Inhalt

Merkzeichen

(ml) Im Verfahren auf Feststellung einer Behinderung prüft die zuständige Behörde neben dem Grad der Behinderung (GdB), ob ein Anspruch auf ein Merkzeichen gegeben ist. Besteht ein solcher Anspruch, wird das Merkzeichen in den Schwerbehindertenausweis eingetragen. Merkzeichen dienen dem Nachteilsausgleich bei besonders schweren Funktionsbeeinträchtigungen.

Die wichtigsten Merkzeichen und ihre Bedeutung

  • Merkzeichen G: Erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr bzw. erhebliche Gehbehinderung/Geh- und Stehbehinderung. Das Merkzeichen hat unter anderem Bedeutung für die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr und für Nachteilsausgleiche bei der steuerrechtlichen Veranlagung.

  • Merkzeichen aG: Außergewöhnliche Gehbehinderung. Das Merkzeichen hat insbesondere Bedeutung für Parkerleichterungen und für Nachteilsausgleiche bei der Festsetzung der steuerlichen Belastung.

  • Merkzeichen B: Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson. Das Merkzeichen hat insbesondere Bedeutung für die unentgeltliche Beförderung einer Begleitperson des schwerbehinderten Menschen im öffentlichen Nahverkehr.

  • Merkzeichen H: Hilflosigkeit. Das Merkzeichen hat ins besondere Bedeutung für die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr und für Nachteilsausgleiche bei der Steuer.

  • Merkzeichen Bl: Blindheit oder hochgradige Sehbehinderung. Das Merkzeichen hat insbesondere Bedeutung für Nachteilsausgleiche bei der Steuer und für Parkerleichterungen.

  • Merkzeichen Gl: Gehörlos. Das Merkzeichen hat unter anderem Bedeutung für die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr und für Nachteilsausgleiche bei der Steuer.

  • Merkzeichen RF: Die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Rundfunk-Fernsehgebührenpflicht/Gebührenermäßigung für den Fernsprechhauptanschluss liegen vor.

Stand: Dezember 2016