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Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt
IMBA - Integration von Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt (3)

Beschreibung / Inhalte

Im Rahmen eines Forschungsauftrages des Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung wird über die Ergebnisse von 3 Fallstudien aus dem Rehabilitationszentrum, ARZ-Siegerland, berichtet, deren weitere Auswertung vor Ort und im Institut für angewandte Rehabilitationswissenschaften, Emmaburg-Klinik, Bad Laasphe erfolgte. Das Vorgehen war interdisziplinär. Für alle Gruppen konnte mit IMBA ein unterschiedlich hoher Handlungsbedarf ermittelt werden. Dieser war bei der Gruppe "normaler" Rehabilitanden (NGr) mit meist einfacher orthopädischer Diagnose und gesichertem Arbeitsplatz absehbar gering. Bei der Problemgruppe (PrG) kamen neben Alter, Multimorbidität auch die Problematik des Arbeitsmarktes zum Tragen. Bei den Erhebungen in einem Großbetrieb der Schwerindustrie (in Zusammenarbeit mit der Uni Dresden) konnte die Anwendbarkeit des Verfahrens für sekundär präventive Aspekte herausgestellt werden (KrG). Die Auswertungen und deren Konsequenzen trugen dazu bei, die Integration von Rehabilitanden eines ambulanten Reha-Zentrums abzusichern, bzw. für eine Problemgruppe den fortlaufenden Integrationsbedarf festzulegen. Das IMBA-Verfahren erwies sich als ein Instrument zur Qualitätssicherung in der (ambulanten) Rehabilitation. Dabei zeigten sich aber auch kritische Aspekte für die Umsetzung des Handlungsbedarfs, wenn die Rahmenbedingungen für die Integration nicht ausreichen. Modellhaft wurde auf Grundlage der IMBA-Erhebungen ein Reha-Konsulting durchgeführt, um integrative Maßnahmen interdisziplinär unter Mitwirkung des Betroffenen zu verwirklichen.

Mit der neu entwickelten PC-Version von IMBA konnten die anfallenden Daten in ein derzeit aktuelles Statistik-Programm überführt und ausgewertet werden (Excel).
Für eine Problemsicherung der subjektiven Belastungskriterien kam der FBS (Selbstbefragungsbogen) und zur Einschätzung der sozial-integrativen Probleme der Integrations-Prognose-Index (IPI) als Ergänzung zum IMBA-Verfahren zur Anwendung. Außerdem wurde wegen der Verfahrenspraktikabilität ein IMBA-Screening entwickelt, um Teamabsprachen für Reha-Konsulting und Reha-Nachsorge gezielt zu gestalten. Wesentliche Schritte zur Einbindung von Melba als integrativer Baustein von IMBA wurden vollzogen. Modell- und Mustergutachten wurden erstellt und bei einer Gruppe von Probanden konnte ein umfangreicher Verfahrensvergleich durchgeführt werden (GGr mit EAM, IMBA-MELBA, Ergos im Vergleich zur anderen FCE-Verfahren).

Ein Beratungsnetzwerk konnte unter Mitbeteiligung der Reha-Träger (Privatversicherer, MDK, LVA, Berufsförderungswerke und teilweise BfA) aufgebaut werden. Auf umfangreiche wissenschaftliche Aktivitäten zur Erfahrung mit IMBA sowie auf vergleichende Recherchen zu internationalen Standards, einschließlich USA, wird eingegangen.

Projektdaten

Beginn:

01.01.1990


Abschluss:

31.12.1999


Fördernummer:

VI b1 - 58330 - 53

Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung - BMA (jetzt: BMAS)

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Schian, Hans-Martin, Dr. med. (im Ruhestand) | 
  • Weinmann, Sigbert, Prof. Dr.

Mitarbeitende:

  • Kaiser, Harald, Dipl.-Ing. | 
  • Rexrodt, Christian, Prof. Dr. | 
  • Ramsauer, Frank, Prof. Dr. Ing. Dipl. Soz.

Institutionen:

Arbeitsgruppe Arbeitswissenschaft:
MundA Gesellschaft für Mensch und Arbeit mbH
Kruppstr. 82-100
45145 Essen
Homepage: http://www.munda.de
Homepage: http://www.imba.de

Arbeitsgruppe Medizin:
IFAR - Institut für angewandte
Rehabilitations-Wissenschaften

Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH
an der Deutschen Sporthochschule Köln

Arbeitsgruppe Psychologie:
Universität Siegen
Projektgruppe MELBA

J. Greve, K.A. Jochheim, H.-M. Schian:
Erhebungsverfahren zur beruflichen Rehabilitation behinderter Menschen. Vom Ertomis-Verfahren zum IMBA-Informationssystem. Rehabilitation 36 (1997) 34-38

J. Greve: Der Integrationsprognose-Index. Rehabilitation 37 (1998) XLI-LII
s. Ramsauer/Rexrodt u.a. DRV-Schriften 10 (1998) 584-586

Referenznummer:

R/FO2318


Informationsstand: 28.04.2022