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Förderprojekte und Initiativen im Übergangsfeld Schule-Beruf / Rheinland-Pfalz

Bunte Figuren sitzen an einem runden Tisch.
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(kn) Auf dieser Seite finden pädagogische und beratende Fachkräfte Hinweise auf Projekte und Initiativen rund um den Übergang Schule-Beruf, die Anregungen für den Schul- und Arbeitsalltag in Rheinland-Pfalz sein können.

Berufsorientierungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung

Das seit dem Schuljahr 2014 / 2015 geltende Konzept "Berufsorientierungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen - IFD-ÜSB / BOM" richtet sich an Jugendliche mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf, denen bislang aufgrund ihrer Behinderung häufig nur eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) möglich erschien. An der Umsetzung des Konzeptes sind die rheinland-pfälzischen Förder- und Schwerpunktschulen maßgeblich beteiligt.

Alle jungen Menschen mit Behinderung sollen in der allgemeinbildenden Schulzeit ein geeignetes Angebot der schulischen Berufsorientierung erhalten.

Der Kooperation mit einem außerschulischen Partner kommt dabei besondere Bedeutung zu. Die Angebote sollen Übergänge vorbereiten, erleichtern und begleiten. Besondere Unterstützung ist häufig beim Übergang in ein berufsbildendes schulisches Angebot und während der berufsbildenden Schulzeit erforderlich.

Initiative Inklusion

Das Programm "Initiative Inklusion" des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Das Programm will mehr Ausbildung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen erreichen. Erstes von vier Zielen ist die Förderung der beruflichen Orientierung für schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler.

In den einzelnen Bundesländern wird die Initiative in Kooperation mit den zuständigen Ministerien in den Jahren 2011 bis 2018 umgesetzt.

Ab 2018 / nach Auslaufen der Modellprojekte zur Förderung der Berufsorientierung im Rahmen der Initiative Inklusion:

Im Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist geplant, behinderte Jugendliche während der beruflichen Orientierung schwerbehinderten Menschen gleichzustellen (§ 151 Absatz 4 BTHG-Entwurf). Dadurch wäre es möglich, Ausgleichsabgabemittel der Integrationsämter für SchulabgängerInnen zu nutzen.

Inklusionsberatung bei den Kammern

In den meisten Bundesländern bieten verschiedene Handwerks-, Industrie- und Handelskammern und Landwirtschaftskammern im Rahmen von Projekten Inklusionsberatung an. Dazu gehört in der Regel die Beratung für Betriebe zum Thema Ausbildung, Praktikum, Übergang Beruf von jungen Menschen mit Behinderung. Kammern mit Inklusionsberatung finden Sie im REHADAT-Portal Adressen und Angebote.

Netzwerk Berufswahl-SIEGEL

Stilisiertes Männchen mit grünem großen Ok-Haken
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Das Netzwerk Berufswahl-SIEGEL wird getragen von einem Bündnis aus Politik, Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Gemeinschaftsinitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgezeichnete Berufsorientierung an Schulen nach außen sichtbar zu machen und systematisch zu verbessern.

Das Berufswahl-SIEGEL wird in 22 Regionen in 10 Bundesländern vergeben, darunter auch in Rheinland-Pfalz. Verschiedene Trägerinstitutionen führen vor Ort das Berufswahl-SIEGEL durch. Dazu zählen Verbände und Kammern, Schulbehörden und Lehrerfortbildungsinstitute, Ministerien und kommunalpolitische Einrichtungen sowie Stiftungen und Forschungsinstitute. Über 1.160 Schulen bundesweit wurden mit dem SIEGEL ausgezeichnet.

Projekt Regionales Übergangsmanagement Mainz

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Das Übergangsmanagement will den Jugendlichen, die die Schule verlassen und eine Ausbildung anstreben, helfen, ihren Weg in den Beruf möglichst nahtlos zu finden. Die Akteure (z. B. Schulen, Betriebe, Kammern, Jugendberufsagentur usw.) im Regionalen Übergangsmanagement einigen sich auf eine gemeinsame Strategie, um effektiver die Interventionsmöglichkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf zu steuern.

Vereinbarung Rheinland-Pfalz Bildungsketten

Bild zur Illustration: Auszubildende
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Ziel der Initiative Bildungsketten ist die Reduzierung der Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss und die Erhöhung des Anteils der Jugendlichen, die die Ausbildung erfolgreich abschließen. Dazu soll der Prozess der Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung an den Schulen so implementiert werden, dass jede Schülerin und jeder Schüler den Weg findet, der zu ihm passt.

Um ein abgestimmtes Vorgehen zu ermöglichen, haben Bund, Bundesanstalt für Arbeit und das Land Rheinland-Pfalz eine Vereinbarung getroffen.

Vertiefte Berufsorientierung - Förderkonzept

Die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz haben gemeinsam ein Förderkonzept zur Berufsorientierung und zu den Berufsorientierungsmaßnahmen an allgemeinbildenden Schulen erarbeitet.

Die Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse an der Förderschule sind oft zum ersten Mal durch ein Praktikum mit der Arbeitswelt in Kontakt gekommen. Es entstehen gerade während des Praktikums viele Fragen und es herrscht Unsicherheit darüber, welcher Beruf später denn der Richtige ist. Durch die vertiefte Berufsorientierung wird den Schülern und Schülerinnen genau an dieser Schnittstelle Hilfestellung durch Information, Gespräche, und Training angeboten.

Tipp:

Nutzen Sie auch die Seite mit bundesweit relevanten Projekten. Einige der dort genannten Programme und Initiativen werden in allen Bundesländern durchgeführt.