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Maßnahme
Maßnameart: Berufsvorbereitung und Grundausbildung Eignung und Berufsfindung
Blindentechnische Grundqualifizierung (BTG)
Zusammenfassung
Blinden-technische Grund-Ausbildung

Kurzbeschreibung:

Du willst trotz Sehbehinderung am Berufsleben teilhaben? Mit einer Blindentechnischen Grundqualifizierung (BTG) lernst du Fertigkeiten um dich bei einer Ausbildung oder im Berufsleben besser zurecht zu finden.

Ziel:

Schülerinnen und Schüler oder Studierende sollen nach der Blindentechnischen Grundqualifizierung (BTG) in der Lage sein eine Ausbildung anzufangen oder fortzuführen. Berufstätige können anschließend eine Umschulung absolvieren oder in den bisherigen Beruf zurückkehren. Ziel ist, dass du trotz Sehbehinderung ein möglichst selbstständiges Leben führen kannst.

Zielgruppe:

Eine blindentechnische Grundqualifizierung ist für dich nur relevant, wenn du blind bist oder eine Sehbehinderung hast.

Voraussetzungen:

Die blindentechnische Grundqualifizierung erhältst du über die Reha-Beraterinnen und Reha-Berater der Bundesagentur für Arbeit oder des zuständigen Rehabilitationsträgers. Davor erfolgt meistens eine Beratung, Eignungsabklärung oder Arbeitserprobung in Berufsbildungswerken (BBW) oder Berufsförderungswerken (BFW). Das ist wichtig, um zu erfahren, was dir helfen kann.

Inhalte:

Die blindentechnische Grundqualifizierung vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten, die für deine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit in Ausbildung, Beruf und im Privatleben wichtig sind. Die Maßnahme wird vor Beginn der beruflichen Rehabilitation in Schulen für blinde Menschen, in Berufsbildungswerken (BBW), Berufsförderungswerken (BFW) oder in sonstigen Rehabilitationseinrichtungen durchgeführt.

Die Unterrichtsinhalte umfassen:

  • Braille-Punktschrift (Blindenschrift),
  • Einführung in die Bedienung von blindenspezifischen Computerhilfsmitteln,
  • Einführung in die Arbeit mit elektronischen Blindenlesegeräten/-notizgeräten,
  • Orientierung und Mobilität,
  • Lebenspraktische Fähigkeiten.

Die blindentechnische Grundqualifizierung dauert ungefähr ein Jahr.

Finanzierung:

Die Blindentechnische Grundqualifizierung wird vom jeweiligen Reha-Träger gefördert. Wer dies im Einzelfall ist, hängt von deiner individuellen Situation ab.

Kurz-Text

Blinde und stark seh-behinderte Menschen
müssen viele spezielle Fertigkeiten erlernen,
damit sie
  • einen Beruf ausüben
  • Und sich im Alltag zurecht-finden
können.

Diese Fertigkeiten kann man
bei einer Blinden-technischen Grund-Ausbildung erlernen.
Zum Beispiel:
  • das Erlernen von der Blinden-Schrift
  • das Schreiben auf der Tastatur
  • Oder das Kennen-lernen und Bedienen von verschiedenen Hilfs-Mitteln am Computer

Lang-Text

Bei manchen Menschen kann ein Unfall
Oder eine Krankheit zum Erblinden führen.
Blind werden verändert das ganze Leben.
Das gilt auch für einen teil-weisen Seh-Verlust.

Blinde und stark seh-behinderte Menschen
müssen viele spezielle Fertigkeiten erlernen,
damit sie
  • einen Beruf ausüben
  • Und sich im Alltag zurecht-finden
können.

Diese Fertigkeiten kann man
bei einer Blinden-technischen Grund-Ausbildung erlernen.
Eine Blinden-technische Grund-Ausbildung ist eine berufliche Reha-Maßnahme.
Die Abkürzung ist BTG.
Reha bedeutet: Etwas wieder möglich machen.

Die BTG ist eine 1-jährige Bildungs-Maßnahme
für das Erlernen von Blinden-Techniken.
Dazu gehören zum Beispiel:
  • das Erlernen von der Blinden-Schrift
  • das Schreiben auf der Tastatur
  • Oder das Kennen-lernen und Bedienen von verschiedenen Hilfs-Mitteln am Computer
Diese Blinden-Techniken sind ganz wichtig für das weitere Berufs-Leben.
Nach der BTG sollen die Teilnehmer in der Lage sein:
  • ihre Ausbildung fortzusetzen
  • eine neue Ausbildung zu machen
  • an ihren ürsprünglichen Arbeits-Platz zurück-zu-kehren
  • oder eine Umschulung zu machen
Bei der BTG wird auch ein Orientierungs- und Mobilitäts-Training gemacht.
Damit du dich selbst-ständig und sicher
im öffentlichen Raum bewegen und orientieren kannst.

Bei der BTG werden auch lebens-praktische Fähigkeiten unterrichtet.
Damit du zum Beispiel
  • eine Unter-Schrift schreiben kannst
  • Geld erkennen kannst
  • deine Kleidung pflegen kannst
  • dir etwas kochen kannst
  • und einen eigenen Haushalt führen kannst
Am Ende von der BTG kannst Du viele Dinge wieder allein tun.
Zum Beispiel: Du gehst allein den Weg zur Ausbildung.
Du nimmst wieder stärker am sozialen Leben teil.
Zum Beispiel: Du triffst dich mit Freunden.

