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Kooperative Berufsausbildung

(ml) Die kooperative Berufsausbildung und die integrative Berufsausbildung sind Formen der außerbetrieblichen Ausbildung.

Die kooperative Ausbildung richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren, die nach dem Ende ihrer Schulzeit oder nach dem Abbruch einer bereits begonnenen Ausbildung keinen betrieblichen Ausbildungsplatz finden. Durch gezielte Förderung der Jugendlichen soll sie die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung ermöglichen.

Die kooperative Ausbildung erfolgt nicht in erster Linie in einer Weiterbildungseinrichtung, sondern in einem sogenannten Kooperationsbetrieb, mit dessen Hilfe ein Bildungsträger die Ausbildung gewährt. In den ersten Monaten der Ausbildung werden die "außerbetrieblichen Auszubildenden" vom Bildungsträger vorqualifiziert. Im Anschluss daran absolvieren sie ein Betriebspraktikum. Dieses Praktikum soll ihnen die Möglichkeit zur Übernahme in eine betriebliche Ausbildung eröffnen.

Klappt eine solche Übernahme, unterstützen die Bildungsträger und die Kooperationsbetriebe die Auszubildenden je nach Bedarf bis zum Ausbildungsende (zum Beispiel mit Stützunterricht), um eine erfolgreiche Ausbildung und den Übergang in Erwerbstätigkeit sicherzustellen.

Sollte der Kooperationsbetrieb seinen Verpflichtungen nicht nachkommen können, ist der Bildungsträger verpflichtet, das Berufsausbildungsverhältnis weiterzuführen.

Stand: Dezember 2016