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Berufsorientierungsmaßnahmen

(ml) Berufsorientierungsmaßnahmen sind ein Förderinstrument der Bundesagentur für Arbeit (nach § 48 SGB III). Berufsorientierungsmaßnahmen verbessern die Berufswahlvorbereitung von Schülern und Schülerinnen der allgemeinbildenden Schulen (einschließlich Förderschulen). Sie werden in der unterrichtsfreien Zeit durchgeführt und dauern bis zu vier Wochen. Die besonderen Bedürfnisse schwerbehinderter Schüler/innen sowie von Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden bei der Ausgestaltung der Maßnahmen ausdrücklich berücksichtigt (siehe unten).

Schwerpunkte der Berufsorientierungsmaßnahmen

Zu den Schwerpunkten der Berufsorientierungsmaßnahmen gehören neben einer Potenzialanalyse berufliche Praktika, in denen Berufswünsche, Bedürfnisse und Stärken abgeklärt werden. Die Praktika sollen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes durchgeführt, begleitet und für den anschließenden Orientierungsprozess ausgewertet werden. Neben den Schülern und Schüllerinnen selbst sind Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte und die zuständigen Leistungsträger – insbesondere die Träger der Sozialhilfe und der öffentlichen Jugendhilfe – daran beteiligt.

Berufsorientierungsmaßnahmen für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Die Regelung der Berufsorientierungsmaßnahmen berücksichtigt ausdrücklich junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf und schwerbehinderte Jugendliche an allgemeinbildenden Schulen (einschließlich Förderschulen). Diese benötigen unter Umständen besondere Unterstützung während der Schulzeit bei der Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung. Die Jugendlichen sollen deshalb intensiv und umfassend bei der Entwicklung ihrer beruflichen Möglichkeiten unterstützt werden.

Ziel ist der Übergang in eine Berufsausbildung oder – falls dies nicht in Betracht kommt – eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und/oder mit schwereren körperlichen Behinderungen können mit Berufsorientierungsmaßnahmen auch Alternativen zum Übergang in eine Werkstatt für behinderte Menschen erarbeiten. Die Zugänge in die Werkstatt für behinderte Menschen sollen dadurch sinken.

Für Schülerinnen und Schüller mit sonderpädagogischem Förderbedarf soll zukünftig ein breites Angebot an Berufsorientierungsmaßnahmen aufgebaut werden (siehe auch Link zur Veranstaltungsdatenbank der BA unter Exerne Links).

Stand: Dezember 2016