Inhalt

Berufliche Weiterbildung im Berufsförderungswerk (BFW)

Banner in Blau: Mensch steht vor einer Tafel

Menschen mit Behinderungen, die während der beruflichen Neu- und Umorientierung auf besondere Hilfen, individuelle Betreuung und Förderung angewiesen sind, können an Weiterbildungsmaßnahmen in speziellen Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation teilnehmen.

Die Gesetzgebung benennt im § 51 SGB IX ausdrücklich die Berufsförderungswerke (BFW).

Berufsförderungswerke sind gemeinnützige außerbetriebliche Bildungseinrichtungen und bundesweit organisiert (28 Hauptstandorte und rund 70 Außenstellen). Sie bieten berufliche Fortbildungen und Umschulungen für Erwachsene mit dem Ziel der erfolgreichen Wiedereingliederung in den regulären Arbeitsmarkt an.

Das Angebot der beruflichen Weiterbildung richtet sich an Personen, die aufgrund eines Unfalls, einer Behinderung oder Erkrankung ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Die BFW nehmen Personen unabhängig von den Ursachen der gesundheitlichen Beeinträchtigung auf, wobei auch Mehrfachbehinderungen vorliegen können. Ein Teil der BFW hat sich auf bestimmte Behinderungsarten spezialisiert. Besondere Einrichtungen und Angebote gibt es etwa für blinde und sehbehinderte, hörbehinderte und schwerstbehinderte Menschen sowie für Aphasikerinnen und Aphasiker oder Schmerzpatientinnen und -patienten.

Genaue Informationen können Sie bei den einzelnen BFW erfragen. Kontaktdaten und Ansprechpersonen finden Sie auf der Internetseite des Bundesverbandes der Deutschen Berufsförderungswerke.

Die Weiterbildungsmaßnahmen werden im Auftrag der zuständigen Träger der beruflichen Rehabilitation (zum Beispiel Agentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft) durchgeführt. Hier stellen Sie Ihren Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA-Antrag). Ob die Voraussetzungen für eine berufliche Rehabilitation vorliegen, wird im Einzelfall geklärt.

Die BFW bieten Berufsausbildungen mit einem Kammerabschluss, Qualifizierungen mit Zertifikaten und vorbereitende Reha-Maßnahmen (beispielsweise Eignungsabklärungen, Arbeitserprobungen und Rehabilitationsvorbereitungslehrgänge) an.

Sie haben die Auswahl zwischen rund 400 verschiedenen Berufen und Teilqualifikationen in den Bereichen:

  • Kaufmännische und Verwaltungsberufe
  • Gewerbliche Berufe (Metall / Service / Elektro)
  • Berufe der Informations- und Telekommunikationstechnik
  • Berufe der Medien- und Druckindustrie
  • Zeichnerinnen und Zeichner, Technikerinnen und Techniker und Ingenieurinnen und Ingenieure
  • Berufe im Garten- und Landschaftsbau
  • Berufe im Gesundheitswesen
  • Berufe im Sozialwesen

Die Kosten der beruflichen Weiterbildung trägt der zuständige Reha-Träger.

Anbieter selbst suchen

Hier können Sie die Anbieter aller berufsvorbereitenden und ausbildenden Maßnahmen für Menschen mit Förderbedarf selbst suchen: