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Arbeitsunfall

(ml) Ein Arbeitsunfall (auch Betriebsunfall oder Berufsunfall) ist ein Unfall von Versicherten bei der Arbeit oder auf dem Weg zu und von dieser Arbeit (Wegeunfall). Der Arbeitsunfall steht mit der versicherten Tätigkeit – also der Arbeit, bei der er passiert – in einem ursächlichen Zusammenhang. Ein Unfall ist kein Arbeitsunfall, wenn er sich während der Arbeitspausen oder während der Mahlzeiten ereignet, auch dann nicht, wenn diese Mahlzeiten am Arbeitsplatz eingenommen werden.

Leistungen der Unfallversicherung

Sämtliche Arbeitgeber/innen führen für ihre Mitarbeiter/innen Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung ab. Bei Arbeitsunfällen, Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten tritt die Unfallversicherung ein. Als Trägerinnen der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften sowie eine Reihe weiterer Träger für den öffentlichen Dienst zugleich auch Rehabilitationsträger.

Für die Dauer einer erforderlichen Heilbehandlung zahlen die Unfallversicherungsträger zum Beispiel Übergangsgeld und tragen die Behandlungskosten. Werden die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, wird unter Umständen eine Erwerbsminderungsrente gezahlt.

Mit dem Reha-Management der Unfallversicherung soll eine Rückkehr ins Arbeitsleben ermöglicht werden. Falls erforderlich, wird ein Heilverfahren oder die Umschulung (berufliche Weiterbildung) in einen anderen Beruf durchgeführt. Im Todesfall werden Sterbegeld und Hinterbliebenenrente gezahlt.

Stand: August 2016