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Aufnahme in die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Bewerbungsgespräch, Foto
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(na) Es gibt in Deutschland über 730 (Haupt-) Werkstätten mit über 300.000 Beschäftigten (Stand: 2017).

In den Werkstätten arbeiten überwiegend (rund 80 Prozent der Mitarbeiter) Menschen mit geistiger Behinderung. Die Werkstätten sind aber verpflichtet, allen behinderten Menschen - unabhängig von Art und Schwere der Behinderung - einen Arbeitsplatz anzubieten.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme in die WfbM sind:

  • Die behinderten Beschäftigten müssen im Arbeitsbereich der WfbM ein "Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit" leisten können.
  • Es darf kein außerordentlicher Pflegebedarf vorliegen.
  • Es darf von den behinderten Beschäftigten keine Fremd- oder Eigengefährdung ausgehen.

Fachausschuss der WfbM

In jeder WfbM gibt es einen Fachausschuss, der aus Vertreterinnen und Vertretern der WfbM und der Kostenträger besteht. Am Ende des Eingangsverfahrens berät der Fachausschuss, ob ein behinderter Mensch in die Werkstatt aufgenommen werden soll und welche Fördermaßnahmen bei einer Übernahme in die WfbM ausgeführt werden sollen.

Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit besonders betroffener behinderter Menschen

Die Bundesagentur für Arbeit hat zum 1. Juli 2008 eine neue Maßnahme im Vorfeld der Werkstattaufnahme eingeführt. Sie heißt "Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit besonders betroffener behinderter Menschen" (DIA-AM). Die Maßnahme richtet sich an behinderte Menschen, deren Leistungsfähigkeit im Grenzbereich zwischen der WfbM und dem allgemeinen Arbeitsmarkt angesiedelt ist. Bei DIA-AM handelt es sich um ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Eignung und die Potentiale des behinderten Menschen abgeklärt werden.

Ziel der Maßnahme ist es herauszufinden, ob die WfbM wirklich die geeignete Einrichtung für den behinderten Menschen ist oder ob nicht doch ein anderer Berufsweg (z. B. Unterstützte Beschäftigung) möglich ist. DIA-AM verfolgt damit die gleiche Zielsetzung wie das Eingangsverfahren der WfbM.

Beratung

Wer in einer Werkstatt lernen und arbeiten möchte, wendet sich an das Reha-Team der nächst gelegenen Agentur für Arbeit. Bei den Reha-Teams kann man auch Auskünfte über aktuelle Bildungsangebote, Aufnahmetermine und vorhandene begleitende Angebote der einzelnen Werkstätten erhalten.

Umfangreiche Beratung bieten auch die Integrationsfachdienste, die häufig Kooperationspartner der Werkstätten sind.

Menschen, die bereits im Arbeitsleben stehen oder standen, können sich auch bei einer Gemeinsamen Servicestelle oder ihrem zuständigen Kostenträger beraten lassen. In vielen Fällen sind das die Deutsche Rentenversicherung oder die Gesetzliche Unfallversicherung.

Man kann sich auch direkt bei den einzelnen Werkstätten informieren. Nach den Adressen der WfbM kann man ganz oben in der rechten Spalte suchen.