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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bewegung im Tätigkeitssystem! Erkenntnisse aus der Untersuchung des Tätigkeitssystems junger Erwachsener in der beruflichen Rehabilitation

Vortrag auf dem 27. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. Februar 2018 in München



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation bewegt!


Autor/in:

Rückert, Claudia


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Seite 214-216


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 12 MB).


Abstract:


Junge Erwachsene mit Behinderung und/oder sozialer Benachteiligung finden im Übergang Schule - Beruf ein umfangreiches Unterstützungsangebot durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vor. Trotz erheblicher Bemühungen, alle jungen Menschen zu fördern, zeigen aktuelle Studien, dass ein Anteil der jungen Erwachsenen von den Maßnahmen zur Ersteingliederung innerhalb der beruflichen Rehabilitation nicht profitiert.

In dieser Studie wird das Tätigkeitssystem des Personenkreises empirisch untersucht und herausgearbeitet:
1. wer die Tätigen in der Lernbiografie sind;
2. warum der Einzelne tätig ist;
3. welche strukturellen Spannungen sich im Tätigkeitssystem zeigen;
4. ob Zyklen qualitativer Veränderung des Tätigkeitssystems erfolgen.

Die von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg geförderte Studie wurde mit 35 Probanden zwischen 16 und 25 Jahren innerhalb der Ersteingliederung der beruflichen Rehabilitation durchgeführt. Erhoben wurden die vier (Haupt-)Bindungskategorien mit dem Adult Attachment Projective Picture System. Des Weiteren wurden mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern leitfadengestützte, problemzentrierte Interviews geführt und theoriegeleitet sowie themenbezogen analysiert.

Die Ergebnisse zeigen, dass junge Erwachsene in der beruflichen Rehabilitation Bewusstsein darüber entwickeln, warum und wie sich etwas in ihrer Lernbiografie entwickelt hat, und worin der nächste Schritt bestehen könnte. Dabei beziehen sie die Reaktionen der sie umgebenden Menschen ein und sind sich der Art ihrer Lernhandlungen bewusst. Es können erhebliche Anstrengungen nachgezeichnet werden, Lernergebnisse zu initiieren und Resultate herbeizuführen. Diese werden in der Realisierung oft an wahrgenommenen Hindernissen eingestellt, da sich die Lernenden unveränderbaren Lerntätigkeits-Strukturen ausgesetzt sehen. Der gewählte Ansatz kann mit einem subjektwissenschaftlichen Interesse das Tätigkeitssystem hinsichtlich Störungen und Probleme analysieren. Dies kann jedoch nicht den Abschluss, sondern muss den Beginn von Forschung darstellen, weil Empfängerinnen und Empfänger wie Anbieterinnen und Anbieter von Unterstützungsleistungen der beruflichen Rehabilitation Teil der kollektiven Tätigkeit sind, deren System erst analysiert werden müsste.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '27. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation bewegt!'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV784650


Informationsstand: 16.04.2018

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