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Integrationsämter / Inklusionsämter

BIH

(kn) Integrationsämter / Inklusionsämter* unterstützen Betriebe während der Ausbildung Jugendlicher mit Behinderung durch:

  • Hilfen bei der behindertengerechten Arbeitsplatzgestaltung
  • Zuschüsse zu den Kosten der Berufsausbildung und Prüfung
  • Beratung, Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen
  • Vermittlung von weiteren Ansprechpartnern

* Seit Januar 2018 teilweise Umbenennung in "Inklusionsämter"

Hilfe bei der Arbeitsplatzgestaltung

Um Auszubildende mit Behinderung erfolgreich in den Betrieb zu integrieren, um den Ausbildungserfolg zu sichern oder eine Kündigung abzuwenden, kann es während der Ausbildung nötig werden, den Arbeitsplatz der Behinderung entsprechend zu gestalten und nachzurüsten.

Bei den Integrationsämtern gibt es technische Beratungs- oder Fachdienste, die über die Möglichkeiten der Arbeitsplatzgestaltung und den Einsatz von Hilfsmitteln beraten. Die Beratungsdienste klären, ob der Betrieb Fördermittel erhalten kann oder ob andere Rehaträger zuständig sind (z. B. die Arbeitsagentur).

Mehr zum Thema Arbeitsplatzgestaltung für Auszubildende mit Behinderung finden Sie im Artikel "Zuschüsse zur behinderungsgerechten Einrichtung von Ausbildungsplätzen" und im REHADAT-Portal talentplus:

Zuschüsse zu den Kosten der Berufsausbildung und Prüfung

Die Integrationsämter gewähren Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen je nach Einzelfall

  • Zuschüsse zu Gebühren, insbesondere Prüfungsgebühren, die bei der Berufsausbildung besonders betroffener schwerbehinderter Jugendlicher und junger Erwachsener anfallen (für Arbeitgeber/innen mit weniger als 20 Beschäftigten) mehr
  • Prämien und Zuschüsse zu den Kosten der Berufsausbildung Jugendlicher mit Behinderung und junger Erwachsener, die für die Zeit der Berufsausbildung schwerbehinderten Menschen gleichgestellt worden sind mehr
  • Leistungen zur Kompensation außergewöhnlich hoher Belastungen die im Zusammenhang mit der Ausbildung für Arbeitgeber/innen auftreten (z. B. besondere Aufwendung bei der Betreuung, Einsatz einer Hilfskraft), s. Broschüre Leistungen im Überblick

Beratung, Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen

Fröhlicher Schulunterricht, gezeichnet
© fotolia.com

Das Integrationsamt berät Unternehmen zu allen Fragen, die mit der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu tun haben, auch bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz.

In Schulungen, Informationsveranstaltungen und Seminaren, insbesondere für Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs-/Personalräte und Inklusionsbeauftragte des Arbeitgebers, informiert das Integrationsamt rund um die Beschäftigung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung, z. B. zum Umgang mit behinderten Kollegen und zu rechtlichen Fragestellungen.

Vermittlung von weiteren Ansprechpartnern

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können von den Integrationsämtern erfahren, welche Ansprechpersonen in Handwerks- sowie in Industrie- und Handelskammern zur Verfügung stehen, um bei der Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen zu beraten. Die Integrationsämter können auch den Kontakt zu den Integrationsfachdiensten herstellen, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber rund um Ausbildung und Beschäftigung beraten und begleiten.

Weitere Organisationen, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei der Ausbildung unterstützen: