Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Rückenschmerzen am Arbeitsplatz

Ursachen und Konsequenzen für den Betriebsarzt



Autor/in:

Hartmann, Bernd


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2003, 38. Jahrgang (Heft 11), Seite 566-574, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2003



Abstract:


Ziel:

Der Betriebsarzt ist mit Rückenschmerzen am Arbeitsplatz sowohl wegen der Häufigkeit als auch wegen der Beziehung zu den Arbeitsbelastungen als Problem der Verursachung oder der Bewältigung von Arbeit befasst. Es sollen die wichtigsten krankheits- und arbeitsbedingten Ursachen zusammengefasst und Konsequenzen für das betriebsärztliche Handeln aufgezeigt werden.

Methode:

Ursachen und Konsequenzen der Rückenschmerzen werden auf der Basis von Literatur und eigenen Überlegungen dargestellt.

Ergebnisse:

Im Vordergrund stehen Rezeptorenschmerzen und übertragene Schmerzen, myofaszialer Schmerz, radikulärer Schmerz und daraus projizierter Schmerz, sowie der seltene direkte Bandscheibenschmerz. Arbeit führt zu muskulärer Überforderung, zur Verstärkung degenerativer Veränderung oder ihrer Folgen und kann zur Stressinteraktion der Schmerzentstehung und -bewältigung beitragen. Das Heben und Tragen schwerer Lasten und die Dauerzwangshaltung im Beugen, Hocken, Knien sowie Ganzkörpervibrationen sind die wichtigsten Ursachen von Rückenschmerzen am Arbeitsplatz. Der Betriebsarzt soll mitwirken, Ursachen von Rückenschmerzen durch Begehung des Arbeitsplatzes und Beurteilung der ergonomischen Arbeitssituation aufzuspüren. So soll er eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes möglich machen, auf personelle Beziehungen einwirken und letztlich Arbeitsunfähigkeit wegen unspezifischer Rückenschmerzen begrenzen.

Schlussfolgerung:

Die Verhinderung der Schmerzchronifizierung durch rechtzeitige Einleitung von arbeitsbezogener Sekundärprävention und Rehabilitation ist auch eine betriebsärztliche Aufgabe.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The occupational physician and backache at the workplace


Abstract:


Aim of the study:

The occupational physician deals with backache at the workplace both because of its frequency and its relation with stress at work as a causal problem and as a result of coping with tasks. The article summarizes the most important disease-related and work-related causes of backache and discusses the consequences for the occupational physician.

Method:

The causes and consequences of backache are reported on the basis of pertinent literature and our own research.

Results:

Most important are receptor pain and transmitted pain, radicular pain and as a result of this projected pain, and the less common direct intravertebral disc pain. Work leads to muscular strain and the amplification of degenerative changes or their consequences, and contributes to stressful interaction between the causes of pain and the means of coping with it. Lifting and carrying heavy loads, long-term unnatural positions while bending, crouching and kneeling, and vibration of the whole body are the most important causes of backache at the workplace. The occupational physician is to investigate the causes of backache by visiting the workplace and examining the ergonomic situation. Thus he can contribute to a redesign of the working place, improve personal relations and finally restrict unfitness for work resulting from unspecific backache.

Conclusion:

The prevention of chronic pain by means of an early introduction of work-related secondary preventive measures and rehabilitation belongs to the tasks of the occupational physician.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/5052


Informationsstand: 11.12.2003

in Literatur blättern