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Förderprojekte und Initiativen im Übergangsfeld Schule-Beruf / Bayern

Bunte Figuren sitzen an einem runden Tisch.
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(kn) Auf dieser Seite finden pädagogische und beratende Fachkräfte Hinweise auf Projekte und Initiativen rund um den Übergang Schule-Beruf, die Anregungen für den Schul- und Arbeitsalltag in Bayern sein können.

Berufsorientierung in der Mittelschule

Stilisierte Männchen in Vortragsraum mit Dozent an der Tafel
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Programm mit dem Ziel, Schüler und Schülerinnen durch individuelle Förderung zur Ausbildungsreife zu führen und ihnen einen attraktiven Schulabschluss zu ermöglichen. Leistungsstarke Schüler und Schülerinnen werden so weit gefordert, dass ihnen über den Mittleren Bildungsabschluss der Weg in höher qualifizierte Berufe oder ein weiterqualifizierendes Schulangebot offen steht.

Leistungsschwächere Kinder und Jugendliche werden dort individuell unterstützt, wo ihre Bedürfnisse liegen. Möglichst alle sollen so weit gefördert werden, dass sie die Basisanforderungen für den erfolgreichen Übergang in Ausbildung und Beruf erreichen. Das Portal enthält u. a. im Rahmen des Programmes entwickelte Lehrplanergänzungen zur Berufsorientierung.

Initiative Inklusion

Das Programm "Initiative Inklusion" des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Das Programm will mehr Ausbildung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen erreichen. Erstes von vier Zielen ist die Förderung der beruflichen Orientierung für schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler.

In den einzelnen Bundesländern wird die Initiative in Kooperation mit den zuständigen Ministerien in den Jahren 2011 bis 2018 umgesetzt.

Ab 2018 / nach Auslaufen der Modellprojekte zur Förderung der Berufsorientierung im Rahmen der Initiative Inklusion:

Im Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist geplant, Jugendliche mit Behinderung während der beruflichen Orientierung schwerbehinderten Menschen gleichzustellen (§ 151 Absatz 4 BTHG-Entwurf). Dadurch wäre es möglich, Ausgleichsabgabemittel der Integrationsämter für SchulabgängerInnen zu nutzen.

Inklusionsberatung bei den Kammern

In den meisten Bundesländern bieten verschiedene Handwerks-, Industrie- und Handelskammern und Landwirtschaftskammern im Rahmen von Projekten Inklusionsberatung an. Dazu gehört in der Regel die Beratung für Betriebe zum Thema Ausbildung, Praktikum, Übergang Beruf von jungen Menschen mit Behinderung. Kammern mit Inklusionsberatung finden Sie im REHADAT-Portal Adressen und Angebote.

Inklusive berufliche Bildung in Bayern / Modellversuch

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Förderschwerpunkt Lernen und/oder emotionale und soziale Entwicklung) werden Voraussetzungen geschaffen, in einem höheren Maß als bisher einen regulären Berufsabschluss zu erwerben.
Dazu sollen nicht nur an den Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung, sondern auch an den allgemeinen Berufsschulen bzw. Berufsfachschulen entsprechende Bedingungen geschaffen werden.

Durch gezielte individuelle Unterstützung aller Schülerinnen und Schüler sollen sowohl ein höheres fachliches als auch ein höheres allgemeines Kompetenzniveau (z. B. Personal- und Sozialkompetenz) erreicht und in der Folge die Rate der Ausbildungsabbrüche verringert werden.

JoA - Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

Immer mehr Jugendliche bleiben zunächst ohne Ausbildungsvertrag. Diese Jugendlichen bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen, sie besser individuell für die Berufswelt zu qualifizieren, ist das Hauptanliegen des Modellversuchs "Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA)". In einem dreijährigen bayernweiten Modellversuch (2005-2008) konnten ausgewählte Modellversuchsschulen modulare und flexible pädagogische Konzepte für JoAs weiterentwickeln und damit die Startchancen der Jugendlichen verbessern. Dabei ging es auch um eine bessere Kooperation zwischen den allgemeinbildenden und den beruflichen Schulen.

Netzwerk Berufswahl-SIEGEL

Stilisiertes Männchen mit grünem großen Ok-Haken
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Das Netzwerk Berufswahl-SIEGEL wird getragen von einem Bündnis aus Politik, Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Gemeinschaftsinitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgezeichnete Berufsorientierung an Schulen nach außen sichtbar zu machen und systematisch zu verbessern.

Das Berufswahl-SIEGEL wird in 22 Regionen in 10 Bundesländern vergeben, darunter auch in Bayern. Verschiedene Trägerinstitutionen führen vor Ort das Berufswahl-SIEGEL durch. Dazu zählen Verbände und Kammern, Schulbehörden und Lehrerfortbildungsinstitute, Ministerien und kommunalpolitische Einrichtungen sowie Stiftungen und Forschungsinstitute. Über 1.160 Schulen bundesweit wurden mit dem SIEGEL ausgezeichnet.

Projekt Übergang Förderschule - Beruf, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung:

Foto mit Auzubi und Ausbilder in einer Werkstatt
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Das Projekt "Übergang Förderschule-Beruf“ soll jungen Menschen mit geistiger Behinderung neue Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt eröffnen. Zielgruppe sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die bisher in die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) eingetreten wären, sich mit entsprechender Unterstützung jedoch voraussichtlich auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt behaupten können.

Hierfür kooperieren Integrationsfachdienste, Förderschulen und Arbeitsagenturen sowie die beteiligten Ministerien, Integrationsämter, Schulverwaltungen, Bayerische Bezirke und Werkstätten für behinderte Menschen.

Tipp:

Nutzen Sie auch die Seite mit bundesweit relevanten Projekten. Einige der dort genannten Programme und Initiativen werden in allen Bundesländern durchgeführt.