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Schwerbehindertenausweis

(ml) Besitzt man einen Schwerbehindertenausweis, der die Schwerbehinderteneigenschaft nachweist, erhält man einige Sonderrechte und Nachteilsausgleiche (sofern bestimmte Merkzeichen vorliegen). Das sind beispielsweise Freifahrten im öffentlichen Nahverkehr oder bestimmte steuerliche Vergünstigen.

Beantragung des Schwerbehindertenausweises

Antragsformulare für einen Schwerbehindertenausweis bekommt man je nach Bundesland direkt bei den Versorgungsämtern, den Bezirksämtern, Städten und Gemeinden bzw. Landratsämtern (teilweise stehen sie auch zum Download im Internet). Ein Antrag muss ausgefüllt und, wenn möglich, mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Art der Behinderung versehen sein. In dem Antrag sollten alle Einschränkungen und Beschwerden ausführlich darlegt werden.

Die zuständige Behörde stellt den Grad der Behinderung (GdB) fest. Beträgt der GdB mindestens 50, liegt eine Schwerbehinderung vor und es wird ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. Liegt der GdB unter 50, wird lediglich eine Bescheinigung über die Höhe des GdB ausgestellt. Liegt der festgestellte GdB unter 20, gibt es weder eine Bescheinigung noch einen Ausweis.

Geprüft wird außerdem, ob die Voraussetzungen für bestimmte Merkzeichen vorliegen, die im Schwerbehindertenausweis eingetragen werden können und zur Inanspruchnahme bestimmter Nachteilsausgleiche berechtigen.

Stand: Dezember 2016