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Reha-Einrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK)

Stilisiertes Männchen steht vor einer Gabelung.
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(na) Reha-Einrichtungen für psychisch kranke und behinderte Menschen (RPK) bieten medizinische, berufliche und psychosoziale Angebote "aus einer Hand" an und bereiten auf die berufliche Rückkehr in das Arbeitsleben vor.

Bei den RPK handelt es sich um Reha-Einrichtungen, die insbesondere Menschen mit schweren psychischen Beeinträchtigungen die Möglichkeit einer integrierten medizinisch-beruflichen Rehabilitation eröffnen. In den RPK werden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in einem aufeinander abgestimmten Prozess als Komplexleistung erbracht. Die Leistungen gehen ineinander über. In dem aus mehreren Fachgebieten zusammengesetzten Rehabilitationsteam arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Physiotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter, Sozialpädagoginnen und - pädagogen, Gesundheits- und Krankenpflegekräfte und Fachkräfte für die berufliche Rehabilitation zusammen.

RPK sind kleine Einrichtungen (10 bis 50 Plätze) mit regionaler Vernetzung. Es werden vorrangig Personen mit den Diagnosen Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen, affektive Störungen und schwere Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen aufgenommen.

Die RPK verfolgen mehrere Ziele:

  • Akzeptanz und Verstehen der Erkrankung / Umgang mit der Erkrankung im Alltag
  • Entwicklung von privaten und beruflichen Perspektiven
  • Entwicklung sozialer Kompetenz

Die RPK unterstützen die Patientinnen und Patienten bei der beruflichen (Neu-)Orientierung durch das Erkennen der eigenen Fähigkeiten und deren Förderung, beispielsweise in Praktika. Die RPK schaffen damit die Voraussetzungen für das Ziel einer beruflichen Wiedereingliederung.

Dauer: Je nach Lage des Einzelfalls kann die medizinische Rehabilitation zwischen drei bis maximal zwölf Monaten dauern. Beginn und Dauer der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden von dem hierfür zuständigen Rehabilitationsträger festgelegt.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden in der Regel in Kooperation mit anderen Rehabilitationeinrichtungen oder mit Betrieben durchgeführt. Es kommen insbesondere folgende Leistungen in Betracht:

  • Leistungen zur Abklärung der beruflichen Eignung und Arbeitserprobung
  • Trainingsmaßnahmen
  • Berufsorientierende Bildungsangebote
  • Berufsvorbereitung auf eine anschließende Umschulung/Ausbildung
  • Berufliche Anpassung im erlernten bzw. angelernten Berufsfeld
  • Leistungen im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen
  • Begleitung während der Umschulung/Ausbildung
  • Unterstützung beim Übergang in den Beruf, Bewerbertraining, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche

Die RPK-Einrichtungen haben sich zu einer Bundesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Auf den Internetseiten der BAG RPK erhalten Sie weitere Informationen. Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich direkt an eine RPK-Einrichtung wenden und sich dort beraten lassen.