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Urteil
Schwerbehindertenrecht - Merkzeichen G - Wertmarken für unentgeltliche Beförderung - Folgen bei nachträglicher Zuerkennung von G

Gericht:

LSG Berlin 11. Senat


Aktenzeichen:

L 11 Vs 27/97


Urteil vom:

09.10.1997


Grundlage:

  • SGB 10 § 44 Abs 1 |
  • SGB 10 § 44 Abs 2 |
  • SGB 1 § 11 |
  • SchwbAwV § 3a Abs 2 S 1 Fassung 1991-07-25 |
  • SchwbAwV § 3a Abs 2 S 3 Fassung 1991-07-25 |
  • SchwbAwV § 6 Abs 1 S 1 Fassung 1991-07-25 |
  • SchwbAwV § 6 Abs 1 S 2 Fassung 1991-07-25 |
  • SchwbG § 59 Abs 1 |
  • SGG § 131 Abs 1

Leitsatz:

1. Kein Anspruch auf Überlassung von Wertmarken für eine unentgeltliche Beförderung für die Vergangenheit bei nachträglicher Zuerkennung des Merkzeichens "G".

Orientierungssatz:

1. Bei den sogenannten Statusfeststellungen im Schwerbehindertengesetz handelt es sich nicht um Sozialleistungen im Sinne von § 11 SGB 1, so daß im Rahmen
des Überprüfungsverfahrens nach § 44 SGB 10 nicht Absatz 1 sondern Absatz 2 zur Anwendung kommt.

2. Mit dem im öffentlichen Recht anerkannten und im Sozialrecht in § 131 Abs 1 SGG normierten allgemeinen Folgenbeseitigungsanspruch kann nur die Herstellung des ursprünglichen Zustandes vor Erlaß des rechtswidrigen Verwaltungsaktes und dessen Vollzug begehrt, nicht jedoch die Gewährung einer zu Unrecht abgelehnten Begünstigung verlangt werden (vergleiche BSG vom 18.12.1975 - 12 RJ 88/75 = BSGE 41, 126)

3. Ein sozialrechtlicher Herstellungsanspruch kann nur durch die Verletzung solcher Pflichten ausgelöst werden, hinsichtlich derer die Rechtsfolgen nicht ausdrücklich geregelt sind; insbesondere geht § 44 SGB 10 als Sondervorschrift den Regelungen über den sozialrechtlichen Herstellungsanspruch vor.

Fundstelle:

Bibliothek BSG
E-LSG SB-020 (Leitsatz 1 und Gründe)

Rechtszug:

vorgehend SG Berlin 1997-02-25 S 41 Vs 1182/95

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE004600509


Informationsstand: 05.10.1998