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Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

(ml) Ausbildungsbegleitender Hilfen (abH) sollen Jugendliche mit schulischen oder sozialen Schwierigkeiten bei der Aufnahme, Fortsetzung und dem erfolgreichen Abschluss einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildung unterstützen. Mit abH sollen Probleme wie beispielsweise Lernschwierigkeiten, Sprachschwierigkeiten, Schwierigkeiten im sozialen Umfeld, im Betrieb oder mit Prüfungen rechtzeitig erkannt und behoben werden, bevor es zu einem Ausbildungsabbruch kommt.

Ein- bis zweimal wöchentlich können die Jugendlichen an Förderkursen teilnehmen - entweder in ihrer Freizeit oder während der Freistellung durch den Betrieb. In kleinen Arbeitsgruppen wiederholen und vertiefen sie unter Anleitung der Lehrer/innen den Berufsschulstoff, bereiten sich auf Klassenarbeiten vor und besprechen ihre Hausaufgaben. Dabei können sie sich bei individuellen, sozialen oder Ausbildungs- und Schulproblemen beraten lassen.

Jugendliche können ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) bei ihrer Agentur für Arbeit beantragen. Sie werden von Bildungsträgern im Auftrag der örtlichen Agentur für Arbeit angeboten. Sie umfassen drei bis acht Stunden pro Woche und werden eng mit dem Betrieb und der Berufsschule abgestimmt. Die Maßnahme wird in der Regel zwölf Monate lang finanziert.

Auch Auszubildende, die sich in einer zweiten Berufsausbildung befinden und Hilfen benötigen, um diese Ausbildung erfolgreich abzuschließen, können unter Umständen mit abH gefördert werden.

Stand: November 2016