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Wohnen und Lebensunterhalt

Junger Mann mit junger Frau schlendern durch die Straße. Frau sitzt im Rollstuhl.
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(ku) Es ist sinnvoll, sich vor Einschreibung an einer Hochschule bei den "Beauftragten für die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit" über die jeweiligen Bedingungen zu erkundigen. Sind alle Seminarräume für mich zugänglich? Wie komme ich in der Bibliothek zurecht? Gibt es gesonderte Parkmöglichkeiten? Stehen Fahrdienste zur Verfügung? Wo kann ich wohnen? Bei all diesen Fragen helfen euch die Ansprechpartner des Studentenwerkes (Liste siehe rechte Spalte). Sie können sogar veranlassen, dass Mittel zur Verfügung gestellt werden um Barrieren zu beseitigen. 

BaföG

Als Student/-in kannst du, je nach Einkommen deiner Eltern und deiner persönlichen Vermögenssituation, BAföG beantragen. Ein eventueller Mehraufwand, den du auf Grund deiner Behinderung hast, wird nicht berücksichtigt. Allerdings kann sich zum Beispiel die Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus erstrecken und die Rückzahlungsmodalitäten können sich vergünstigen.

BAFÖG Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein Bürgertelefon zum Thema BAföG eingerichtet. Die Nummer der kostenlosen Beratungshotline lautet 0800 2236341, Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

Stipendium

mystipendium Deine Studienfinanzierung kann ggf. auch über ein Stipendium erfolgen. Bei mystipendium findest du über 1200 Fördermöglichkeiten. Ein kleiner Check hilft dir zu erfassen, ob ein Stipendium für dich in Frage kommt. Es ist einfacher, als du vielleicht denkst.

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet einen Stipendiumlotsen an. Hier hast du die Möglichkeit gezielt nach Stipendien für Menschen mit Behinderung zu suchen.

Bildungskredit

Bildungskredit onlineDie Bundesregierung hat ein Bildungskreditprogramm für Ausbildung und Studium aufgelegt. Das Bundesverwaltungsamt hat eine Hotline zum Thema Bildungskredit eingerichtet: Telefon: 022899 3584492, Montag bis Donnerstag  9:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Freitag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Mehraufwand zum Leben

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Mehraufwand, der im Lebensalltag entsteht, im Rahmen der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II an erwerbsfähige Studierende oder als Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII an vorübergehend voll erwerbsgeminderte Studierende ausgeglichen werden (Sozialhilfe). Dies sind immer Einzelfallentscheidungen. Ihr müsst die Anträge bei den Sozialhilfeträgern selbst stellen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeträger hat eine unverbindliche Handlungsempfehlung "Empfehlungen für Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen zum Besuch einer Hochschule" für die Ämter erstellt:

Spezielle Studentenwohnheime

Grundsätzlich bist du selbst dafür verantwortlich, deinen Alltag zu organisieren. Dies schließt auch die Wohnungssuche mit ein oder die Organisation des Pflegedienstes, den du vielleicht in Anspruch nehmen musst. Viele Studentenwohnheime stellen einige barrierefreie Zimmer zur Verfügung. Erkundige dich beim Studentenwerk.

  • Link öffnet in neuem Fenster: Stiftung Rehabilitation Heidelberg, Wohnen auf dem CampusWohnen auf dem Campus
    Die Fachhochschule des SRH Heidelberg stellt Wohnheime mit Hilfen zum täglichen Leben (z. B. Pflegedienst oder Fahrdienste) zur Verfügung. Die Wohnheime stehen auch Studierenden andere Hochschulen im Einzugsbereich Heidelberg / Mannheim zur Verfügung.
  • Link öffnet in neuem Fenster: Studentenwerk Marburg - Konrad - Biesalski - HausStudentenwerk Marburg - Konrad - Biesalski - Haus
    Das Konrad - Biesalski - Haus in Marburg ist auch ein Wohnheim für Studierende mit Behinderung.