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Potenzialanalyse (PA)

blauer Balken mit Checkliste

Die Potenzialanalyse (PA) ist neben der praktischen Erprobung eine der Grundsäulen des bundesweiten Berufsorientierungsprogramms (BOP) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Jedes Bundesland kann das Programm in einem gewissen Rahmen auf seine eigenen Bedürfnisse zuschneiden.

Die Potenzialanalyse soll die folgenden Fragen der Schüler und Schülerinnen beantworten:

  • Was kann ich eigentlich wirklich gut?
  • Wie nutze ich das, was ich kann, für meinen Beruf?

Bei der Potenzialanalyse erkunden Schüler und Schülerinnen hierzu spielerisch die eigenen Interessen.

Die Potenzialanalyse richtet sich an Schüler und Schülerinnen der 7. und 8. Klasse. Wann die Potenzialanalyse konkret stattfindet, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Die Potenzialanalyse ist ein fester Bestandteil des Lehrplans. Sie wird durchgeführt von geschulten Lehrkräften.

Auch ist die PA in behinderungsspezifischen Einrichtungen möglich. Diese Variante kommt in Frage, wenn es sich um Schüler und Schülerinnen von Förderschulen für spezifische Behinderungen handelt, um behinderungsabhängige Besonderheiten zu berücksichtigen.

Bei der Potenzialanalyse werden nicht nur die Fertigkeiten berücksichtigt, die in der Schule erworben wurden oder im schulischen Kontext abgefragt werden. Auch andere Kompetenzen werden bedacht wie beispielsweise

  • methodische Kompetenzen (wie Arbeitsplanung, Kreativität, Problemlösefähigkeit)
  • personale Kompetenzen (wie Motivation, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit) oder
  • soziale Kompetenzen (wie Team­, Kommunikations­ und Konfliktfähigkeit)

Hierzu gibt es zahlreiche Verfahren, die nach Träger und Durchführendem variieren. Allerdings müssen alle Elemente der Potenzialanalyse sinnvoll aufeinander abgestimmt sein. Zu den Elementen gehören die Aufgaben, die Gestaltung von Selbst- und Fremdeinschätzung und die Dokumentation.

Es gibt Einzel- und Gruppenaufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Beispiele für Aufgabentypen sind:

  • Konstruktionsübungen
  • Kooperationsübungen
  • Problemlösepuzzle
  • Rollenspiele
  • Diskussionen
  • Planungsprobleme
  • Erlebnispädagogische Übungen

Nach der Durchführung der Aufgaben erhält jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin einen Bericht zu den individuellen Stärken und Schwächen. Es folgen Praxisphasen wie Werkstattphasen, Berufsfelderkundungen oder Praktika.

Die Dauer einer Potenzialanalyse variiert je nach Bundesland und Träger, beträgt aber meistens zwischen ein und zwei Tagen.

Die Potenzialanalyse als Bestandteil des bundesweiten Berufsorientierungsprogramms (BOP) wird von Land, Bund und EU gefördert.

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