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Förderprojekte und Initiativen im Übergangsfeld Schule - Beruf

Bunte Figuren sitzen an einem runden Tisch.
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(kn) Auf dieser Seite finden pädagogische und beratende Fachkräfte Hinweise auf Projekte und Initiativen rund um den Übergang Schule - Beruf, die Anregungen für den Schul- und Arbeitsalltag sein können.

Assistierte Ausbildung

Das Instrument der Assistierten Ausbildung, gefördert durch die Bundesagentur für Arbeit, wird befristet bis 2018 einführt.

Zielgruppen sind lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte jungen Menschen so wie junge Menschen, bei denen besondere Lebensumstände dazu führen, dass sie bei einer Berufsausbildung unterstützt werden müssen.

Bestandteil der Assistierten Ausbildung ist eine ausbildungsvorbereitende Phase: Hier sollen förderungsbedürftige junge Menschen auf die Aufnahme einer betrieblichen Berufsausbildung vorbereitet und  bei der Suche nach einer betrieblichen Ausbildungsstelle unterstützt werden.

BIBB-Forschungsprojekt "Anforderung an die Professionalität des Bildungspersonal beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt"

Ziel des Forschungsprojektes war es, die veränderten Anforderungen an das Bildungspersonal im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu ermitteln und Kompetenzprofile herauszuarbeiten, die dieser spezifischen Aufgabe entsprechen.

Vier Gruppen wurden als zentrale Akteure beim Übergang Schule-Beruf angesehen: die Lehrkräfte in allgemeinbildenden und an den beruflichen Schulen, die Sozialpädagoginnen und -pädagogen, die bei Bildungsträgern tätig sind, und die Ausbilderinnen und Ausbilder in Praktikumsbetrieben.

Als ein besonderer Aspekt des Forschungsprojektes sollte eine "benachteiligtensensible Betrachtungsweise" im Fokus stehen.

Girls' Day

Junge Auszubildende im Handwerk hebt die Daumen.
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Der Girls' Day ist ein bundesweiter Berufsorientierungstag für Mädchen zum Kennenlernen des naturwissenschaftlich-technischen Berufsspektrums. Technische Unternehmen und Abteilungen sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen bieten am Girls' Day Veranstaltungen für Mädchen an, Unternehmen und Organisationen öffnen am Aktionstag alle Bereiche, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. Schulen aus allen Bundesländern beteiligen sich mit Aktionen.

Initiative Bildungsketten

Die Initiative Bildungsketten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Jugendliche dabei, den Übergang von der Schule in die Berufswelt zu schaffen. Zur Initiative Bildungsketten gehören verschiedene Sonderprogramme, wie die Berufseinstiegsbegleitung, Berufsorientierungsprogramm (BOP) und VerA - Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen.

  • Das Sonderprogramm Berufseinstiegsbegleitung sieht hauptamtliche Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter an bundesweit rund 1.000 Haupt- und Förderschulen vor. Das Programm setzt in der 7. Klasse mit einer Kompetenzfeststellung an, in die auch außerschulische Kompetenzen und Begabungen einfließen. Nach der Potenzialanalyse nehmen sich die Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf an und entwickeln individuelle Förderpläne.
  • Das Berufsorientierungsprogramm (BOP) gibt Jugendlichen einen Einblick in verschiedene Berufsfelder. Bei den Werkstatttagen probieren Jugendliche ab Klasse 8 zwei Wochen lang drei Berufsfelder praktisch aus. Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder leiten sie fachlich an.
  • Die Initiative VerA – Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen ist ein Angebot an alle, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen oder daran denken, ihre Lehre abzubrechen. VerA stellt diesen Jugendlichen ehrenamtliche Senior Expertinnen und Experten für eine regelmäßige 1:1-Begleitung zur Seite: Vertrauenspersonen, die Stärke und Orientierung vermitteln und damit Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Initiative Inklusion

Das Bundesprogramm "Initiative Inklusion" will mehr Ausbildung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen erreichen im Sinne einer inklusiven Teilhabe am Arbeitsleben. Das Programm wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) während der Laufzeit von 2011 bis 2018 unterstützt und ist Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Erstes von vier Zielen ist die Förderung der beruflichen Orientierung für schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler. Ziel ist es, durch frühzeitige und umfassende Berufsorientierung die Chancen auf eine Ausbildung oder Beschäftigung zu erhöhen.