An einer BTG können Jugendliche und Erwachsene teilnehmen:
Wenn sie plötzlich erblindet sind.
Oder wenn sie ihre Seh-Kraft stark verloren haben.

Die BTG wird von
  • der Agentur für Arbeit
  • der Renten-Versicherung
  • Oder von der Unfall-Versicherung
bezahlt.

Hier werden Schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:

Agentur für Arbeit
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft Menschen,
die eine Arbeit suchen.
Und sie hilft Menschen,
damit sie ihre Arbeit behalten können.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch Arbeit-Gebern.
Zur Bundes-Agentur für Arbeit gehören alle
Agenturen für Arbeit in Deutschland.
Die Agentur für Arbeit in deiner Stadt ist für dich zuständig.
Oder eine Agentur für Arbeit in deiner Nähe.
Berufliche Reha
Berufliche Reha ist das kurze Wort für:
Berufliche Rehabilitation
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.

Berufliche Rehabilitation bedeutet zum Beispiel:
Frau Müller war lange krank.
Jetzt will Frau Müller wieder arbeiten gehen.
Damit das klappt, muss sie eine Weiter-Bildung machen.
Nach der erfolg-reichen Weiter-Bildung
kann sie bei ihrem alten Arbeit-Geber weiter arbeiten.
Renten-Versicherung
Die Renten-Versicherung ist ein Teil
von der Sozial-Versicherung in Deutschland.

Zur Sozial-Versicherung gehören
  • die Renten-Versicherung,
  • die Kranken-Versicherung,
  • die Pflege-Versicherung,
  • die Arbeitslosen-Versicherung
  • Und die Unfall-Versicherung
Die Renten-Versicherung hilft den versicherten Personen:
Wenn sie wegen Krankheit
Oder einer Behinderung nicht mehr voll arbeiten können.
Oder gar nicht mehr arbeiten können.
Das nennt man Minderung der Erwerbs-Fähigkeit.
Oder Erwerbs-Minderung.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung Leistungen zur Rehabilitation.
Und Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.

Wenn sie alt sind und nicht mehr arbeiten müssen.
Statt Arbeits-Lohn bekommen sie dann Rente.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung die Rente.
Und Geld für die Kranken-Versicherung der Rentner.

Wenn der Ehe-Mann oder die Ehe-Frau gestorben ist.
Oder wenn der Vater oder die Mutter gestorben ist.
Dann bezahlt die Renten Versicherung Geld an die Hinterbliebenen.
Die Rente nennt man Hinterbliebenen-Rente.

Zu den Aufgaben der Renten-Versicherung gehört auch:
Die Beratung
  • von versicherten Personen,
  • von Rentnern
  • Und von Arbeit-Gebern.
Unfall-Versicherung
Die gesetzliche Unfall-Versicherung
gehört zur deutschen Sozial-Versicherung.
Die Sozial-Versicherung ist für alle Menschen in Deutschland.

Zur deutschen Sozial-Versicherung gehören auch:
  • Die Arbeitslosen-Versicherung
  • Die gesetzliche Kranken-Versicherung
  • Die Pflege-Versicherung
  • Und die Deutsche Renten-Versicherung
Jeder Mensch in Deutschland soll gut leben können.
Auch wenn er krank ist.
Oder arbeitslos.
Die Sozial-Versicherung hilft den Menschen.
Die versicherten Menschen bekommen im Ernst-Fall
finanzielle Unterstützung und schnelle Hilfe.

Die gesetzliche Unfall-Versicherung kümmert sich um Menschen,
die einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder die einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder die eine Berufs-Krankheit haben.

Die Berufs-Genossenschaften und die Unfall-Kassen
sind die Träger der gesetzlichen Unfall-Versicherung.
Das bedeutet:
Sie machen die Verwaltung und sie bezahlen Geld.
Sie kümmern sich um die Menschen,
wenn sie einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder in der Schule oder im Kindergarten.
Oder wenn Menschen durch die Arbeit krank werden.

Eine Berufs-Genossenschaft ist eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Dort sind alle Arbeit-Nehmer versichert.

Eine Unfall-Kasse
ist auch eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Die Unfall-Kasse ist aber vor allem für Arbeit-Nehmer,
die im öffentlichen Dienst arbeiten.

Öffentlicher Dienst bedeutet:
Die Arbeit-Nehmer arbeiten für den Staat oder ein Bundes-Land.

Zum Beispiel:
  • In einer Schule
  • In einem Kranken-Haus
  • Oder bei der Müll-Abfuhr
Diese Personen sind ebenfalls bei einer Unfall-Kasse versichert:
  • Kinder in Kinder-Tageseinrichtungen
  • Schülerinnen und Schüler
  • Studentinnen und Studenten
  • Oder auch wenn jemand im Ehren-Amt arbeitet
Ehren-Amt bedeutet:
Jemand macht die Arbeit freiwillig und bekommt kein Geld.
Er arbeitet ehren-amtlich.

Weitere Informationen

Referenznummer:

R/bild55


Informationsstand: 16.04.2024