Lexikon von A - Z

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Hörbehinderung

(ml) Bei Hörbehinderungen/Hörschädigungen werden verschiedene Grade des Hörverlustes unterschieden:

  • Leichte Schwerhörigkeit: Menschen, die leicht schwerhörig sind, fallen in der Öffentlichkeit selten auf. Die Verständigung mit der "hörenden Welt" bereitet ihnen fast keine Probleme. Leicht Schwerhörige können wie Hörende telefonieren und besitzen selten ein Hörgerät.
  • Mittelgradige Schwerhörigkeit: Mittelgradig Schwerhörige sind häufiger auf eine Hörhilfe angewiesen. Die Verständigung mit der "hörenden Welt" ist für sie etwas problematischer. Wenn es in ihrem Umfeld sehr laut ist (zum Beispiel in Discos, Veranstaltungen, Vorlesungen, usw.),  müssen mittelgradig Schwerhörige sich sehr konzentrieren, um ihre Gesprächspartner gut verstehen zu können.
  • Hochgradige Schwerhörigkeit: Diese Hörschädigung grenzt sehr nah an die Taubheit. Die Resthörigen können ohne ein Hörgerät keine Geräusche hören. Um mit anderen Leute kommunizieren zu können, müssen sie das Gesagte von den Lippen ablesen. In lauten bzw. dunklen Räumen sind sie benachteiligt. In der Dunkelheit können die Resthörigen die Lippen nicht mehr so gut sehen. Telefonieren können die betroffenen Personen nicht oder zumindest nur sehr schwer.
  • Taubheit (Gehörlosigkeit): Gehörlose hören nichts – Gehörlose sind auf die Gebärdensprache bzw. auf das Lippenablesen angewiesen. Die Verständigung mit der "hörenden Welt" ist oft schwierig, da die Hörenden die Gebärdensprache selten beherrschen.

Stand: Dezember 2016