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Qualifizierungsmaßnahme mit Hauszeugnis (im Rahmen von Erstausbildung)

drei verschieden farbige Smilies, unter grünem lachendem Smilie ist ein Häkchen gesetzt
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(kn) Qualifizierungsmaßnahmen mit Hauszeugnissen oder Zertifikaten sind Qualifizierungen und Kurzausbildungen, die mit einer internen Prüfung beim jeweiligen Anbieter abschließen.

Es gibt eine große Zahl an Qualifizierungsmöglichkeiten quer durch alle Fachbereiche: vom nur wenige Tage dauernden Computer-Kurs bis hin zur einjährigen praktischen Ausbildung. Manche Qualifizierungsmaßnahmen sind, inhaltlich gesehen, Teilausschnitte aus anerkannten Ausbildungsberufen, manche vermitteln gezielt nur eine bestimmte Fertigkeit, z. B. Gabelstaplerfahren.

Zielgruppe sind Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen nicht direkt in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis eintreten können oder eine reguläre Erstausbildung nicht bewältigen würden.

Ziel der Qualifizierungsmaßnahmen

Ziel ist es, den Teilnehmern grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten in einem Arbeitsbereich zu vermitteln um die Chancen auf Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern oder Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Wie kommt man nach der Schule in eine Qualifizierungsmaßnahme?

Foto einer jungen Frau schaut auf einen Wegweiser auf, mit den Hinweisen Schule, Ausbildung, Studium, Karriere
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Ohne Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf sind die Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht besonders gut.

Bei Schulabgängern mit Unterstützungsbedarf werden deshalb vorrangig Maßnahmen gefördert die beim Einstieg in eine Ausbildung helfen können. Dazu gehören z. B. das Nachholen von Schulabschlüssen oder berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen. Im Zusammenhang mit solchen Maßnahmen spielen Qualifizierungen eine wichtige Rolle.

Zuständig für die Beratung, welcher Weg in Frage kommt, sind in erster Linie die Berufsberater der Arbeitsagentur.

Alle Möglichkeiten, die es für Schulabgänger mit und ohne Schulabschluss gibt, werden beschrieben im Kapitel "Nach der Schule"

Das Bausteinprinzip

Jeweils zwei stilisierte Männchen stecken vier bunte Puzzle zusammen
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Qualifizierungen, die sich an Jugendliche richten, werden meistens nicht isoliert angeboten sondern im Rahmen von Maßnahmen, die auf eine Berufsausbildung bzw. eine Arbeitnehmertätigkeit vorbereiten. Eine solche Maßnahme ist die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB).

Eine BvB dauert zwischen 10 und 18 Monaten und richtet sich nach den Bedürfnissen des Teilnehmers. Meistens gehören zur BvB praktische Phasen, in denen berufliche Grundfertigkeiten gelernt und weiter vertieft werden. Dabei werden sogenannte Qualifizierungsbausteine eingesetzt. Ein Teilnehmer kann mehrere solcher  Bausteine absolvieren. Dazu gehört, dass man Tätigkeiten kennen lernt und, wenn möglich, in einer Form praktisch ausübt, das dem Niveau innerhalb einer Berufsausbildung entspricht.

Ein Qualifizierungsbaustein ist meistens

  • inhaltlich abgegrenzt
  • in sich abgeschlossen
  • qualifiziert für eine Tätigkeit, die Teil einer anerkannten Berufsausbildung ist
  • oder kombiniert Ausschnitte aus verschiedenen Ausbildungsberufen

Speziell für behinderte Jugendliche

Fröhlicher Rollstuhlfahrer winkt, Zeichnung
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Manchmal sind wegen einer Behinderung besondere Unterstützung oder Hilfen nötig. In solchen Fällen können Qualifizierungen (im Rahmen von berufsvorbereitenden Maßnahmen) in Einrichtungen gemacht werden die auf die besonderen Bedürfnisse behinderter Jugendlicher eingerichtet sind, z. B. Berufsbildungswerke.

Je nach Zielgruppe und Ausstattung verfügen "rehaspezifische" Anbieter über eigene Ausbildungswerkstätten, -büros und -betriebe mit behindertengerechter Arbeitsplatzgestaltung, bieten Berufsschulen, Wohn- und Freizeitmöglichkeiten und betreuen die Teilnehmer pädagogisch, psychologisch und medizinisch.

Spezialisierte Anbieter und Einrichtungen findet man rechts oben im Kasten "Schnell finden".