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Leistungen zur Teilhabe

(ml) Mit dem SGB IX wurde der Begriff der Leistungen zur Teilhabe eingeführt (früher: Sozialleistungen oder Rehabilitationsleistungen).

Die Leistungen zur Teilhabe unterteilt man in verschiedene Leistungsgruppen:

Ziel der Leistungen zur Teilhabe

Ziel aller Leistungen zur Teilhabe ist die umfassende und dauerhafte Teilhabe behinderter Menschen an Arbeit, Beruf (vorrangig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt) und Gesellschaft. Alle medizinischen, arbeits- und berufsfördernden sowie ergänzenden Leistungen werden dabei auf die persönliche Situation des Betroffenen ausgerichtet. Die Rehabilitationsträger sollen außerdem darauf achten, dass eine Behinderung oder eine chronische Krankheit möglichst von vorneherein vermieden wird, denn die Vorsorge (Prävention) ist Bestandteil der Rehabilitation.

Zuständigkeit der Reha-Träger

Die einzelnen Leistungsbereiche können nicht streng voneinander getrennt werden, da sie im Einzelfall nahtlos ineinander greifen und sich gegenseitig ergänzen. Für die Leistungen zur Teilhabe ist auch nicht ein einheitlicher Träger zuständig. Jeder Rehabilitationsträger (beispielsweise Agentur für Arbeit, Rentenversicherung, KrankenversicherungUnfallversicherung) hat im Sozialleistungssystem neben seinen sonstigen Aufgaben seinen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe. Dabei sind die Rehabilitationsträger zur engen Zusammenarbeit verpflichtet.

Jeder Rehabilitationsträger nimmt formlose Anträge auf Leistungen zur Teilhabe entgegen – auch dann, wenn eigentlich ein anderer Rehabilitationsträger zuständig ist – und leitet den Antrag ggf. weiter. Ein Zuständigkeitsklärungsverfahren sichert die schnelle Leistungserbringung.

Stand: Januar 2018