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Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

(ml) Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anbieten, wenn diese innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder immer wieder arbeitsunfähig sind. Das ist gegenüber den Beschäftigten ein Ausdruck der Fürsorgepflicht von Arbeitgebern.

Mithilfe des BEM sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, damit

  • die Arbeitsunfähigkeit überwunden wird,
  • erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt wird und
  • der Arbeitsplatz der Betroffenen langfristig erhalten bleibt.

Dies gilt für schwerbehinderte wie für nicht behinderte Beschäftigte in gleicher Weise (dazu zählen auch Auszubildende sowie Beamte und Beamtinnen).

Das BEM findet immer nur mit Einwilligung der Betroffenen statt. Alle Gesundheitsförderungsmaßnahmen des BEM werden mit den Betroffenen abgesprochen. Weitere Gesprächspartner/innen im BEM können sein: Betriebsrat oder Personalrat, Schwerbehindertenvertetung oder der Betriebsarzt/die Betriebsärztin.

Maßnahmen im BEM sind beispielsweise die Anpassung der technischen Ausstattung des Arbeitsplatzes oder Verkürzung der Arbeitszeitstufenweise Wiedereingliederung oder die Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz.

Stand: Januar 2018