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Assistierte Ausbildung (Ausbildungsbegleitende Hilfen - abH)

Problem-Lösung
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(kn) Maßnahmen der Assistierten Ausbildung (vormals: Ausbildungsbegleitende Hilfen) kommen zum Einsatz, wenn es während einer Einstiegsqualifizierung oder einer betrieblichen Berufsusbildung Probleme mit dem Lernstoff gibt oder der Abschluss aus anderen Gründen gefährdet ist. Zielgruppe sind Auszubildende, denen vor allem der Unterricht in der Berufsschule Schwierigkeiten bereitet. Dazu gehören z. B. Auszubildende mit Lernbehinderung, sozial benachteiligte Auszubildende oder Auszubildende mit Sprachschwierigkeiten.

Welches Ziel hat die Assistierte Ausbildung?

Die Assistierte Ausbildung hilft beim Lernen und bei der Vorbereitung auf Prüfungen. Ziele der Assistierten Ausbildung sind, eine betriebliche Berufsausbildung anfangen zu können oder eine Berufsausbildung mit Erfolg zu Ende bringen zu können. Maßnahmen der Assistierten Ausbildung können auch unterstützen, wenn man während der Berufsschule Schwierigkeiten mit den Lehr- und Ausbildungskräften oder den Eltern hat und dadurch der Abschluss gefährdet ist.

Wie kommt man zur Assistierten Ausbildung?

Fröhlicher Rollstuhlfahrer winkt, Zeichnung
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Ob Assistierte Ausbildung in Frage kommt, entscheidet die Berufsberatung der Arbeitsagentur. Gefördert werden Auszubildende, die ohne Unterstützung keine Berufsausbildung beginnen können oder denen ohne Unterstützung ein Abbruch der Ausbildung droht. Erforderlich ist die schriftliche Einverständniserklärung des Ausbildungsbetriebes.

Gefördert werden auch Jugendliche, die während einer Einstiegsqualifizierung (Langzeitpraktikum) Unterstützung brauchen, die nach dem Abbruch einer Berufsausbildung keine neue Ausbildung beginnen können oder die mit Assistierter Ausbildung zwar einen Abschluss geschafft haben, aber kein Arbeitsverhältnis festigen können.

Wenn Assistierte Ausbildung genehmigt wird, hilft die Beraterin / der Berater bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter in der Nähe. Viele dieser Anbieter gehören zu den sogenannten ambulanten und wohnortnahen Einrichtungen, das heißt, die Teilnehmer/innen können zuhause wohnen bleiben. 

Adressen findet man in der Infobox "Schnell finden" oben rechts. Einige dieser Einrichtungen sind speziell für Jugendliche mit Behinderung geeignet, die besondere Unterstützung brauchen.

Was passiert bei der Assistierten Ausbildung?

Der junge Mensch wird, auch im Betrieb, individuell und kontinuierlich unterstützt und sozialpädagogisch begleitet. Ihm steht beim Träger der Assistierten Ausbildung über die gesamte Laufzeit der Förderung insbesondere eine feste Ausbildungsbegleiterin oder ein fester Ausbildungsbegleiter zur Verfügung.

Für jeden Teilnehmer / jede Teilnehmerin wird ein persönlicher Förderplan erstellt, in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb. Mit Hilfe des Förderplans können die Lernschritte und Lernerfolge verfolgt werden. Bestandteile des Förderplans können sein:

  • Nachhilfe in Theorie und Praxis
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Prüfungen
  • Nachhilfe in Deutsch
  • Unterstützung bei Alltagsproblemen
  • Hilfe bei Gesprächen mit Ausbildungs- und Lehrkräften und Eltern

Der Unterricht wird von Fachlehrerinnen und Fachlehrern bzw. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen erteilt. Die Unterstützungsangebote finden meistens in den Räumen der Einrichtung statt, die die Assistierte Ausbildung anbietet. Das kann in der Freizeit sein oder in der Arbeitszeit, wenn der Ausbildungsbetrieb damit einverstanden ist.