Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Praxisbeispiel

Neueinstellung und Arbeitsplatzgestaltung für eine Reinigungskraft

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Nahverkehrsunternehmen zu dem u. a. über 100 Buslinien gehören. Das Unternehmen stellte einen Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf ein.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Er ist nur eingeschränkt fähig komplexe Sachverhalte schnell zu begreifen und neue Informationen schnell, systematisch sowie konzentriert zu lernen.

Übergang Schule - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine Förderschule. Nach der Förderschule schloss er eine Teilqualifizierung zum Hausmeisterhelfer an einer Berufsfachschule ab. Danach schaute er sich nach Beschäftigungsmöglichkeiten um und besuchte auch eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Eine Beschäftigung in der WfbM sagte dem Jugendlichen nicht zu und so kam er über die Empfehlung eines Freundes zu einem Integrationsfachdienst, der sich auf Arbeitsassistenz und Job-Coaching (Betriebliches Arbeitstraining) spezialisiert hat. Der Integrationsfachdienst versuchte den Jugendlichen über Praktika bei verschiedenen Unternehmen zu platzieren und ihn dort am Arbeitsplatz betrieblich zu qualifizieren und einzuarbeiten - dies gelang beim Nahverkehrsunternehmen. Dort wurde der Jugendliche vom Job-Coach (Arbeitstrainer) des Integrationsfachdienstes beruflich qualifiziert Reinigungsarbeiten fachgerecht in den Bussen auf dem Betriebshof durchzuführen. Im Rahmen der betrieblichen Qualifizierung wurde der Arbeitsablauf bzw. wurden die einzelnen Tätigkeiten und der Umgang mit den Arbeits- sowie Reinigungsmitteln mit Hilfe des Job-Coaches langsam schrittweise erlernt und trainiert, so dass eine passgenaue Qualifizierung für den Arbeitsplatz und den Arbeitgeber erfolgte - unter der Berücksichtigung der Eigenschaften und Bedürfnisse des Jugendlichen. Auch die Kollegen und Vorgesetzten bekamen Informationen und Beratung durch den Job-Coach, um Missverständnisse und Probleme zu vermeiden. Nach Ende des Praktikums wurde der Jugendliche vom Arbeitgeber fest als Teilzeitkraft eingestellt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Jugendliche arbeitet im Busunternehmen als Reinigungskraft für den Fuhrpark und ist neben der Innenreinigung der Busse (Fenster putzen, Reinigung der Böden sowie Armaturen und Entfernung von Graffiti) auch für das Melden von Beschädigungen an die Werkstatt zuständig.

Förderung und Mitwirkung:

Der Arbeitgeber erhielt von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss zur Eingliederung des vorher arbeitslosen Jugendlichen und eine Förderung der Hilfsmittel durch das Integrations- bzw. Inklusionsamt für den neu geschaffenen Arbeitsplatz. Die Unterstützung durch den Integrationsfachdienst wurde von der Arbeitsagentur gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen, Integrations- bzw. Inklusionsämter und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • IMBA - Konzentration /
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Referenznummer:

Pb/110718



Informationsstand: 25.03.2011