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Kündigungsschutz

(ml) Arbeitnehmende mit Schwerbehinderung haben einen besonderen Kündigungsschutz. Dieser gilt auch für Auszubildende. Voraussetzung dafür ist, dass eine Schwerbehinderung oder eine Gleichstellung vorliegt und dass das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt der Kündigung schon mindestens sechs Monate bestand.

Auzubildenden kann nach Ablauf der Probezeit grundsätzlich nur aus einem wichtigen Grund gekündigt werden. Wenn Arbeitgebende dies beabsichtigen, müssen sie zuvor die Zustimmung des Integrationsamts einholen.

In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein wird das Kündigungsschutzverfahren nicht vom Integrationsamt, sondern von den örtlichen Fürsorgestellen durchgeführt.

Das Integrationsamt oder die Fürsorgestelle prüft im Kündigungsfall, ob die Kündigung mit der Behinderung zusammenhängt und bietet Arbeitgebern Hilfe an, um das Ausbildungsverhältnis zu erhalten. Dadurch sollen schwerbehinderte Beschäftigte vor Nachteilen geschützt werden, die ihnen aufgrund ihrer Behinderung entstehen.

Stand: Januar 2018