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Teilzeitausbildung

(ml) In aller Regel ist eine Berufsausbildung eine Vollzeitausbildung. Unter betimmten Voraussetzungen können Auszubildende aber auch eine Teilzeitausbildung machen, beispielsweise, wenn sie ein eigenes Kindes betreuen müssen oder Familienangehörige pflegen. Gesetzlich geregelt ist die Teilzeitausbildung in § 8 BBiG.

Die Teilzeitausbildung gibt entweder mit oder ohne Verlängerung der Gesamtausbildungszeit. Beträgt die vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit (inklusive Berufsschule) 20 Stunden, verlängert sich die Gesamtausbildungsdauer um ein halbes Jahr. Beträgt die vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit (inklusive Berufsschule) zwischen 25 und 30 Stunden, verändert sich die gesamte Ausbildungsdauer nicht.

Auch bei der Ausbildung behinderter Menschen kann eine Teilzeitausbildung in Betracht kommen, wenn die Behinderung dazu führt, dass eine ganztägige Ausbildung eine übermäßige Belastung darstellt. Hier kann sowohl bei der täglichen als auch bei der wöchentlichen Ausbildungszeit gekürzt werden. In Ausnahmefällen wird dann die Gesamtausbildungszeit verlängert.

Arbeitgeber/in und Auszubildende/r müssen bei der zuständigen Stelle (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Landwirtschaftskammer o.a.) die Teilzeitausbildung gemeinsam beantragen. Ob eine wöchentliche oder tägliche Verkürzung der Ausbildungszeit stattfindet und zu welchen Zeiten gearbeitet werden muss, besprechen Betrieb und Auszubildende/r miteinander und halten dies schriftlich im Ausbildungsvertrag fest.

Stand: Dezember 2016