Lexikon von A - Z

Inhalt

Berufsvorbereitung

(ml) Berufsvorbereitung soll Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. Insbesondere sollen dadurch Berufsorientierung und Berufswahl unterstützt werden. Mit Berufsvorbereitung können Jugendliche auch eine Nachqualifizierung erreichen, um Voraussetzungen für die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung zu schaffen, die durch die Schulbildung nicht erreicht wurden.

Berufsvorbereitung kann schulisch oder außerschulisch erfolgen. Zu den schulischen Bildungsgängen zählen unter anderem das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und die Berufsfachschule. Zu den außerschulischen Bildungsgängen zählen beispielsweise Angebote der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB).

Die berufsvorbereitenden Angebote unterscheiden sich je nach Bundesland - sie heißen oft unterschiedlich, sind inhaltlich jedoch ähnlich. Sinn und Zweck sind immer gleich: Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sollen berufliches Grundwissen sammeln und persönliche Stärken ausbauen, um spätestens im nächsten Ausbildungsjahr fit für den Ausbildungsbeginn zu sein.

Je nach Schwerpunkt und Zielgruppe bieten berufsvorbereitende Angebote

  • Hilfe bei der beruflichen Orientierung/der Berufswahl,
  • Grundbildung in einem Beruf/in einem Berufsfeld,
  • Förderung der Ausbildungsreife,
  • das Nachholen von Schulabschlüssen.
       

Die Dauer ist in der Regel auf ein Jahr begrenzt. Jede Maßnahme kann bei Aufnahme einer Ausbildung vorzeitig beendet werden.

Für Jugendliche mit Behinderungen ist die Berufsvorbereitung eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, die auf die Aufnahme einer Berufsausbildung vorbereitet oder die der beruflichen Eingliederung dient. Sie schließt die wegen der Behinderungen erforderlichen Grundausbildungen mit ein wie beispielsweise die blindentechnische Grundbildung oder entsprechende Maßnahmen für beispielsweise spätertaubte Menschen.

Stand: Januar 2018