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Epilepsie

(ml) Epilepsie ist die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. Sie ist typischerweise durch wiederholte krampfartige Anfälle gekennzeichnet. Diese Anfälle beruhen auf einer Störung des Gehirns, die durch eine kurz andauernde vermehrte Entladung von Nervenzellen zustande kommt. Die Veranlagung zu einer Epilepsie ist meistens angeboren, sie kann aber auch durch Unfälle oder Krankheiten entstehen. Spezielle Ursachen sind allerdings in rund der Hälfte der Fälle unklar.

Leben mit Epilepsie

Durch das Hinfallen, den Verlust des Bewusstseins und die unkoordinierten Bewegungen während eines epileptischen Anfalls ergibt sich für Menschen mit Epilepsie und auch für ihre Mitmenschen eine gewisse Verletzungsgefahr. Dadurch bestehen einige Einschränkungen im täglichen Leben, beispielsweise in Bezug auf das Autofahren, beim Sport oder für Jugendliche mit Epilepsie bei der Berufswahl.

Art und Umfang der Einschränkungen hängen von der persönlichen Häufigkeit und Schwere der epileptischen Anfälle ab. Außerdem ist es entscheidend, wie erfolgreich bei den Betroffenen die antiepileptische Therapie ist – je wirksamer die Behandlung, desto geringer die beruflichen Einschränkungen.

Nach einer Anfallsfreiheit von zwei bis drei Jahren, wenn von einer Heilung der Epilepsie auszugehen ist, bestehen kaum noch Eingrenzungen bei der Berufswahl. Allerdings ist eine besondere Eignungsprüfung notwendig, wenn für die Berufstätigkeit ein Führerschein benötigt wird.

Stand: Dezember 2016