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Arbeitsförderung

(ml) Die Arbeitsförderung ist das wichtigste Instrument der staatlichen Arbeitsmarktpolitik. Mit der Arbeitsförderung soll Arbeitslosigkeit vermieden oder verkürzt werden. Die Regelungen zur Arbeitslosenversicherung und die Leistungen zur Arbeitsförderung sind im SGB III zusammengefasst. Es bildet die Grundlage für die Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit und der Agenturen für Arbeit.

Leistungen zur Arbeitsförderung können Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sowie auch Leistungsträger von der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Die Bandbreite der Leistungen reicht von der Berufsberatung über die Vermittlung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und Leistungen zur beruflichen Weiterbildung bis hin zur Unterstützung der beruflichen Selbstständigkeit.

Die Arbeitsförderungsleistungen werden in die drei großen Bereiche "Leistungen für Arbeitnehmer", "Leistungen für Arbeitgeber" sowie "Leistungen für Träger" unterteilt.

Leistungen der Arbeitsförderung (Auszug)

Leistungen für Arbeitnehmer:


Leistungen für Arbeitgeber:

  • Arbeitsmarktberatung, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung,
  • Zuschüsse zu den Arbeitsentgelten bei Eingliederung von leistungsgeminderten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen sowie im Rahmen der Förderung der beruflichen Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (Eingliederungszuschüsse),
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung für die betriebliche Aus- oder Weiterbildung und weitere Leistungen zur Teilhabe behinderter und schwerbehinderter Menschen,
  • Zuschüsse zur Vergütung bei einer Einstiegsqualifizierung.


Leistungen für Träger von Arbeitsförderungsmaßnahmen:

Besondere Leistungen zur Arbeitsförderung von Menschen mit Behinderung

Das SGB IX in Verbindung mit SGB III regelt die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben. Der Status der Schwerbehinderung ist dabei nicht Voraussetzung für die Gewährung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Behinderte Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung auf besondere behinderungsspezifische Leistungen angewiesen sind, haben einen Rechtsanspruch auf besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§ 117, 118 SGB III).

Dies kann beispielsweise eine berufliche Ausbildung in einem Berufsbildungswerk oder Berufsförderungswerk sein oder die Teilnahme an Maßnahmen in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Auch Menschen mit Behinderung, die keine besonderen behinderungsspezifischen Leistungen benötigen, können allgemeine Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten (gemäß § 115, 116 SGB III).

Stand: Juli 2016