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Studium

blauer Balken mit Pfeil geradeaus

Viele junge Menschen mit Behinderungen entscheiden sich für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule und haben nach erfolgreichem Abschluss gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Während nichtbehinderte Personen 'nur' vor der Wahl der Wunschuniversität und des Wunschstudiengangs stehen, kommen für schwerbehinderte oder chronisch kranke Personen weitere Gesichtspunkte hinzu: hierzu gehören die Barrierefreiheit der Räumlichkeiten, die Möglichkeit eines Umzugs oder die Notwendigkeit von Hilfsmitteln und Unterstützungsleistungen.

Das Ziel eines Studiums ist der erfolgreiche Abschluss einer Fachrichtung, wobei die Abschlüsse unterschiedlich sein können. Bei Studienabschlüssen mit Hochschulprüfung ist das der akademische Grad 'Bachelor' (auch: Bakkalaureus) und hierauf aufbauend der Grad des 'Master' (auch: Magister). Die Studiengänge der Human-, Zahn- und Tiermedizin, Rechtswissenschaft, Pharmazie, und der Lebensmittelchemie und auch einiger Lehrämter werden mit Prüfungen vor staatlichen Prüfungsausschüssen abgeschlossen. Der Abschluss lautet in diesem Fall 'Staatsexamen'.

Um ein Studium aufnehmen zu können, ist ein (Fach-)Abitur nötig. Das Fachabitur gewährt den Zugang zu meist praktisch orientierteren Studiengängen an Fachhochschulen. Beim Abitur (allgemeine Hochschulreife) kann zusätzlich an Universitäten studiert werden.

Die Bewerbung um beziehungsweise Anmeldung zu einem Studienplatz erfolgt in den allermeisten Fällen über das Portal 'Hochschulstart'. Hier wird zwischen zulassungsbeschränkten und zulassungsfreien Studiengängen unterschieden. Im ersten Fall findet eine Bewerbung für den Studienplatz statt, im letzten eine sofortige Einschreibung an der Universität.

Die Seite 'Unterstützungsangebote im Studium' bietet Informationen zu Härtefallregelungen bei der Bewerbung, die gegenbenenfalls von behinderten und chronische kranken Menschen in Anspruch genommen werden können.

Auf jeden Fall sind die Bewerbungsfristen zu beachten.

Vor der Bewerbung oder Einschreibung steht die Entscheidung bezüglich der Form des Studiums, der Universität und des Studiengangs.

Unterschiedliche Formen eines Studiums

Die Inhalte eines Studiums sind maßgeblich von der Fachrichtung abhängig.

Entscheidend ist aber auch die Form des Studiums:

  • klassisches Präsenzstudium an einer Universität oder Fachhochschule
  • Fernstudium mit meist geringen Präsenzzeiten
  • duales Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie: neben dem Studium absolvieren Sie eine betriebliche Ausbildung.
  • Studium in Kooperation mit beruflichen Rehabilitationseinrichtungen: bei dieser Studienmöglichkeit können Studierende mit Behinderung während des Studiums begleitende Hilfen der Einrichtungen (zum Beispiel notwendige Pflegedienste) in Anspruch nehmen. Die Recherche ist bei KursNet der Arbeitsagentur möglich.

Ein Studium dauert in der Regel mindestens drei Jahre für einen Bachelorabschluss und weitere zwei bis zum Masterabschluss.


Beratungsangebote zur Studienwahl

Die folgenden Beratungsangebote helfen bei der Studienwahl und -form:

  • Hochschulkompass: Informationsportal der Hochschulrektorenkonferenz, bietet tagesaktuelle Informationen zu Studien- und Promotionsmöglichkeiten deutscher Hochschulen sowie zu deren internationalen Kooperationen.
  • Studienwahl-Finder: Suchmöglichkeit aller Studienangebote und -formen
  • Ausbildung Plus: Suche nach dualen Studiengängen
  • Berufbegleitendes Studium mit Behinderung: Liste der Hochschulen für berufsbegleitende Studiengänge und Fernstudiengänge sowie Infos zum Studium mit Behinderung
  • Studienfeldbezogene Beratungstests: spezielle studienfeldbezogene Beratungstests der Agentur für Arbeit

Weiterführende Informationen

Beim dualen Studium richtet sich das Gehalt nach der entsprechenden gängigen Ausbildungsvergütung. In allen anderen Fällen kann der Lebensunterhalt nicht nur durch studienbegleitende Tätigkeiten gesichert werden. Auch gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote zur Sicherung des Lebensunterhalts.