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Maßnahme
Maßnameart: Einrichtungen der beruflichen Reha Weiterbildung und Berufsanpassung Berufsausbildung Berufsvorbereitung und Grundausbildung Eignung und Berufsfindung Qualifizierung und Umschulung
Berufliche Weiterbildung im Berufsförderungswerk (BFW)
Zusammenfassung
Berufliche Weiterbildung im Berufs-Förderungs-Werk (BFW)

Kurzbeschreibung:

Während der beruflichen Neu- oder Umorientierung benötigst du besondere Hilfen? Dann können Weiterbildungsmaßnahmen in Berufsförderungswerken (BFW) die richtige Anhaltestelle für dich sein! Menschen mit Behinderungen, die während der beruflichen Neu- und Umorientierung auf besondere Hilfen, individuelle Betreuung und Förderung angewiesen sind, können an Weiterbildungsmaßnahmen in Berufsförderungswerken (BFW) teilnehmen. Dadurch soll die erfolgreiche Wiedereingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt sichergestellt werden.

Ziel:

Berufsförderungswerke sind gemeinnützige außerbetriebliche Bildungseinrichtungen und bundesweit organisiert (28 Hauptstandorte und rund 70 Außenstellen). Sie bieten berufliche Fortbildungen und Umschulungen für Erwachsene an. Ziel ist die erfolgreiche Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zielgruppe:

Das Angebot der beruflichen Weiterbildung richtet sich an Personen, die aufgrund eines Unfalls, einer Behinderung oder Erkrankung ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Die BFW nehmen Personen unabhängig von den Ursachen der gesundheitlichen Beeinträchtigung auf, wobei auch Mehrfachbehinderungen vorliegen können.

Voraussetzungen:

Um an einer Weiterbildungsmaßnahme in Berufsförderungswerken teilnehmen zu können, muss ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beim zuständigen Rehabilitationsträger (zum Beispiel Agentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung) gestellt werden. Ob die Voraussetzungen für eine berufliche Rehabilitation vorliegen, wird dann im Einzelfall geklärt.

Inhalte:

Die BFW bieten Berufsausbildungen mit einem Kammerabschluss, Qualifizierungen mit Zertifikaten und vorbereitende Reha-Maßnahmen (beispielsweise Eignungsabklärungen, Arbeitserprobungen und Rehabilitationsvorbereitungslehrgänge) an. Berufliche Weiterbildungen kannst du diversen Bereichen machen, dazu gehören:

  • Kaufmännische und Verwaltungsberufe,
  • Gewerbliche Berufe (Metall / Service / Elektro),
  • Berufe der Informations- und Telekommunikationstechnik,
  • Berufe der Medien- und Druckindustrie,
  • Zeichnerinnen und Zeichner, Technikerinnen und Techniker und Ingenieurinnen und Ingenieure,
  • Berufe im Garten- und Landschaftsbau,
  • Berufe im Gesundheitswesen,
  • Berufe im Sozialwesen.

Finanzierung:

Die Kosten der beruflichen Weiterbildung trägt der zuständige Reha-Träger (zum Beispiel Agentur für Arbeit, Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft).

Kurz-Text

Du musstest deinen alten Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben?
Du möchtest nach einer längeren Auszeit wieder ins Berufs-Leben einsteigen
Und dich beruflich neu-orientieren?
Du brauchst wegen einer Behinderung besondere Unterstützung oder Hilfen?
Dann kannst du eine berufliche Weiterbildung
in einer beruflichen Reha-Einrichtung machen.
Zum Beispiel in einem Berufs-Förderungs-Werk.

Lang-Text

Du musstest deinen alten Beruf
aus gesundheitlichen Gründen aufgeben?
Du möchtest nach einer längeren Auszeit
wieder ins Berufs-Leben einsteigen
Und dich beruflich neu-orientieren?
Du brauchst wegen einer Behinderung
besondere Unterstützung oder Hilfen?
Dann kannst du eine berufliche Weiterbildung
in einer beruflichen Reha-Einrichtung machen.
Zum Beispiel in einem Berufs-Förderungs-Werk.
Das kurze Wort für Berufs-Förderungs-Werk ist: BFW

BFW sind außer-betriebliche Bildungs-Einrichtungen
für erwachsene Menschen mit Behinderungen.
Außer-betrieblich bedeutet:
Die Weiter-Bildung findet nicht in einem Betrieb statt.
Du machst diese Weiterbildung in einer Bildungs-Einrichtung.
Nach der Weiterbildung im BFW
sollen die Menschen mit Behinderungen wieder
auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können.
In Deutschland gibt es 28 BFW mit vielen Außen-Stellen.

