
  • Oder den Übergang auf den allgemeinen Arbeits-Markt ermöglichen.
Diese Bereiche gibt es in einer WfbM:
  • Eingangs-Verfahren
  • Berufs-Bildungs-Bereich
  • Arbeits-Bereich
  • Und Förder- und Betreuungs-Bereich
Das Eingangs-Verfahren
Wenn eine Person neu in die WfbM kommt,
dann macht sie zuerst beim Eingangs-Verfahren mit.
Hier kann sie viele verschiedene Arbeits-Bereiche ausprobieren.
Und sie lernt, wie in der WfbM gearbeitet wird.

Die WfbM prüft in Eingangs-Verfahren zum Beispiel:
  • Ob eine Person mit Behinderungen in der WfbM arbeiten kann
  • Und wo die Person in der WfbM arbeiten kann
  • In dem Eingangs-Verfahren bleibt die Person 1 bis 3 Monate
Dann kommt sie in einen anderen Bereich.

Der Berufs-Bildungs-Bereich:
Hier können Menschen mit Behinderungen verschiedene Sachen lernen.
Dabei werden sie von Fach-Leuten unterstützt.
Denn sie sollen nach der Zeit im Berufs-Bildungs-Bereich
zum Beispiel:
  • Eine Ausbildung machen können
  • Einen Arbeits-Platz in der Werkstatt bekommen
  • Oder auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können
Im Berufs-Bildungs-Bereich
können Menschen mit Behinderungen auch lernen:
  • Dass sie pünktlich bei der Arbeit sein müssen
  • Wie sie mit Ihrem Geld umgehen sollen
  • Und worauf sie im Straßen-Verkehr achten müssen. Damit ihnen nichts passiert
Der Berufs-Bildung-Bereich dauert 2 Jahre.

Der Arbeits-Bereich
Jeder Mensch mit Behinderungen soll die Arbeit machen,
die er am besten kann.
Dabei wird er in der WfbM von Fach-Leuten unterstützt.
Wenn ein Mensch im Arbeits-Bereich von der WfbM arbeitet,
dann hat er dort einen festen Arbeits-Platz.
Den Arbeits-Platz kann er so lange behalten,
wie er die Arbeit machen kann.
Und für die Arbeit bekommt er Geld.

Der Förder- und Betreuungs-Bereich
Manchmal können Menschen mit Behinderungen
nicht in der WfbM arbeiten.
Zum Beispiel:
Weil die Behinderung zu schwer ist.
Dann können sie in eine Förder-Gruppe gehen.
Oder sie gehen in die Tages-Förder-Stätte.

Weitere Informationen

Referenznummer:

R/bild60


Informationsstand: 16.04.2024