Inhalt

Informationen zum Bildungs- und Förderschulsystem in Nordrhein-Westfalen

Stilisierte Männchen in Vortragsraum mit Dozent an der Tafel
© fotolia.com

(kn) Hier finden Sie ausgewählte Links zu Portalen und Seiten mit Informationen zum landesspezifischen Schul-, Förderschul- und Bildungssystem. 

Schulministerium NRW - Schulformen und Schulkonsens:

Der Schulkonsens von 2011 enthält als wichtigstes Element die Sekundarschule als neue Schulform des längeren gemeinsamen Lernens. Außerdem wurden Gesamtschulgründungen erleichtert. Welche Schulen wo entstehen, entscheiden die Kommunen vor Ort – und müssen sich dabei am Elternwillen und am Bedarf orientieren.

Innerhalb von drei Jahren wurden in Nordrhein-Westfalen 84 neue Sekundarschulen, 57 neue Gesamtschulen, 13 neue Gemeinschaftsschulen und eine PRIMUS-Schule gegründet. Der Schulkonsensgilt bis zum Jahr 2023. So lange wird keine der Parteien ohne Ein­ver­nehmen mit den anderen die Rahmen­setzungen zur Schul­struktur ver­ändern. 

Schulministerium NRW - Informationen zur Schulform Förderschulen

Bild zur Illustration: Kinder in einer Klasse
© fotolia.com

Bei den Informationen zu den verschiedenen Arten von Förderschulen gibt es jeweils einen Abschnitt zu Unterricht inklusive arbeitsbezogene Inhalte und einen Abschnitt zum Thema Berufliche Bildung.

Suche nach Förderschulen:

Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung NRW (KsF)

Supermann-Figur
© fotolia.com

Der Schulversuch "Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogiche Förderung gemäß § 20 Abs. 5 Schulgesetz NRW" endete mit Ablauf des Schuljahres 2013/2014. Die daran beteiligten Förderschulen wurden als Förderschulen fortgeführt.

Zentrale Prinzipien des Schulversuchs wurden mit dem Schuljahr 2014/2015 auf ganz NRW übertragen. So wurden für den Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen Stellenbudgets für sonderpädagogische Förderung gebildet.

Berufsschulen in NRW / Barrierefreie Berufskollegs

Datenbank mit der Möglichkeit, anhand von Ausbildungsberufen, einschließlich Fachpraktiker-Berufen, nach Berufsschulen zu suchen, die diese Ausbildungsberufe anbieten. Angaben zur Barrierefreiheit des Schulgebäudes sind enthalten sowie Informationen zum Know How der Lehrkräfte zur Beschulung von Schülern und Schülerinnen mit Behinderung.

Berufsschulen in NRW / Förderschulen Berufskolleg

In NRW gibt es landesweit 20 Förderschulen Berufskolleg. Diese sind zum großen Teil an Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation angegliedert.

An den allgemeinen Berufskollegs werden junge Menschen mit Beeinträchtigungen und Benachteiligungen in der Berufsvorbereitung beispielsweise über sonderpädagogische Förderklassen unterstützt.

Neues Übergangssystem Schule-Beruf NRW / Kein Abschluss ohne Anschluss

Kein Abschluss ohne Anschluss - Um dies zu unterstützen, hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2012 als erstes Flächenland landesweit ein neues Übergangssystem von der allgemeinbildenden Schule bis in die duale Ausbildung bzw. ein Studium eingeführt.

  • im Bereich der schulischen Berufs- und Studienorientierung der allgemeinbildenden Schulen werden die Ansätze und Einzelmaßnahmen in ein Gesamtsystem der Berufs- und Studienorientierung überführt
  • die Übergänge in eine Ausbildung oder in ein Studium werden gemeinsam gestaltet
  • die Aktivitäten im Übergang Schule- Beruf werden durch eine Kommunale Koordinierung nachhaltig und systematisch befördert
     

Schulische Inklusion

Fachliteratur zu den Themen Bildungswesen, Schule und Inklusion finden Sie in der Infobox rechts oben "Bildung und Inklusion".

Lese-Tipp extra:

Neuausrichtung Inklusion NRW ab Schuljahr 2019 / 2020

Ab dem Schuljahr 2019/2020 dürfen Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien nur noch dann inklusiven Unterricht anbieten, wenn sie verbindliche Qualitätsstandards erfüllen. Inklusionsunterricht soll sich auf „Schwerpunktschulen“ konzentrieren.

Die Regelschulen müssen künftig über sonderpädagogische Lehrkräfte, ein pädagogisches Konzept zur inklusiven Bildung sowie barrierefreie Gebäude und ein ausreichendes Raumangebot verfügen. Für Gymnasien gibt es eine besondere Vorgabe: Sie dürfen nur noch Inklusionsschüler aufnehmen, die eine Chance auf das Abitur haben.

Die Schulen müssen sich an der Formel „25 – 3 – 1,5“ orientieren: Inklusive Eingangsklassen dürfen demnach maximal 25 Schüler umfassen, darunter drei Schüler mit besonderem Förderbedarf. Für diese wird eine halbe Stelle für eine Lehrkraft zusätzlich bereitgestellt.

Was Schulen mit inklusivem Angebot ab 2019/2020 machen, wenn sie die neuen Standards nicht erfüllen ist noch unklar.

Der Bestand der 444 sonderpädagogischen Förderschulen wird gesichert. Es soll auch die Einrichtung von Förderschulgruppen in Regelschulen möglich sein. Für die landesweit 2287 Grundschulen sind im Rahmen eines „Masterplans“ Grundschule Inklusionsstandards geplant. (Informationsstand 12.07.2018)

weitere Infos zur schulischen Inklusion in Nordrhein-Westfalen

Zur Bundesland bezogenen Umsetzung der "Initiative Inklusion“ können Sie mehr im Artikel zu Förderprojekten und Initiativen nachlesen.

Zum aktuellen Stand der Themen Inklusion, Inklusive Bildung, Gemeinsamer Unterricht  in den einzelnen Bundesländern informiert auch der Verband Sonderpädagogik e.V. und seine Landesverbände.