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Grad der Behinderung (GdB)

(ml) Der Grad der Behinderung (GdB) ist ein Begriff aus dem Schwerbehindertenrecht. Mit dem GdB wird beurteilt, welche geistigen, seelischen, körperlichen und/oder sozialen Auswirkungen eine bestimmte Funktionsbeeinträchtigung aufgrund einer Gesundheitsstörung auf die Teilhabe an allen Lebensbereichen hat.

Der GdB bewegt sich in 10er-Abstufungen zwischen 20 und 100. Eine Behinderung ab einem GdB von 50 gilt als Schwerbehinderung. Um Rechte oder Leistungen nach dem Schwerbehindertenrecht zu erhalten, muss man den GdB feststellen lassen und einen GdB von mindestens 50 haben (oder aber schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sein).

Die Feststellung des GdB erfolgt

  • auf Antrag beim Versorgungsamt,
  • nach in ganz Deutschland einheitlichen Beurteilungsgrundsätzen (Versorgungsmedizinische Grundsätze, VMG),
  • durch das Versorgungsamt anhand ärztlicher Gutachten und Berichte.

Liegt der GdB über 50, wird ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. Ändert sich der Gesundheitszustand, kann der GdB auch nachträglich geändert werden. Dazu ist ein Antrag auf Neufeststellung sowie ein erneutes medizinisches Gutachten notwendig. Ein GdB kann im Laufe der Zeit sowohl heraufgesetzt als auch herabgesetzt werden.

Hinweis: Der GdB wird grundsätzlich unabhängig vom ausgeübten oder angestrebten Beruf beurteilt. Aus dem GdB wird nicht auf die persönliche Leistungsfähigkeit geschlossen.

Stand: Dezember 2016