Lexikon von A - Z

Inhalt

Ausbildungsreife

(ml) Bei den Grundvoraussetzungen für eine Ausbildung wird zwischen Ausbildungsreife, Berufseignung und Vermittelbarkeit unterschieden.

Unter Ausbildungsreife versteht man diejenigen arbeitsbezogenen Fähigkeiten, die für alle Ausbildungsberufe wichtig sind – unabhängig davon, ob es sich um eine besonders anspruchsvolle oder um eine weniger anspruchsvolle Ausbildung handelt. Dazu gehören Grundkenntnisse wie Schreiben, Lesen, Sprechen, Rechnen sowie die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit, Teamfähigkeit, angemessene Umgangsformen, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen.

Fähigkeiten, die nur für bestimmte Berufe wichtig sind, gehören nicht zur Ausbildungsreife, sondern zur Berufseignung. Jugendliche können also ausbildungsreif sein, auch wenn sie für einen bestimmten Beruf nicht geeignet sind.

Unter Ausbildungsreife fallen nur solche Aspekte, die schon zu Beginn der Ausbildung vorhanden sind (siehe oben) – Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erst während der Ausbildung erworben werden sollen und im Ausbildungsplan als Lernziele aufgeführt werden, gehören nicht dazu.

Viele Schulabgänger/innen haben mit der Ausbildungsreife so ihre Schwierigkeiten: ihnen fehlen einige der entscheidenden Fähigkeiten, oder ihre schulischen Leistungen reichen nicht aus, um im Bewerbungsverfahren eine Chance zu haben. In diesen Fällen können verschiedene Maßnahmen der Einstiegsqualifizierung helfen, doch noch einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Stand: November 2016