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Ausbildungsregelungen

(ml) Die betriebliche Berufsausbildung erfolgt in Deutschland nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) in anerkannten Ausbildungsberufen nach deutschlandweit einheitlichen Ausbildungsordnungen.

Eine Ausbildung nach besonderen Ausbildungsregelungen kommt für Jugendliche in Frage, die eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach der geltenden Ausbildungsordnung aufgrund Art und Schwere ihrer Behinderung nicht machen können.

In diesem Fall kann mit der zuständigen Kammer eine Ausbildung in einem so genannten Fachpraktiker-Beruf vereinbart werden (nach §§ 66 BBiG/42m HwO). Dabei gibt es bestimmte Abweichungen und Erleichterungen gegenüber der Ausbildungsordnung. So werden beispielsweise praktische Inhalte und Prüfungsanforderungen im Vergleich zur Theorie stärker gewichtet oder es werden praktische Anteile ausgeklammert, die aufgrund einer Behinderung nicht absolviert werden können.

Ausbildungsrelegungen für Fachpraktiker-Berufe

Die Ausbildungen nach besonderen Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen hatten lange Zeit viele unterschiedliche Einzelregelungen und Bezeichnungen, beispielsweise: Werker, Fachwerker, Bearbeiter, Fachkraft, Facharbeiter etc. Um diese zu vereinheitlichen und vergleichbarer zu machen, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine neue Rahmenregelung und Musterregelungen für einige Berufe vorgelegt, zum Beispiel:

Fachpraktiker/Fachpraktikerin ...

  • für Bürokommunikation
  • Hauswirtschaft
  • für Holzverarbeitung
  • Küche (Beikoch/Beiköchin)
  • für Metallbau
  • im Verkauf
  • für Zerspanungsmechanik


Musterregelungen für weitere Berufe sollen folgen.

Stand: November 2016