Inhalt

Erstausbildung - Regelausbildung

Männchen mit unterschiedlichem Berufeoutfit
© fotolia.com

(kn) Die Erstausbildung ist die Ausbildung, die zum ersten Berufsabschluss führt. Die meisten Auszubildenden werden in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf ausgebildet.

Die Prüfungen werden vor den zuständigen Kammern abgelegt (Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Landwirtschaftskammern usw.).

Für alle, die an der Berufsausbildung beteiligt sind, gelten einheitliche und verbindliche Regeln. Grundlage dafür sind das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO). Rechtlich nicht vorgeschrieben sind bestimmte Schulabschlüsse für eine Ausbildung.

Viel Auswahl

Derzeit gibt es ungefähr 330 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Bei den meisten davon findet die praktische Ausbildung im Betrieb statt. Das theoretische Wissen wird in der Berufsschule vertieft und erweitert (duale Berufsausbildung).

Mehr dazu: im Kapitel Welche Berufe gibt es? 

Außerbetriebliche Erstausbildung für Jugendliche mit Behinderung

Manchmal ist wegen einer Behinderung eine Erstausbildung in einem normalen Betrieb nicht möglich weil besondere Unterstützung oder Hilfen gebraucht werden.

In solchen Fällen kann die Ausbildung in einer Einrichtung gemacht werden die auf die speziellen Bedürfnisse von Jugendlichen mit Behinderung eingerichtet ist, z. B. in einem  Berufsbildungswerk.

Je nach Zielgruppe und Ausstattung verfügen die Anbieter über eigene Ausbildungswerkstätten, -büros und -betriebe mit behindertengerechter Arbeitsplatzgestaltung, bieten Berufsschulen, Wohn- und Freizeitmöglichkeiten und betreuen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer pädagogisch, psychologisch und medizinisch.

Viele dieser Ausbildungsanbieter helfen auch bei der Entscheidung für die passende Berufsrichtung und bei der Vorbereitung auf eine Ausbildung.

Einrichtungen findet man rechts oben in der Infobox "Schnell finden". Darunter sind auch ambulante und wohnortnahe Angebote. Das heißt, man kann in der Nähe des Wohnortes oder zuhause wohnen bleiben während der Maßnahme.

Wie kommt man in eine außerbetriebliche Erstausbildung?

Rollstuhlfahrer am Computer, Foto
© fotolia.com

Die Entscheidung darüber, ob die Erstausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung gemacht werden soll, trifft der Rehaträger, der für die Auszubildenden in ihrer jeweiligen Situation zuständig ist.

Bei jugendlichen Schulabgängerinnen und Schulabgängern ist das meistens die Arbeitsagentur. Ansprechpersonen dort sind die Reha-Berufsberater und -beraterinnen. Weitere Rehaträger können z. B. die Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungen sein.

Für die Aufnahme in eine außerbetriebliche Einrichtung müssen bei den Auszubildenden bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Mehr dazu steht im Kapitel Außerbetriebliche Ausbildung.