Inhalt

Förderprojekte und Initiativen im Übergangsfeld Schule-Beruf / Sachsen-Anhalt

Bunte Figuren sitzen an einem runden Tisch.
© fotolia.com

(kn) Auf dieser Seite finden pädagogische und beratende Fachkräfte Hinweise auf Projekte und Initiativen rund um den Übergang Schule-Beruf, die Anregungen für den Schul- und Arbeitsalltag in Sachsen-Anhalt sein können.

Initiative Inklusion

Das Programm "Initiative Inklusion" des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Das Programm will mehr Ausbildung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen erreichen. Erstes von vier Zielen ist die Förderung der beruflichen Orientierung für schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler.

In den einzelnen Bundesländern wird die Initiative in Kooperation mit den zuständigen Ministerien in den Jahren 2011 bis 2018 umgesetzt.

Ab 2018 / nach Auslaufen der Modellprojekte zur Förderung der Berufsorientierung im Rahmen der Initiative Inklusion:

Im Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist geplant, behinderte Jugendliche während der beruflichen Orientierung schwerbehinderten Menschen gleichzustellen (§ 151 Absatz 4 BTHG-Entwurf). Dadurch wäre es möglich, Ausgleichsabgabemittel der Integrationsämter für SchulabgängerInnen zu nutzen.

Inklusionsberatung bei den Kammern

In den meisten Bundesländern bieten verschiedene Handwerks-, Industrie- und Handelskammern und Landwirtschaftskammern im Rahmen von Projekten Inklusionsberatung an. Dazu gehört in der Regel die Beratung für Betriebe zum Thema Ausbildung, Praktikum, Übergang Beruf von jungen Menschen mit Behinderung. Kammern mit Inklusionsberatung finden Sie im REHADAT-Portal Adressen und Angebote.

Netzwerk Berufswahl-SIEGEL

Stilisiertes Männchen mit grünem großen Ok-Haken
© fotolia.com

Das Netzwerk Berufswahl-SIEGEL wird getragen von einem Bündnis aus Politik, Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Gemeinschaftsinitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgezeichnete Berufsorientierung an Schulen nach außen sichtbar zu machen und systematisch zu verbessern.

Das Berufswahl-SIEGEL wird in 22 Regionen in 10 Bundesländern vergeben, darunter auch in Sachsen-Anhalt. Verschiedene Trägerinstitutionen führen vor Ort das Berufswahl-SIEGEL durch. Dazu zählen Verbände und Kammern, Schulbehörden und Lehrerfortbildungsinstitute, Ministerien und kommunalpolitische Einrichtungen sowie Stiftungen und Forschungsinstitute. Über 1.160 Schulen bundesweit wurden mit dem SIEGEL ausgezeichnet.

Praxistage

An verschiedenen Schulen in Sachsen-Anhalt werden Praxistage angeboten, insbesondere für Hauptschülerinnen und Hauptschüler des 8. und 9. Schuljahrganges. Grundsätzlich können Schulen ab dem 7. Schuljahrgang Praxistage einrichten.

Produktives Lernen in Schule und Betrieb - Besondere Klasse im 8. und 9. Schuljahrgang

Ausbildungsvertrag
© fotolia.com

Ziel dieser Maßnahme ist die Senkung der Anzahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss und eine Verbesserung der Vermittlung der Jugendlichen in eine berufliche Ausbildung sowie die Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen. In die besondere Klasse können Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, bei denen zu erwarten ist, dass sie im Regelsystem keinen regulären Abschluss erreichen werden. Im Land Sachsen-Anhalt wird das Netz von Sekundarschulen, die diese zusätzliche Aufgabe in einer Region übernehmen, bedarfsorientiert entwickelt.

RÜMSA - Regionales Übergangsmanagement Sachsen-Anhalt

Das „Regionale Übergangsmanagement (RÜMSA)“ ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration und wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt. Jungen Menschen soll der Berufseinstieg erleichtert werden, indem die vielfältigen Angebote des Jugendamtes, des Jobcenters, der Arbeitsagentur, der Schulen sowie weiterer Einrichtungen stärker aufeinander abgestimmt werden.

Die regionalen Unterstützungsangebote im Handlungsfeld „Übergang Schule-Beruf“ werden unter dem Dach einer zentralen Koordinierungsstelle gebündelt und mit regionalen Partnern weiterentwickelt. Öffentliche und freie Träger sowie Schulen und Betriebe werden miteinander vernetzt und können unmittelbar mitgestalten.

Für die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle und die Entwicklung weiterer Unterstützungsangebote können Kommunen aus dem Förderprogramm RÜMSA Mittel beantragen. Dabei berät und unterstützt sie die Landesnetzwerkstelle RÜMSA.

Unterstützung des Übergangs geistig behinderter sowie weiterer schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler in Arbeit und Beruf

Das Landesmodellprojekt verfolgt das Ziel, für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung mehr Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten zu schaffen, sie an den ersten Arbeitsmarkt heran zu führen, eine berufliche Qualifikation unter arbeitsmarktnahen Bedingungen zu erwerben und so echte berufliche Alternativen zur dauerhaften Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu ermöglichen.

Der Modellstart erfolgte unter Einbeziehung der Initiative Inklusion - Handlungsfeld 1- im Januar 2012 flächendeckend an allen 41 Förderschulen für Geistigbehinderte. Das Modell wird mit den Mitarbeitern der vier Integrationsfachdienste in Sachsen-Anhalt umgesetzt.

Seit September 2012 sind auch die Schüler und Schülerinnen mit Körper- und oder Sinnesbehinderung aus Förderschulen, Förderzentren oder integrativem Unterricht in das Modellprojekt einbezogen. Auch hier haben die Mitarbeitenden der Integrationsfachdienste Netzwerkstrukturen aufgebaut und vertieft.

In verschiedenen Praktika am allgemeinen Arbeitsmarkt können die Schülerinnen und Schüler ihre Neigungen und Potentiale kennen lernen und feststellen, ob sie sich eine selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben gleich im Anschluss an die Schule vorstellen können.

Tipp:

Nutzen Sie auch die Seite mit bundesweit relevanten Projekten. Einige der dort genannten Programme und Initiativen werden in allen Bundesländern durchgeführt.