Manchmal müssen Menschen mit Behinderungen
einen neuen Beruf lernen.
Dann müssen sie darüber nach-denken:
  • Welche andere Arbeit macht mir Spaß?
  • Was kann ich gut?
Zum Beispiel:
  • Möchte ich mit anderen Menschen arbeiten?
  • Kann ich am Computer arbeiten?
Das BFW hilft Menschen mit Behinderungen:
  • Dass sie ihre Stärken erkennen
  • Dass sie einen neuen Beruf lernen
  • Dass sie mit der Behinderung gut leben und arbeiten können
So wie es der einzelne Mensch mit einer Behinderung braucht.

Dafür arbeiten in einem BFW verschiedene Menschen zusammen.
Zum Beispiel:
  • Ausbilder
  • Sozial-Arbeiter
  • Ärzte
  • Und Therapeuten
Therapeuten helfen Menschen mit Behinderungen bei Problemen.

In einem BFW kann man
  • berufliche Weiterbildungen
  • Und Umschulungen in einem neuen Beruf
machen.

Die BFW bieten insgesamt etwa 400 verschiedene
  • Berufs-Ausbildungen
  • Und Teil-Qualifikationen
an.

Zur Vorbereitung auf eine Umschulung
kann ein Lehrgang besucht werden.
Der Lehrgang heißt:
Rehabilitations-Vorbereitungs-Lehrgang
In dem Lehrgang werden Schul-Fächer wiederholt.
Zum Beispiel:
  • Deutsch
  • Mathe
  • Oder Englisch
Auch der Umgang mit einem Computer wird geübt.
Damit die Umschulung erfolgreich wird.

Manche BFW bieten Weiter-Bildungen für bestimmte Behinderungen an.
Spezielle BFW und Angebote gibt es zum Beispiel:
  • für blinde und seh-behinderte Menschen
  • für Menschen mit einer Hör-Behinderung
  • für Menschen mit Schwerst-Behinderung
  • für Menschen mit Aphasie
  • Oder für Schmerz-Patienten.
Wie kommt man an eine Weiterbildung in einem BFW?
Du musst vorher einen Antrag stellen.
Der Antrag heißt in Schwerer Sprache:
Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
Das kurze Wort dafür: LTA-Antrag.
Teilhabe bedeutet:
  • dabei sein
  • Und mit-machen können
Mit Leistungen ist meistens Geld gemeint.
Oder andere Hilfen.
Zum Beispiel
  • eine Bildungs-Maßnahme
  • Hilfen am Arbeits-Platz
  • Oder eine Assistenz für die Arbeit. Eine Assistenz hilft einer Person bei der Arbeit.
Die Kosten für die Weiterbildung in einem BFW können
zum Beispiel
  • von der Agentur für Arbeit
  • von der Unfall-Versicherung
  • Oder von der Renten-Versicherung
übernommen werden.

Hier werden Schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:

Agentur für Arbeit
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft Menschen,
die eine Arbeit suchen.
Und sie hilft Menschen,
damit sie ihre Arbeit behalten können.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch Arbeit-Gebern.
Zur Bundes-Agentur für Arbeit gehören alle
Agenturen für Arbeit in Deutschland.
Die Agentur für Arbeit in deiner Stadt ist für dich zuständig.
Oder eine Agentur für Arbeit in deiner Nähe.
Allgemeiner Arbeits-Markt
Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,
wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.
Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
wenn man
  • In einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
  • Bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
  • Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
Wer auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeitet, hat zum Beispiel:
  • einen Arbeits-Vertrag mit einer Firma
  • Und einen festen Lohn
Menschen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
können auch arbeits-los werden.
Aphasie
Der Begriff Aphasie bezeichnet eine erworbene Sprach-Störung.
In den meisten Fällen entsteht die Sprach-Störung
durch einen Schlag-Anfall.
Menschen mit Aphasie haben Schwierigkeiten beim
  • Sprechen
  • Verstehen
  • Lesen
  • Und Schreiben.
Sie leiden oft unter Wort-Findungs-Schwierigkeiten.
Berufliche Reha
Berufliche Reha ist das kurze Wort für:
Berufliche Rehabilitation
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.

Berufliche Rehabilitation bedeutet zum Beispiel:
Frau Müller war lange krank.
Jetzt will Frau Müller wieder arbeiten gehen.
Damit das klappt, muss sie eine Weiter-Bildung machen.
Nach der erfolg-reichen Weiter-Bildung
kann sie bei ihrem alten Arbeit-Geber weiter arbeiten.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
Teilhabe bedeutet: dabei sein, mitmachen können.
Teilhabe am Arbeits-Leben bedeutet:
Man kann arbeiten.
Und Geld verdienen.

