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Bibliographische Angaben zur Publikation

Aufbau und Analyse des LTA-Rehaprozessdatenpanels: Eine Prozessdatenbasis zur Untersuchung beruflicher Rehabilitation in Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit

Endbericht



Sammelwerk / Reihe:

Forschungsberichte des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Band 503


Autor/in:

Reims, Nancy; Tophoven, Silke; Tisch, Anita [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, 127 Seiten


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Endbericht (PDF, 2,6 MB).


Abstract:


Der Abschlussbericht zum Projekt 'Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben' (LTA) fasst die wichtigsten Arbeiten des Projektmoduls 'Fortschreibung bzw. Neuaufbau des LTA-Reha-Prozessdatenpanels (LTA-RehaPro) und Analysen aus dem Prozessdatenpanel (Modul 1)' zusammen.

Das Projekt wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durchgeführt. Ziel des Projektmoduls war zum einen der Aufbau einer Prozessdatengrundlage auf Basis administrativer Daten aus den Geschäftsprozessen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Zum anderen ist die so entstandene Datenbasis Grundlage für inhaltliche Analysen zum Rehabilitationsprozess. Der Fokus der Daten und der entsprechenden Analysen liegt auf Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen, die eine berufliche Rehabilitation in Kostenträgerschaft der BA anstreben oder absolvieren. Erst- und Wiedereingliederung werden getrennt voneinander betrachtet.

Im Rahmen der Analysen wurde der Rehabilitationsprozess einerseits in seiner Gesamtheit betrachtet und andererseits wurden einzelne Prozessschritte untersucht. Im Bereich der beruflichen Ersteingliederung wird der Prozess vom Übergang von der Schule in die berufliche Rehabilitation über die Teilnahme an Maßnahme(n) bis zum Arbeitsmarkteintritt betrachtet. Dies umfasst ein Prozessmonitoring für die berufliche Ersteingliederung, das auch in Zukunft weitergeführt werden soll. Daneben werden typische Erwerbsverläufe von Rehabilitanden und Rehabilitandinnen nach Ende der Schule identifiziert. Des Weiteren fokussiert eine Analyse über die generelle und spezifische Maßnahmewahl der jungen Personen nach Anerkennung sowie eine weitere Analyse im Besonderen die Personengruppe der psychisch Erkrankten.

Für die Untersuchung der letztgenannten Personengruppe werden neben den LTA-RehaPro-Daten auch qualitative Interviews mit jungen Personen der beruflichen Ersteingliederung aus Modul 2 des LTA-Projekts herangezogen. Analog zum Bereich der Ersteingliederung wird auch für die Personen im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung erstmalig ein Prozessmonitoring aufgebaut, das den Prozess im Gesamtüberblick betrachtet. Auch dieses Monitoring soll ebenfalls zukünftig weitergeführt werden. Weitere Fokusanalysen untersuchen den Anerkennungsprozess und die damit assoziierte Rolle des Erwerbsstatus, die Maßnahmezuweisung und die Arbeitsmarktübergänge. Insbesondere ihre Übergänge in den Arbeitsmarkt sind dabei differenziert betrachtet worden.

So fokussieren einerseits Analysen den Eintritt in Beschäftigung und deren Nachhaltigkeit nach der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Andererseits identifizieren erste kontrafaktische Analysen Beschäftigungseffekte von Teilnehmenden und Nicht-Teilnehmenden an Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen von Reha (1) bzw. Personen mit und ohne Reha-Status nach Weiterbildungsmaßnahmen (2). Darüber hinaus wird auch der Beschäftigungseffekt von anerkannten und nicht-anerkannten Rehabilitanden und Rehabilitandinnen vergleichend betrachtet. Zu benennende Limitationen hinsichtlich der Daten und Analysen beziehen sich hauptsächlich auf die eingeschränkten Informationen zur gesundheitlichen Situation der Antragstellenden und der Rehabilitanden und Rehabilitandinnen und der daraus resultierenden individuellen beruflichen Möglichkeiten.

Festzuhalten ist, dass die LTA-RehaPro-Daten als Vollerhebung von Personen in Kostenträgerschaft der BA, eine reiche und einzigartige Datenquelle zur Untersuchung beruflicher Rehabilitation darstellen. Zwar wird der Rehabilitationsprozess umfassend untersucht. Dennoch ist der Prozess noch nicht erschöpfend betrachtet und die hier durchgeführten Analysen bieten Raum für Anschlussforschung. So konnten erste Fragen beantwortet werden und neue gestellt werden. Die Forschung zum Rehabilitationsprozess soll deshalb auch über den Projektrahmen hinaus weitergeführt werden.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Aufbau und Analyse des LTA-Rehaprozessdatenpanels: Eine Prozessdatenbasis zur Untersuchung beruflicher Rehabilitation in Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit


Abstract:


The report associated with the project 'evaluation of benefits for the labour market participation of people with disabilities (LTA)” financed by the Federal Ministry of Labour and Social Affairs summarizes the most important results that were identified in the context of the project module 'update and re-establishment of the LTA rehaprocess data panel (LTA-RehaPro) and analyses from the process data panel' (modul 1).

The module aimed at constructing a process data panel that is based on administrative data coming from business routines of the German Federal Employment Agency (FEA). Furthermore, the data was used to analyse the rehabilitation process. Both data and analyses focus on persons with health limitations and disabilities aiming at or taking-up vocational rehabilitation in the financial responsibility of the FEA. Analyses distinguish young persons in first labour market integration from persons in labour market re-integration.

The rehabilitation process is analysed as a whole, as well as in its separate process steps. In the context of young adults in their first labour market integration, studies mainly focus on the whole process from school, over vocational rehabilitation and participation in labour market measures to the transition into the labour market. Thus, within the project a process monitoring was conducted that is to be continued after the project.

Furthermore, we identified typical labour market trajectories of rehabilitants after completing school. As a specific focus, the general and specific choice of labour market measures of young adults was analysed, as well as the particular conditions and specific needs of young adults with mental illness within the process of vocational rehabilitation. For the latter study results from the administrative LTA-RehaPro data were combined with findings from qualitative interviews of young adults from modul 2 of the LTA-project. Analogues to young adults, we established a process monitoring to examine the entire vocational rehabilitation process of adults in labour market re-integration that will be continued after the end of the project, as well.

Focussing on specific process steps, further studies cover the acceptance process and the associated role of the labour market status, the general and specific allocation to labour market measures and the transition into the labour market. Particularly, the labour market transition was focussed in greater detail. On the one hand, one study considers the transition into employment, as well as the sustainability of employment for rehabilitants completing further training measures.

On the other hand, first counterfactual analyses identify employment effects for participants and non-participants in further training measures within the context of vocational rehabilitation (1) and for participants in further training with and without a rehabilitation status (2). Furthermore, employment effects of accepted and non-accepted persons after applying for vocational rehabilitation are compared. The data and analyses are somehow limited in their scope. Thus, the main restriction regards limited health related data on accepted and non-accepted applicants for vocational rehabilitation.

This is particularly relevant for health limitations regarding individual occupational opportunities. The LTA-RehaPro data - as a full sample of persons in the financial responsibility of the FEA - constitutes a rich and comprehensive data source in order to examine vocational rehabilitation. Though, the rehabilitation process is broadly analysed, there are still aspects that have not been dealt with exhaustively and that encourage follow-up research. First questions are answered, new ones are posed. Therefore, research is continued beyond the context of the LTA project.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Publikationsversand der Bundesregierung
Homepage: https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen

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Referenznummer:

R/NV8604


Informationsstand: 01.02.2018

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