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Arbeitserprobung

Azubi mit Ausbilder in KFZ-Werkstatt
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(kn) Die Maßnahmen "Eignungsabklärung (früher auch Berufsfindung genannt) und Arbeitserprobung“ werden meist in engem Zusammenhang angeboten und durchgeführt. Beide Maßnahmen helfen dabei, einen geeigneten Beruf zu finden und herauszufinden, ob man für eine bestimmte Ausbildung die richtigen Voraussetzungen mitbringt.

Zielgruppen sind hauptsächlich junge Menschen mit Behinderung ohne feste Berufsvorstellung, Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die sich neu orientieren müssen.

Am Ende sollen die Teilnehmer/innen eine klare Vorstellung davon haben, welchen Berufsweg sie zukünftig einschlagen wollen. Die Dauer der drei Maßnahmen ist unterschiedlich, beträgt aber insgesamt selten mehr als drei Monate.

Ziel der Arbeitserprobung

Wenn man sich für eine bestimmte Berufsrichtung entschieden hat (zum Beispiel während einer Eignungsabklärung), wird durch die Arbeitserprobung genauer getestet, ob man sich für die betreffende Ausbildung wirklich interessiert und ob man körperlich und geistig für das Berufsfeld geeignet ist.

Dabei wird auch geklärt, ob für den Ausbildungsplatz eine bestimmte Ausstattung (Technische Hilfen) gebraucht wird und ob im Unterricht der Berufsschule ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) erforderlich sind.

Wie kommt man in eine Arbeitserprobung?

Stilisiertes Männchen mit vielen roten Fragezeichen
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Bei Schulabgängerinnen und Schulabgängern wird die Arbeitserprobung meist durch die Berufsberatung der Arbeitsagentur vermittelt. Bei Rehabilitandinnen, Rehabilitanden und Erwachsenen können auch andere Träger wie die Rentenversicherung und  Unfallversicherungen zuständig sein.

Arbeitserprobungen finden in der Regel in Rehabilitationseinrichtungen statt, die speziell auf die Bedürfnisse Jugendlicher mit Behinderung, Rehabilitandinnen und Rehabilitanden eingerichtet sind  (z. B. Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke).

Adressen von Anbietern findet man über die Infobox "Schnell finden" oben rechts.

Darunter sind auch ambulante und wohnortnahe Angebote. Das heißt, man kann in der Nähe des Wohnortes oder zuhause wohnen bleiben während der Maßnahme.

Was macht man in einer Arbeitserprobung?

Foto von junger grrübelnder Frau, im Hintergrund ist eine Glühbirne auf eine Schultafel gemalt
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Art und Dauer der Arbeitserprobung werden mit den Jugendlichen, Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im Einzelfall durch den zuständigen Rehabilitationsträger festgelegt. Normalerweise dauert sie nicht länger als vier Wochen.

Die Teilnehmer/innen können bei der Arbeitserprobung durch konkretes Ausprobieren typische Tätigkeiten eines Berufes oder eines Berufsfeldes kennen lernen. Die Arbeitsbedingungen werden dabei möglichst realistisch gestaltet wie in einer echten Ausbildung.
Durch die praktischen Erfahrungen finden die Teilnehmer/innen heraus, was ihre eigenen Fähigkeiten, Stärken und Einschränkungen sind und können überprüfen, ob der Beruf für sie geeignet ist.

Die Arbeitsprobung wird von arbeitspädagogischen und ergotherapeutischen Fachkräften begleitet. Manchmal wird die Arbeitserprobung durch ein Kurzpraktikum in einem Unternehmen ergänzt.