Menschen mit Behinderungen
Und ihre Arbeit-Geber können Förder-Leistungen bekommen.
Damit Menschen mit Behinderungen einen Job bekommen
Oder ihren Job behalten können.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben sind Hilfen für die Arbeit.
Zum Beispiel:
  • Hilfs-Mittel am Arbeits-Platz
  • Eine Assistenz bei der Arbeit. Eine Assistenz ist eine Person, die bei der Arbeit hilft.
  • Berufs-Vorbereitende Bildungs-Maßnahmen
  • Kurse für Weiterbildungen
  • Oder Umschulungen
Das sind nur ein paar Beispiele.
Es gibt noch mehr Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
Renten-Versicherung
Die Renten-Versicherung ist ein Teil
von der Sozial-Versicherung in Deutschland.

Zur Sozial-Versicherung gehören
  • die Renten-Versicherung,
  • die Kranken-Versicherung,
  • die Pflege-Versicherung,
  • die Arbeitslosen-Versicherung
  • Und die Unfall-Versicherung.
Die Renten-Versicherung hilft den versicherten Personen:
Wenn sie wegen Krankheit
Oder einer Behinderung nicht mehr voll arbeiten können.
Oder gar nicht mehr arbeiten können.
Das nennt man Minderung der Erwerbs-Fähigkeit.
Oder Erwerbs-Minderung.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung Leistungen zur Rehabilitation.
Und Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.

Wenn sie alt sind und nicht mehr arbeiten müssen.
Statt Arbeits-Lohn bekommen sie dann Rente.
Dann bezahlt die Renten-Versicherung die Rente.
Und Geld für die Kranken-Versicherung der Rentner.

Wenn der Ehe-Mann oder die Ehe-Frau gestorben ist.
Oder wenn der Vater oder die Mutter gestorben ist.
Dann bezahlt die Renten Versicherung Geld an die Hinterbliebenen.
Die Rente nennt man Hinterbliebenen-Rente.

Zu den Aufgaben der Renten-Versicherung gehört auch:
Die Beratung
  • von versicherten Personen,
  • von Rentnern
  • Und von Arbeit-Gebern.
Teil-Qualifikation
Ein anderes Wort für Teil-Qualifikation ist: Teil-Qualifizierung
Teil-Qualifizierungen sind Weiterbildungs-Angebote für Erwachsene.
Erwachsene können mit Hilfe von Teil-Qualifizierungen,
Schritt für Schritt einen Berufs-Abschluss nach-holen.
Teil-Qualifizierungen sind aus anerkannten Ausbildungs-Berufen abgeleitet.
Unfall-Versicherung
Die gesetzliche Unfall-Versicherung
gehört zur deutschen Sozial-Versicherung.
Die Sozial-Versicherung ist für alle Menschen in Deutschland.

Zur deutschen Sozial-Versicherung gehören auch:
  • Die Arbeitslosen-Versicherung.
  • Die gesetzliche Kranken-Versicherung.
  • Die Pflege-Versicherung.
  • Und die Deutsche Renten-Versicherung.
Jeder Mensch in Deutschland soll gut leben können.
Auch wenn er krank ist.
Oder arbeitslos.
Die Sozial-Versicherung hilft den Menschen.
Die versicherten Menschen bekommen im Ernst-Fall
finanzielle Unterstützung und schnelle Hilfe.

Die gesetzliche Unfall-Versicherung kümmert sich um Menschen,
die einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder die einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder die eine Berufs-Krankheit haben.

Die Berufs-Genossenschaften und die Unfall-Kassen
sind die Träger der gesetzlichen Unfall-Versicherung.
Das bedeutet:
Sie machen die Verwaltung und sie bezahlen Geld.
Sie kümmern sich um die Menschen,
wenn sie einen Unfall bei der Arbeit haben.
Oder einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit haben.
Oder in der Schule oder im Kindergarten.
Oder wenn Menschen durch die Arbeit krank werden.

Eine Berufs-Genossenschaft ist eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Dort sind alle Arbeit-Nehmer versichert.

Eine Unfall-Kasse
ist auch eine gesetzliche Unfall-Versicherung.
Die Unfall-Kasse ist aber vor allem für Arbeit-Nehmer,
die im öffentlichen Dienst arbeiten.

Öffentlicher Dienst bedeutet:
Die Arbeit-Nehmer arbeiten für den Staat oder ein Bundes-Land.

Zum Beispiel:
  • In einer Schule.
  • In einem Kranken-Haus.
  • Oder bei der Müll-Abfuhr.
Diese Personen sind ebenfalls bei einer Unfall-Kasse versichert:
  • Kinder in Kinder-Tageseinrichtungen.
  • Schülerinnen und Schüler.
  • Studentinnen und Studenten.
  • Oder auch wenn jemand im Ehren-Amt arbeitet.
Ehren-Amt bedeutet:
Jemand macht die Arbeit freiwillig und bekommt kein Geld.
Er arbeitet ehren-amtlich.

Weitere Informationen

Referenznummer:

R/bild50


Informationsstand: 16.04.2024