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Produktionsschule

(ml) Produktionsschulen sind eigenständige betriebsähnliche Bildungseinrichtungen. Es gibt sie in Deutschland seit den 1990er Jahren zur Förderung und Qualifizierung von benachteiligten Jugendlichen (15 bis 25 Jahre) im Übergang zwischen allgemein bildender Schule und Beruf.

Die Jugendlichen lernen in der Produktionsschule Arbeitsabläufe in "echten" Arbeitssituationen kennen und können gleichzeitig schulische Abschlüsse vorbereiten und absolvieren. Produktionsschulen verstehen sich darüber hinaus als ganzheitliche Lern- und Lebensräume, zu denen auch gemeinsame Mahlzeiten und Freizeitaktivitäten sowie individuelle Förderung gehören.

Produktionsschulen stellen die Teilhabe junger Menschen in den Mittelpunkt. Durch berufliche und soziale Integration sollen Jugendliche Lebensperspektive gewinnen und lernen, eigenverantwortlich zu handeln. Produktionsschulen entwickeln dazu Angeobte zur Stärkung der Schlüsselkompetenzen, Orientierungs-, Vorbereitungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsangebote.

Stand: Dezember 2016