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Studium

(ml) Behinderte oder chronische kranke Menschen können grundsätzlich ein Studium aufnehmen wie alle anderen und dürfen dabei nicht benachteiligt werden (das ist in den Hochschulgesetzen der Länder festgelegt). Das heißt, die Hochschulen müssen dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderungen die Angebote einer Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können.

Vor Beginn eines Studiums sollte man sich gründlich darauf vorbereiten und die in Frage kommende Hochschule sorgfältig auswählen. So sollte man sich vorab über die baulichen Gegebenheiten der Hochschule, die Wohnsituation und Unterstützungsmöglichkeiten wie technische Lernhilfen und persönliche Assistenzen vor Ort erkundigen.

Folgende Hilfen gibt es:

  • für die Studienzulassung: Sonderanträge (Härtefallantrag, Anträge auf Nachteilsausgleiche),
  • für die Studienfinanzierung (Besonderheiten bei BAföG und Stipendien),
  • Besondere Unterstützungsleistungen während des Studiums (Studienassistenz, Hilfe bei der Zimmer- und Wohnungssuche),
  • Nachteilsausgleiche, spezielle Prüfungsbedingungen während des Studiums,
  • Beratungsangebote (Berufsberatung für behinderte (angehende) AkademikerInnen bei den Reha-Teams der Arbeitsagenturen, Studienberatungsstellen der Hochschulen, Beauftragte für Behindertenfragen an den Hochschulen, Sozialreferat des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Interessengemeinschaften behinderter Studierender an den Hochschulen sowie Verbände und Organisationen im Behindertenbereich).

Stand: Dezember 2016