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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit im betrieblichen Setting: Eine deutschlandweite Befragung von Schwerbehindertenvertretungen


Autor/in:

Heide, Marie Sophia; Glatz, Andreas; Niehaus, Mathilde [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2018, 80. Jahrgang (Heft 08/09), Seite 797, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2018



Abstract:


Hintergrund:

Betriebliche Gesundheit und der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit werden durch den stetigen Anstieg des Durchschnittsalters der Belegschaften, dem Fachkräftemangel sowie der globalen Forderung nach einer inklusiven Arbeitswelt immer relevanter. Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) kann hier eine wichtige Rolle als proaktiver Akteur zu gesundheitlichen Themenstellungen im Betrieb einnehmen.

Methoden:

Deutschlandweit wurden 1945 SBVen und Stellvertreterinnen und Stellvertreter zu ihren Tätigkeiten, Belastungen und Ressourcen sowie zu internen und externen Kooperationspartnern befragt. Die nachstehenden Ergebnisse beziehen sich auf die Auswertung der Angaben von 1552 befragten SBVen und stellen dar, für welche Zielgruppe die SBVen im Rahmen ihrer Arbeitszeit als SBV mit welchen Zeitanteilen arbeiten.

Ergebnisse:

Die SBVen arbeiten durchschnittlich knapp die Hälfte (ca. 43 %) direkt mit der Zielgruppe; d. h. mit Menschen mit Behinderung und in gesundheitlichen Problemlagen. Ungefähr ein Fünftel der Arbeitszeit als SBV (ca. 22 %) nimmt die Arbeit mit ihrer Arbeitgeberin bzw. ihrem Arbeitgeber ein. Den nahezu gleichen Zeitanteil (ca. 23 %) wenden die SBVen für die Arbeit mit sonstigen Akteurinnen und Akteuren (z. B. Kooperationspartnerinnen und -partnern) auf. Rund ein Zehntel (ca. 12 %) wird für organisatorische Aufgaben sowie die Etablierung im Unternehmen verwendet.

Schlussfolgerungen:

Die Ergebnisse zeigen u. a., dass die Etablierung im Unternehmen einen hohen Stellenwert in der Arbeit der SBVen einnimmt. An dieser Stelle lässt sich ein Zusammenhang hinsichtlich der Tatsache, dass die SBVen ein Wahlamt mit zeitlicher Begrenzung ausüben und dadurch nicht auf längerfristig etablierte Strukturen zurückgreifen können, vermuten. Um von bereits vorhandenen Strukturen profitieren zu können, kann eine stärkere Vernetzung mit betrieblichen Akteurinnen und Akteuren bedeutend sein.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8841


Informationsstand: 29.01.2019

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