Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Inhalt

Praxisbeispiel Betriebliches Eingliederungsmanagement am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt

Kurzbeschreibung:

Der Prozess bzw. der Text zur Beschreibung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements beinhaltet die Punkte:

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
- Anlass und Ziel
- Recht
- Verfahrensablauf (mehrstufiges Verfahren)
- Besonderheiten
- Wirkung und Erfahrung
- Beteiligte Personen

Eine Beschreibung mit den Einzelheiten zu den Punkten finden Sie unter Langform.

Schlagworte und weitere Informationen

Nach dem SGB IX § 167 Abs. 3 können die Rehabilitationsträger (z. B. Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften) und die Integrations- bzw. Inklusionsämter Unternehmen, die ein Betriebliches Eingliederungsmanagement einführen, durch Prämien oder einen Bonus fördern. Das Universitätsklinikum Frankfurt wurde deshalb damals für die Einführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements vom Landeswohlfahrtsverband Hessen (Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt), zusammen mit weiteren Unternehmen, prämiert. Jedes Unternehmen erhielt eine Prämie in Höhe von 3000 Euro.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummer der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter, der Deutschen Rentenversicherung und der Berufsgenossenschaften.

1 Unternehmen

Das Universitätsklinikum mit seinen rund 4.300 Beschäftigten gehört zur Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und wird vom Bundesland Hessen getragen. Zum Universitätsklinikum gehören, neben den behandelnden Einrichtungen, auch mehrere Institute.

2 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Anlass und Ziel
Das Unternehmen hat nicht nur aufgrund des gesetzlichen Auftrages die Belange der schwerbehinderten, gleichgestellten und sonstig gesundheitlich beeinträchtigten Menschen im Betrieb zu berücksichtigen, sondern sich aktiv, im Zuge von präventiven Maßnahmen und Gesundheitsförderung, für die Beschäftigten einzubringen. Durch das BEM soll gewährleistet werden, dass alle Verantwortlichen die Inhalte des BEM wahren und umsetzen und damit einen Beitrag zur Gesunderhaltung der Beschäftigten leisten, sowie darüber auch die krankheitsbedingten Unternehmenskosten senken.

Recht
Die rechtliche Grundlage des BEM bildet das SGB IX bzw. SGB IX § 167.

Verfahrensablauf (mehrstufiges Verfahren)
Prüfung der Arbeitsunfähigkeitsdauer durch Personaldezernat und Führungskräfte; schriftliche Kontaktaufnahme mit betroffener Person inkl. Informationsblatt der Personalberatung, Frage- und Antwortbogen. Bei vorhandener Bereitschaft, Durchführung eines Informations- und Klärungsgespräches, zu dem die Personalbetreuerin bzw. der Personalbetreuer einlädt; ggf. Einleitung entsprechender Maßnahmen.
Dies können sein:
- betriebsinterne Maßnahmen, wie z. B. Änderung der Arbeitsplatzgestaltung oder der Arbeitsaufgaben
- betriebliche Unterstützungsmaßnahmen, wie z. B. Therapievermittlung oder Beurlaubung für Weiterbildungsmaßnahmen
- Unterstützungsmaßnahmen durch Reha- oder Sozialversicherungsträger, wie stufenweise Wiedereingliederung und Zuschüsse für Arbeitshilfen
- außerbetriebliche Maßnahmen durch Rehaträger, wie medizinische Leistungen zur Rehabilitation
- unterstützende Maßnahmen durch das Integrations- bzw. Inklusionsamt, wie z. B. durch einen Beschäftigungssicherungszuschuss.

Besonderheiten
Das BEM ist ein zusätzlicher Baustein im Rahmen des Gesundheitsmanagements im Universitätsklinikum.

Wirkung / Erfahrung
Die Wirksamkeit des BEM ist seit der Einführung erprobt. Das BEM wird gelebt und ist akzeptiert.

Beteiligte Personen
Am BEM sind folgende Personen oder Institutionen beteiligt:
- der bzw. die Inklusionsbeauftragte des Universitätsklinikums (Dienststelle)
- die Personalvertretung
- die Vertrauensperson aus der Schwerbehindertenvertretung (SBV)
- die Frauenbeauftragte
- der betriebsärztliche Dienst
- die Personalberatungsstelle

Die Verantwortlichkeit für das BEM übernimmt die Dienststelle.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitszeit

Referenznummer:

R/PB5410


Informationsstand: 14.06.2022