Wie die Initiative in den einzelnen Bundesländern umgesetzt wird, können Sie in den Bundesland bezogenen Artikeln zu Förderprojekten und Initiativen nachlesen.

 

Inka - Projekt Inklusive Ausbildung

Im Rahmen eines Netzwerks stellen die Mitgliedsunternehmen des UnternehmensForums und weitere Beteiligte Ausbildungsplätze zur Verfügung, um Jugendlichen mit Behinderung den Zugang in eine duale Ausbildung zu ermöglichen.

Innerhalb der drei- bis vierjährigen Ausbildung werden Azubis mit und ohne Behinderung gemeinsam ausgebildet. Die vorhandenen Ausbildungsstrukturen werden dazu an die Bedürfnisse der schwerbehinderten Jugendlichen angepasst.

Die Auszubildenden mit Behinderung sollen die Möglichkeit erhalten, nach Abschluss ihrer Ausbildung von den Betrieben übernommen zu werden oder einen leichten Wechsel in einen anderen Betrieb zu erhalten. Das Projekt läuft bis 31.08.2019.

Inklusionsberatung bei den Kammern

Bundesweit bieten verschiedene Handwerks-, Industrie- und Handelskammern und Landwirtschaftskammern im Rahmen von Projekten Inklusionsberatung an. Dazu gehört in der Regel die Beratung für Betriebe zum Thema Ausbildung, Praktikum, Übergang Beruf von jungen Menschen mit Behinderung.

Kammern mit Inklusionsberatung finden Sie im REHADAT-Portal und Angebote und Adressen.

JUGEND STÄRKEN im Quartier

Junge Frau hält symbolisch ihre Zukunft in der Hand.
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Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) haben am 20.01.2015 in Berlin das ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" gestartet. Das ressortübergreifende ESF-Vorhaben unterstützt junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Einstieg in die Arbeitswelt mit aufsuchender Arbeit, Beratung und Einzelfallhilfe sowie Mikroprojekten.

Das Programm wird ab 2015 zunächst für vier Jahre in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen deutschlandweit in 185 Kommunen umgesetzt. Dafür stehen rund 115 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.

Netzwerk Berufswahl-SIEGEL

Stilisiertes Männchen mit grünem großen Ok-Haken
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Das Netzwerk Berufswahl-SIEGEL wird getragen von einem Bündnis aus Politik, Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Gemeinschaftsinitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgezeichnete Berufsorientierung an Schulen nach außen sichtbar zu machen und systematisch zu verbessern.

Das Berufswahl-SIEGEL wird in 22 Regionen in 10 Bundesländern vergeben. Verschiedene Trägerinstitutionen führen vor Ort das Berufswahl-SIEGEL durch. Dazu zählen Verbände und Kammern, Schulbehörden und Lehrerfortbildungsinstitute, Ministerien und kommunalpolitische Einrichtungen sowie Stiftungen und Forschungsinstitute. Über 1.160 Schulen wurden mit dem SIEGEL ausgezeichnet.

Projekt "komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft"

Projekt zur Stärkenentdeckung, Berufsorientierung und Lebensplanung für Jugendliche ab der 7. Klasse, deren Lehrkräfte und Eltern.

Perspektive Berufsabschluss / Regionales Übergangsmanagement

Zwei Azubis freuen sich über ihren Gesellenbrief.
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"Perspektive Berufsabschluss" ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das durch strukturelle Veränderungen den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne beruflichen Abschluss dauerhaft senken will. 97 Projekte sollen dafür Netzwerke in zwei unterschiedlichen Förderschwerpunkten nachhaltig etablieren.

"Regionales Übergangsmanagement" stimmt an 55 Standorten die verschiedenen bereits vorhandenen Förderangebote und Unterstützungsleistungen aufeinander ab, um Jugendlichen den Anschluss von der Schule in eine Berufsausbildung zu erleichtern.

"Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" schafft durch 42 Projekte geeignete Rahmenbedingungen, um an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung einen nachträglichen Berufsabschluss zu ermöglichen.